Kapitel
- Einleitung und Begrüssung
- Reiseerfahrungen und Fussballkrimi
- Werbung und Silberpreis Diskussion
- FIFA und Gianni Infantino
- Moskau und Eskalationsgefahr
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Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie aus dem Institut für fortgeschrittene Gegenwartskunde und angewandte Wirklichkeitsstudien zur internationalen Ausgabe von Weltwoche Daily. Die andere Sicht unabhängig. Kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Dienstag, Entschuldigung, am Mittwoch, dem 8. Juli 2026. Mein Zeitgefühl ist etwas durcheinander geraten nach einer langen Flugreise zurück aus Moskau. Da gibt es ja keine direkten Verbindungen mehr. Ich bin diesmal über Belgrad geflogen, kurz nach Mitternacht Start in Moskau. Dann 2 Uhr morgens Ankunft. in Belgrad. Fünfstündiger Aufenthalt, dann geht es weiter in Richtung Zürich. Das heisst, gestern etwas dünne Schlafdecke auf schmalem Eis unterwegs. Und am Abend dann noch dieser Fussballkrimi Schweiz gegen Kolumbien. Ich habe bereits ausgiebig in der schweizerischen Sendung darüber gesprochen. Grosser Triumph für unser Team, fantastisch. Die haben Charakter gezeigt und Und da in einem wirklichen Abnützungs-Thriller sich am Schluss im Penaltyschießen durchgesetzt. Vargas gegen Vargas. Der Schweizer Stürmer Vargas gegen den kolumbianischen Goalie Vargas. Ich hätte es nicht gedacht. Ich glaubte, dass die physische Wucht der Mittelamerikaner, dass da diese Filigrantechniker die zarten Schweizer Seelen daran zerbrechen und zerschellen würden. Aber es ist nicht. Ich habe bei gleicher Gelegenheit auch noch eine riesen Hymne abgezogen auf diese Fussball-WM. Ich mache das hier auch noch, weil das ist pädagogisch wichtig, gerade im freudlosen Medien-Mainstream Deutschlands. Sie haben also wirklich die institutionalisierte Freudlosigkeit. Aber jetzt ein Live-Read, eine gesprochene Werbeanzeige zuerst. Warum ist der Silberpreis? zwischenzeitlich eingebrochen. Das fragen sich viele Anleger verdutzt. Ein Blick in die Geschichte zeigt, kurzfristige Rückschläge gehören bei Edelmetallen dazu. In der Finanzkrise 2008 brach der Silberpreis zunächst ein und vervielfachte sich anschliessend. In der Covid-Krise halbierte sich der Silberpreis, bevor er sich mehr als verdoppelte. Speziell an der aktuellen Lage ist, der US-Dollar ist erstarkt und die Rendite von 10-jährigen US-Staatsanleihen liegt wieder über 4,5%. Manche Spekulanten wechseln deshalb zu US-Staatsanleihen, zu Papieren eines verschuldeten Staates. Die Fakten allerdings sprechen für Silber. Seit acht Jahren übersteigt die Nachfrage das Angebot. Früher oder später wirkt sich das auf den Preis aus. Silber ist das historisch wichtigste Geldmetall und das Öl des Hightech-Zeitalters. Es leitet Strom besser als jedes andere Metall und steckt heute in Satelliten, Solarzellen, moderner Elektronik. Auch für Silberanlagen gilt, Gewinner werden in Krisen geboren. Wie können Sie den aktuell tieferen Silberpreis nutzen, um einzusteigen? Ganz einfach, mit dem S-Deposito von BB Wertmetall. Es verbindet die Vorteile von physischem Silber mit der Flexibilität eines Depots. Ihr Geld fliesst direkt in reines Silbergranulat, den Grundrohstoff, aus dem alle Silberprodukte entstehen. BB Wertmetall verwahrt es im Kundennamen und zu 100% versichert. in einem Schweizer Zollfreilager. Und jetzt kommt das Beste. Wenn Sie jetzt ein S-Deposito eröffnen, dann erhalten Sie eine Unze Silber geschenkt. Sie verpflichten sich lediglich zu einem Anlageziel von 100 Unzen und einer Ersteinzahlung von 1'000 Franken, respektive Euro. So funktioniert