Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

«Die schweizerische Identität wird überhöht»: Bundesrat Pfister verteidigt Bevölkerungswachstum und bilateralen Weg

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
«Die schweizerische Identität wird überhöht»: Bundesrat Pfister verteidigt Bevölkerungswachstum und bilateralen Weg
«Die schweizerische Identität wird überhöht»: Bundesrat Pfister verteidigt Bevölkerungswachstum und bilateralen Weg
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

«Die ‹schweizerische Identität› wird meines Erachtens überhöht»: Mit dieser Aussage stellt sich Verteidigungsminister Martin Pfister im Abstimmungskampf über die SVP-Initiative gegen eine 10-Millionen-Schweiz gegen eines der zentralen Motive der Befürworter. Im Interview mit der Aargauer Zeitung argumentiert der Bundesrat, die Diskussion über Identität werde oft überzeichnet, obwohl die Unterschiede innerhalb der Schweiz grösser sein könnten als jene zum benachbarten Ausland.

© KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE
Bundesrat Martin Pfister im Nationalrat in Bern
© KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE

Gleichzeitig räumt Pfister ein, dass die Folgen des starken Bevölkerungswachstums viele Menschen beschäftigen. «Diese Debatte wird zu Recht geführt», sagte er mit Blick auf die Frage, wie weit das Wachstum gehen dürfe. Er habe Verständnis für Menschen, die sich durch die rasanten Veränderungen im Land entfremdet fühlten. Auch die bauliche Entwicklung, steigende Mieten und gesellschaftliche Veränderungen seien reale Herausforderungen.

Trotzdem verteidigt der Bundesrat den bisherigen Kurs grundsätzlich. «Ich glaube, dass viele Leute vom Wachstum profitieren», sagte Pfister. Er verwies auf Arbeitsplätze, Steuereinnahmen internationaler Unternehmen und gut ausgebaute Infrastrukturen. Diese Vorteile gingen in der politischen Debatte häufig vergessen. Das heutige Bevölkerungswachstum hänge mit dem wirtschaftlichen Erfolg der Schweiz zusammen, «und der ist positiv».

Besonders deutlich wird Pfister bei den möglichen Folgen der Initiative für die Beziehungen zur Europäischen Union. Diese verlange bei 9,5 Millionen Einwohnern Neuverhandlungen mit Brüssel und bei 10 Millionen Einwohnern die Kündigung bestehender Abkommen. Betroffen wären nach seiner Einschätzung möglicherweise auch Schengen und Dublin. «Die bilaterale Beziehung mit der Europäischen Union aufs Spiel zu setzen, wäre in der jetzigen Situation verheerend», warnte der Verteidigungsminister.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.