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Ein Affront»: Beat Jans’ Departement will Panzer durch Drohnen ersetzen – und erntet scharfe Kritik aus Militärkreisen

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SP-Bundesrat Beat Jans möchte sämtliche Kampfpanzer der Schweizer Armee ausmustern und durch Drohnen sowie Robotik ersetzen. Dies berichtet der Blick, gestützt auf Stellungnahmen zur neuen Verteidigungsstrategie des Bundes. Demnach hält das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) Kampfpanzer für veraltet und zu teuer.

Anthony Anex/Keystone
Bundesrat Beat Jans im Medienzentrum Bundeshaus in Bern
Anthony Anex/Keystone

Angesichts der technologischen Entwicklung und der finanziellen Möglichkeiten sei ihr Ersatz durch modernere und günstigere Systeme wie Drohnen und Robotik «alternativlos». Zudem bezeichnet das EJPD das Szenario eines umfassenden militärischen Angriffs auf die Schweiz als «sehr unrealistisch» und stellt die Bedrohungsanalyse des Verteidigungsdepartements in Frage.

Der Bundesrat setzt in seiner neuen Verteidigungsstrategie einen Schwerpunkt auf Cyberabwehr und Luftverteidigung. Künftig sollen rund 80 Prozent der zur Verfügung stehenden Mittel in diese beiden Bereiche fliessen. Zwar sollen bestehende Panzer nicht mehr automatisch durch neue Modelle ersetzt werden. An den Fähigkeiten für den Bodenkampf will der Bundesrat jedoch festhalten und sie mit Drohnen, Lenkwaffen und Artillerie ergänzen.

Die bekannt gewordene Stellungnahme löste in Militärkreisen scharfe Kritik aus. Erich Muff, Präsident der Offiziersgesellschaft Panzer, bezeichnete die Position des EJPD als «alarmierend und verantwortungslos». Wer glaube, Kampfpanzer durch «Powerpoint, Drohnen und linkes Wunschdenken» ersetzen zu können, habe «die Realität nicht verstanden», sagte er. Aus den Lehren des Ukraine-Kriegs lasse sich genau nicht ableiten, dass Panzer überflüssig seien. Entscheidend sei vielmehr das Zusammenspiel mit Infanterie, Drohnen, Artillerie und Luftverteidigung. Sicherheitspolitische Entscheide müssten auf militärischer Expertise und nicht auf ideologischen Vorstellungen beruhen. «Jans mit seinen verantwortungslosen Bürokraten in Bern gefährdet die Sicherheit der Schweiz», sagte Muff.

Auch Stefan Holenstein, Präsident des Verbands Militärischer Gesellschaften Schweiz, zeigte sich über die Haltung des Justizdepartements entsetzt. «Ein solch geringes Sachverständnis und eine solche Inkompetenz sind ein Affront», sagte er. Bodensysteme blieben unverzichtbar, Drohnen könnten sie ergänzen, aber nicht ersetzen. Ein Abbau der Panzerflotte würde jahrzehntelang aufgebautes Know-how zerstören und langfristige Fähigkeitslücken schaffen. Holenstein warf Jans und seinem Departement vor, «blind der SP-Doktrin zur Armeeabschaffung» zu folgen. Das schaffe «kein Vertrauen in die Landesregierung».

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