es. Gehen Sie auf s-deposito.swiss s-deposito.swiss und geben Sie den Code WW3 minus 26 ein. WW3 minus 26, www, das sind dann die Grossbuchstaben. Ja, diese Fussball-WM, bleiben wir doch gleich noch einen Moment dabei, das ist die beste Nachricht der Gegenwart, meine Damen und Herren. Und ein Triumph für FIFA-Präsident Gianni Infantino, er hatte den richtigen Riecher, wurde grausam kritisiert, hat eine Überdosis, Krieg, Konflikt, Wirtschaftskrise mit einer Überdosis von Fussball gekontert und es ist ihm gelungen, eine kritische Masse herzustellen, vor allem auch schon in der Vorrunde, dass eben so viele Spiele gespielt wurden, dass man gar nicht Darum herum kam, das in den Schlagzeilen zu melden und das hat uns zwangsläufig herauskatapultiert aus der verkrachten Realität der Politik und ihrer Konflikte in die verbindende Welt des Balles. Die Welt ist rund, meine Damen und Herren. Unser Planet ist eine Mischung aus Fussball und aus Football, gewissermassen. Aber dieses Runde... Dieses Verbindende ist entscheidend. Und Gianni Infantino möchte ja auch die Russen zurückbringen in die Wettbewerbe. Bei den Junioren hat er es schon gemacht. Nein, grossartig. Aber die Medien, sie suchen natürlich immer nach Skandalen. Jetzt hat man das riesig aufgeblasen, dieses Telefonat wegen eines US-Fussballers, dessen faulrote Karte, die darauf folgende Sperre, die wurde gecancelt. Man hat ihn begnadigt gewissermassen. Und daraus machen sie jetzt ein Riesentheater, weil eben diesem Begnadigungsentscheid zeitlich, zeitlich, wichtig, ein Telefonat zwischen Trump und Infantino vorausgegangen ist. Trump hat Infantino sinngemäss gesagt, du, das war ja gar kein Foul, schaut denn, was ihr machen könnt. Und Infantino hat nach meinen Informationen Trump darüber aufgeklärt, du Donald, jawohl, danke für dieses Telefon, aber ich kann nichts machen, ist ein unabhängiger Beschwerdekörper. Jetzt sagen natürlich die FIFA-Insider, ja, unabhängiger Beschwerdekörper, die wissen natürlich schon, was da der Chef an der Spitze will. Ja, aber wussten sie denn das überhaupt? Hat sich irgendjemand nach diesem Telefonat, hat sich Infantino, hat sich Trump gemeldet? Ist da irgendetwas passiert? Die Unterstellung, dass hier eine Art Korruption stattfindet und so weiter, das sind die typischen Gerichtshöfe der Moral. Mein Sportjournalisteninstinkt sagt mir, da ist eine Ente. In spätestens einer Woche kräht kein Hahn mehr danach. Aber die Medien sind verärgert. Sie sind sauer. Weil eben ihre auf Vorrat geschriebenen Verrisse dieser WM einmal mehr sich nicht bestätigt haben. Ist ja immer so, vor jeder WM, die Journalisten drehen durch, auch vor Katar. Arbeiterausbeutung, ganz schlimm, Hitzetod, Misshandlung von Transgender-Menschen. Dann eine Wunder-, eine Zauber-WM auf engstem Raum in diesen futuristischen UFO-Hotelanlagen. In dieser Landschaft da, der katarischen Hauptstadt Doha. Eine super WM, ohne besoffene Engländer, ohne Gewalt, einfach toll auf der ganzen Linie, hochstehender Fussball, die Medien lagen auf der ganzen Linie falsch. Und hier auch wieder, man hat gesagt, ihr werdet die Tickets nicht verkaufen, die Amerikaner interessieren sich nicht für Fussball, jetzt ist es die Riesenparty zum 250. Geburtstag der USA, der unverzichtbaren Vereinigten Staaten von Amerika, die beeindruckend sind, die natürlich viel geleistet haben. Sind die USA perfekt? Nein, natürlich nicht. Aber hören wir doch auf mit diesen Schwarz-Weiss-Folien. Sind sie perfekt? Bin ich perfekt? Können wir nur noch etwas gut finden, was 150% porentief rein gut und makellos ist? Dann können wir uns nie mehr freuen, meine Damen