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«Diplomatie führt auch in verfahrener Lage zum Frieden»: AfD-Chef Chrupalla kritisiert Aussagen des deutschen Luftwaffenchefs und plädiert für Gespräche mit Russland

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«Diplomatie führt auch in verfahrener Lage zum Frieden»: AfD-Chef Chrupalla kritisiert Aussagen des deutschen Luftwaffenchefs und plädiert für Gespräche mit Russland
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AfD-Chef Tino Chrupalla hat die Äusserungen des Inspekteurs der Luftwaffe, Generalleutnant Holger Neumann, scharf kritisiert und Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) aufgefordert, sich davon zu distanzieren. Neumanns Aussagen stünden einer friedlichen Lösung des Ukraine-Kriegs entgegen, erklärte Chrupalla.

Anlass sind Äusserungen Neumanns in einem Interview mit der britischen Zeitung The Telegraph. Der Luftwaffeninspekteur hatte erklärt, Deutschland sei bereit, «heute Nacht zu kämpfen», falls Russland ein Nato-Mitglied angreifen sollte. Als mögliche Schauplätze militärischer Operationen nannte er unter anderem Kaliningrad, die Kola-Halbinsel und das Schwarze Meer.

Michael Kappeler/DPA/Keystone
AfD-Chef Tino Chrupalla vor einer Fraktionssitzung im Bundestag
Michael Kappeler/DPA/Keystone

Chrupalla sprach dagegen von «Kriegsdrohungen». «Kriegsdrohungen wie durch Luftwaffenchef Holger Neumann, laut dem Deutschland gegen Russland ‹heute Nacht zu kämpfen› bereit sei, stehen dem Frieden im Weg», sagte der AfD-Vorsitzende laut Welt-Bericht. Als positives Beispiel verwies er auf die jüngste Einigung auf ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran. Dieses müsse nun mit Leben gefüllt und zu einer stabilen Friedensordnung in der Region weiterentwickelt werden.

Zugleich forderte Chrupalla einen Kurswechsel der deutschen Aussenpolitik gegenüber Moskau. «Diplomatie führt auch in verfahrener Lage zum Frieden», erklärte er. Die Bundesregierung müsse «auf Russland zugehen», um als «ehrlicher Makler» zu einer Friedenslösung im Ukraine-Krieg beizutragen.

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