und Herren. Wir haben unsere Ambivalenzfähigkeit, unsere Vielfältigkeitstoleranz verloren. Wir haben uns das Hirn... zumüllen lassen von dieser Einseitigkeitspropaganda, von diesem Gebrüll der Medien. Seit Corona, Klima, immer die ganze Karawane, die Marschkolonne in eine Richtung und wehe, einer tanzt aus der Reihe. Europa ist zu einer Marschkolonne des Stumpfsins geworden. Und das ist natürlich unsere Schuld, dass wir uns das überhaupt gefallen lassen. Mangel an Zivilcourage, Bequemlichkeit. Aber... Es ist vor allem auch die Schuld der Medien, die diesen ganzen Schwachsinn einfach mitgemacht haben. Man muss das hier mal einfach in aller Deutlichkeit herausstreichen. Ist wichtig und jetzt bei der FIFA sehen wir es einmal mehr. Nein, für mich ist diese FIFA eine ganz wichtige Lockerungsübung, eine geistige Entspannungsexpedition. Natürlich ins Reich des Spiels. Ins Reich der Unbeschwertheit, man könnte auch sagen, ins Reich der Irrelevanz. Was kratzt es einen schon, wenn da ein paar erwachsene Männer in kurzen Hosen auf Grünflächen herumrutschen und herumrennen? Was soll das? Warum beschäftigt ihr euch überhaupt mit dem? Homo ludens, oder gehen Sie zu Schiller. Das Spiel hat eben auch etwas Befreiendes, der Mensch tritt. Aus sich heraus in eine andere Sphäre, aus der Kampfzone der Politik in den Sandkasten des Spiels. Die Pille für den Mann, das ist natürlich dieser Fussball. Donald Trump hätte es am liebsten im Trump Freedom and Peace Stadium, wenn man dort mit Bällen aus purem Gold und dem T-Logo spielen würde. Aber das ist im Moment noch keine unmittelbare Option. Aber wenn es diesem Dreamteam Trump-Infantino gelingen sollte, fehlt ja eigentlich nur noch Wladimir Putin im Bunde. Der Molotow-Cocktail der reinen Empörung wäre dann perfekt. Wenn die drei, die würden sich, glaube ich, gut verstehen, wenn die drei vielleicht auch im Friedensprozess mitmachen könnten. Warum nicht? Man muss auch entlegene Ideen prüfen. Aber bevor sie jetzt abwinken und sagen, die Hitze schlägt ihm aufs Hirn, mein Keterum Kenzeo, Barbara Tuchmann. The guns of August, die Kanonen des Sommers, meine Damen und Herren, die Kanonen des Sommers knallen. Und das ist der Grund, warum ich jetzt wieder nach Moskau gegangen bin. Wir sind nämlich in einer neuen Gefahrenstufe, die man hier gar nicht zur Kenntnis nehmen will. Die Gefahrenstufe besteht darin, dass erstmals seit der durch Russland, richtig, durch Russland erzwungenen Eskalation, lancierten Eskalation, Ausweitung dieses Kriegs, der Rheinmarsch, Dafür tragen die Russen die Verantwortung, keine Frage, aber die Russen tragen nicht die Verantwortung für alles. Es gibt eine Vorgeschichte, es gibt die NATO-Osterweiterung, die natürlich diesen Krieg, diese Konfrontation fast unausweichlich gemacht hat, aber für den Einmarsch tragen die Russen die volle Verantwortung, das ist klar. Aber die Ukrainer und ihre Unterstützer in Europa tragen jetzt die Verantwortung dafür, dass dieser Krieg, der ein Stellvertreterkrieg zuerst zwischen USA und Russland wurde, und jetzt ist ein Stellvertreterkrieg zwischen USA, Europa und allen Unterstützern der Ukraine auf dem Gelände der Ukraine gegen Russland. Und die tragen die Verantwortung dafür, dass eben Russland direkt unter Feuer ist. «Fire Down Below» heisst der berühmte Film von Steven Seagal, dem Action- Helden der Legende, die ich in Moskau getroffen habe. Und wenn ein Staat unter Feuer ist, eine Atommacht, dann steigt der Druck. Dann wird nämlich der Urvertrag der Politik bedroht. Und der Urvertrag lautet, gehorsam gegen Schutz. Die Leute sind nur bereit, einem Staat gehorsam zu leisten und Steuern zu zahlen, wenn sie etwas zurückbekommen. Und die wichtigste Dienstleistung eines Staates, darum gibt es Staaten überhaupt, ist die Beendigung des Naturzustands des Kriegs aller gegen aller. Wenn sie kein legitimes Gewaltmonopol haben, haben sie Mord und Totschlag. Und der Staat beendet diese natürliche Tendenz zum Krieg aller gegen aller bzw. zum Krieg der Starken gegen die Schwachen. Darum haben wir Staaten. Und wenn nun ein Staat angegriffen wird, wenn die Infrastrukturen angegriffen werden, wenn in Russland die Leute kein Benzin mehr haben, Wenn diese militärische Spezialoperation, ist eine Blamage natürlich, wenn die plötzlich länger dauert als der grosse Vaterländische Krieg und dieses waffenstarrende Russland mit den Atombomben nicht mal in der Lage ist, ein paar schwirrende Drohnenflugkörper abzuwehren, dann kann es dann irgendwann mal in der politischen Statik wackeln. Und dann wird es gefährlich. Und dann entstehen eben neue Eskalationsdynamiken. Und das ist genau die Gefahr, das ist die Abbruchkante. Das ist die neue Stufe, das ist die neue Qualität, das ist die neue Intensität. Das hat man bei uns gar nicht gemerkt, man wischt das einfach weg. Das ist der Grund, warum ich nach Moskau gefahren bin, warum ich jetzt auch die Gelegenheit gepackt habe, da ein paar hochkarätige Interviews zu machen, unter anderem mit Dimitri Peskov, dem Mann, der da seit über zwölf Jahren spricht, seit über 14, seit bald 18 Jahren als Sprecher tätig ist für Wladimir Putin. Zuerst in dessen Eigenschaft als Ministerpräsident, dann in dessen Eigenschaft als Präsident. Das ist also eine brenzlige Lage, mit der wir uns einfach auseinanderzusetzen haben. Barbara Tuchmann, die Kanonen des August, ein Klassiker zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Aber Sie können auch den Zweiten Weltkrieg nehmen. Nicht einmal das verbrecherische Hitler-Regime hat nach meiner Beurteilung von Anfang an es darauf angelegt, einen Zweifronten-Weltkrieg. Am Schluss gegen Russland und gegen die Vereinigten Staaten von Amerika vom Zaun zu brechen. Nein, Hitler wollte seine Ziele mit kontrollierbaren, begrenzten Blitzkriegen erreichen. Hat sich dann aber schon im September 1939 arg verrechnet, als eben die Engländer ihm nach dem Einmarsch in Polen den Krieg erklärt haben. Und dann sind eben auch die Nationalsozialisten noch befeuert von ihrer Überlegenheitsideologie, einer Überlegenheitsideologie in ganz anderer Ausprägung. Wir heute in Europa übrigens auch wieder sehen, die Europäer haben auch das Gefühl, die Russen seien sozusagen die Untermenschen, sie sind ja die Autokraten, die Barbaren, nicht so zivilisiert und demokratisch wie wir, also den gleichen Superioritäts-, den Überlegenheitskomplex, den Supermenschenkomplex haben sie heute auch wieder in Europa und eben diese Eskalationsdynamik, in die eben auch das damalige Deutschland hineingezogen. Wurde jetzt sagen andere, nein, nein, das stimmt nicht, die haben von Anfang an einen Weltkrieg machen wollen. Bin da nicht so sicher. Und unterschätzen wir einfach nicht. Den Faktor Eskalation. Kriege sind Hass. Der Krieg ist ein Monster, das sich ständig wandelt. Und Kriege haben etwas Dämonisches. Sie ziehen die Menschen in sich hinein, sie verwandeln sich die Menschen an, sie vermonstern die Menschen. Und das beobachten wir immer wieder in Kriegen, dass plötzlich eben Gräueltaten passieren, die in anderen Umständen absolut undenkbar sind. Kriege stossen das Tor zur Hölle auf und entfesseln etwas im Menschen, was tief drin schlummert, das Monster, das erweckt werden kann. Und hören wir mal auf, uns einzubilden. Wir seien immun dagegen. Das ist auch ganz falsch. Das ist dieses schlimme, woke Überlegenheitsgefühl. Nein, nein. Ich bin da, immun, ich bin gepanzert im Drachenblut der reinen Moral. Ich könnte nie so schlimm sein wie unsere Grosseltern. Diese Selbsttäuschung, diese Selbsthypnose, das verstärken jetzt natürlich diese deutschen Zeitungen mit ihren Nazikarteien, wo die heutigen, die Jungen sagen können, mein Gott, was bin ich für ein guter Mensch, wie waren meine Grosseltern, meine Urgrosseltern, was waren das für schlimme Kerle. Ich kann Ihnen sagen, diese Einstellung, ist die beste Voraussetzung dafür, dass man selber zum grössten Monster werden kann, wenn man es nämlich nicht für möglich erachtet. Und das Gleiche mit dem Krieg. Wenn Sie das absolut ausscheiden, Sie sagen, nein, das ist alles Moskau-Propaganda, wenn einer sagt, die Kriegsgefahr steigt, dann ist die Kriegsgefahr am grössten. Und darum ist es wichtig, dass man vor allem mit den Russen redet, weil mit denen redet niemand. Ich habe es in der Schweizer Ausgabe auch gesagt, da schreibt mir ein Marco, ja, sie kritisieren immer wieder, dass Europa die Ukraine mit Waffen und Kriegsmaterial unterstützt. Wird ja auch stark von Russland kritisiert. Ich vermisse jedoch in ihren Berichten, dass nicht erwähnt wird, dass die Russen von Nordkorea und vom Iran mit Drohnen und Waffen beliefert werden. Auch so werden Soldaten rekrutiert. Ja, lieber Marco, ich habe es im Schweizer Sendung schon gesagt. Das steht ja in den Zeitungen seit Jahren, das wissen wir ja, dass die Nordkoreaner liefern. Und da müssen sich die Nordkoreaner fragen, ob sie sich da reinziehen lassen wollen, wenn sie denn gefragt werden würden. Aber sie werden eben nicht gefragt. Die Iraner müssen sich das auch fragen, die werden aber auch nicht gefragt. Die Bevölkerung nicht, die Regierung muss sich das fragen. Wir aber müssen uns fragen, ob wir zum Beispiel in Deutschland mit unseren Steuergeldern ein Regime finanzieren wollen, das Journalisten liquidieren will, das dissidente Oligarchen in die Luft sprengt und dass ein Krieg eskaliert nach Russland und damit den Druck erhöht, auf eine Atommacht Gegenschläge zu machen. Und das Risiko besteht dann natürlich, dass die Unterstützer, also die Kriegsparteien, die im Hintergrund wirken, dass die auch getroffen und hineingezogen werden könnten. Denn es ist eben eine neue Eskalationsstufe entstanden und die Russen sagen ganz klar, es sind nicht wir, die europäische Länder angreifen, mit unserem Steuergeld, mit unseren Waffen. Ihr seid es, die Europäer, ihr greift uns an, via Ukraine. Und... Hört auf damit, werdet euch bewusst, dass ihr uns zwingt, dagegen zu schlagen. Das ist die Logik der Eskalation. Und wenn man sich in Europa auf den Standpunkt stellt, wir wollen das, man kann das ja tun, man kann das entscheiden, man kann sagen, wir wollen mit der Ukraine, sollen die Ukrainer sterben, wir machen das nicht, aber indirekt, stellvertretend erhöhen wir den Druck auf Russland, weil das ist unsere Strategie. Wir möchten Russland in die Knie zwingen und deshalb eskalieren wir. Und wir sind überzeugt, dass das aufgeht. Man kann diese Strategie verfechten, aber dann soll man offen auch über die Risiken reden, die diese Strategie bringt. Und ich will nicht wieder eine Situation wie damals bei Corona, Klima, Migration. Das sind ja drei Massenhysterien gewesen, noch nicht so lange zurückliegend. und in allen drei Fällen Hat man in Deutschland, vor allem in Deutschland, in Europa, nie eine Diskussion geführt über Kosten und Risiken. Man hat einfach gesagt, wir müssen das machen. Wir stehen auf der richtigen Seite der Geschichte. Wir müssen die Viren bekämpfen. Wir müssen die Flüchtlinge reinlassen, auch die Scheinflüchtlinge. Wir müssen das Klima abkühlen. Wir müssen den Planeten retten. Widerspruch verboten, Rechnen verboten. Wer Einspruch erhebt, ist ein Unmensch, der muss gecancelt werden. Jetzt das gleiche stumpfsinnige Denken, die gleiche Marschkolonne des Stumpfsinns beim Thema des Krieges und Entschuldigung, da ist es die Aufgabe nicht nur von mir, sondern von allen Journalisten, die Risiken aufzuzeigen. Und ich rede mit den Russen, damit die ihnen sagen, was aus ihrer Sicht da in Moskau die Risiken sind. Und wenn dann irgendeiner kommt und sagt, ja warum machen Sie das? Gehen Sie doch nach Moskau. Moskau einfach, um Himmels Willen, wie stark sind wir eigentlich schon? Manipuliert, was für eine Art von Hirnwäsche ist denn da eigentlich schon gelaufen, dass wir uns dermassen in diese Konfrontationsrhetorik hinein haben ziehen lassen, dass nur schon eine andere Sichtweise offensichtlich da von diesen Cancel Culture Typen, gar nicht mehr von diesen Inquisitorengesichten, gar nicht mehr ertragen werden kann. Nein, das muss man also mit Vehemenz, mit Militanz, muss man das kontern. Weckt die NATO den Geist von Ankara? Ja, das NATO-Gipfeltreffen. Wir hören, es gibt jetzt Knatsch zwischen Netanyahu und Trump, weil Trump macht der Türkei Hoffnung auf die Lieferung von F-35-Jets. Das ist eben jetzt Realpolitik. Trump benutzt die NATO natürlich auch als Instrument der amerikanischen Interessen. Er ist jetzt da der Chef, er steht hin. Immer mehr Militärausgaben passieren, massive Aufrüstungswellen. Und Trump? scheint sich auch wieder etwas stärker dagegen Russland zu engagieren. Wir werden sehen. Auf jeden Fall läuft dieser NATO-Gipfel und Trump ist dabei, die NATO zum Instrument seiner Interessen zu machen. Darüber muss man auch mal eine Diskussion führen. Ist das eigentlich der Auftrag der NATO? Wollen wir das? Ist das richtig? Sollte das so sein? Was hat die NATO eigentlich für einen Auftrag? Das sind alles Fragen, mit denen man sich beschäftigen muss. Die NATO hat meines Erachtens überhaupt keinen klaren Auftrag mehr und sie ist deshalb auch zu einer Gefahr geworden. Wenn Trump dazu beitragen kann, diesen Auftrag zu klären, wenn er nach wie vor ein Friedenspragmatiker ist, der allerdings auch den Krieg als legitimes Instrument der Politik betrachtet, um dann aber am Schluss ein übergeordnetes Friedensziel zu erreichen, das nicht so verrückt ist, dass es die anderen nicht annehmen können, dann darf man den Strab über Trump nicht brechen. Also, wir werden sehen, was da läuft, aber die Israeli haben natürlich keine Freude, wenn die Türken diese Kampfjets bekommen. Interessant auch vor dem Hintergrund der scharfen Aussagen des türkischen Aussenministers Fidan gegen Israel. Die Amerikaner sind halt Pragmatiker, das sind Realpolitiker, die sagen, ja gut, die Türkei ist ein wichtiger Staat in einer wichtigen Region, wir beurteilen die nicht nach ihren Aussagen, die sie machen. sondern wir akzeptieren, dass sie auch Dinge sagen, die uns nicht freuen. Trotzdem bleiben sie ein wichtiger Partner für uns. Das ist realpolitisches Verhalten, von dem ist man natürlich zum Teil noch recht weit weg da in Europa. Le Pen darf 2027 kandidieren, aber nur mit Fussfessel. Ein Berufungsgericht mildert die Strafe gegen die Anwärterin auf die französische Präsidentschaft. Und dann lese ich, dass die EU auch ein Verfahren gegen die AfD-Parteifamilie eröffnet. Viele haben das Gefühl, dass da die politisch Etablierten jetzt mit der Waffe der Justiz die Opposition bekämpfen. Ich habe dieses Gefühl auch, obwohl ich die Hand jetzt nie ins Feuer legen würde, dass bei diesen EU-Fonds alles mit rechten Dingen zugeht und da dieses Rassemblement National alles richtig gemacht hat. Aber mir kann niemand erzählen, dass bei der Vermischung von National, International, EU und National, dass die Gelder, die da gesprochen werden, dass das alles so blüht. unvermischt auseinandergehalten werden kann. Die EU ist ja sozusagen auch eine hybride Organisation, die sich laufend und statthaft einmischt. Aber wenn dann einer und dann auch noch ein Oppositioneller nicht scharf trennt zwischen der europäischen Ebene und der nationalen Ebene beim Geldfluss, dann trifft ihn der Zorneshammer der Justiz ein Schurke, wer sich Böses dabei denkt. Nigel Farage tritt ab und wieder an. Auch da laufen Untersuchungen. Farage soll ein Geschenk von 5 Millionen bekommen haben von einem Unternehmer und hat das Ganze angeblich nicht richtig deklariert. Er bestreitet das und sagt, das sei eine Hexenjagd, die da gegen ihn laufe. Wir werden sehen, was haben wir an Nachrichten noch aus Deutschland. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Jetzt noch schnell eine Wärmepumpe kaufen. Das dritte Sofortprogramm der Deutschen Bahn. Unicredit legt Ergebnis von Commerzbank Übernahmeangebot vor. Marine Le Pen, darüber haben wir gesprochen. Und es wird heiss, aber es gibt keine ausgeprägte Hitzewelle, werden unsere klimaverrückten Zeitungen in der Schweiz nur... und mit nichts anderem beschäftigt sind, als uns die Freude am Sommer zu vergellen. Da mache ich nicht mit. Meine Damen und Herren, das war es von Weltwoche Daily International. Der ganze Volk ist das Sommermärchen vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Die Kanonen des Sommers, das ist auch die Titelgeschichte der Titel. des neuesten Weltwoche-Covers mit meinen Erkenntnissen aus Moskau. Verpassen Sie nicht, mein Interview mit Dimitri Peskov ist aufgeschaltet, heute dann Margarita Simonian und in wenigen Tagen dann, eher kontemplativ, mein Podcast mit der Action-Legende und dem Aikido-Grossmeister Steven Seagal, der mir einfach auf Anhieb sympathisch war. Ein guter Kerl, dieser Steven Seagal. Wir sind jetzt im... Kontakt im Gespräch, ist einfach ein cooler Typ, Entschuldigung, mit einem faszinierenden Leben, unglaublich, eine Supernova in Hollywood, dann ging es auch etwas wieder abwärts, jetzt ein Freund von Russland, ein Freund von Wladimir Putin, er stellt sich hin und sagt, das ist halt meine Meinung, ich stehe dahinter, ein interessanter Mann und ich glaube, wir müssen einfach ausbrechen aus diesem Schrebergartendenken, aus dieser Aus diesem Meinungskonformismus, den man uns da aufzwingen will. Ich plädiere für die Anarchie der Meinungen und vor allem plädiere ich für die Meinungen, die als Skandal gelten. Das soll man sagen, das hat etwas Befreiendes. Diese Brandmauern zu ignorieren, diese ganzen Vorschriften. Gehen Sie nicht nach Moskau, Moskau einfach. Reden Sie nur mit den Ukrainern. Gut, die Ukrainer lassen ja kritische Journalisten gar nicht ins Land. Da musst du ein Leib und Leben fürchten. Es ist schwierig, jetzt sagen sie, ja klar, natürlich auch in Russland. Die Russen sind noch schlimmer. Ja, aber die Russen unterstützen sie nicht mit ihren Steuergeldern. Aber mit den Ukrainen machen sie das. Und darum sollte man sich vielleicht ein bisschen genauer fragen, auch die Medien, wohin eigentlich die deutsche Kohle, die österreichische Kohle und so weiter, auch die schweizerische Kohle. Wir zahlen da ja auch mit, wir zahlen ja auch die Europäische Union, wo unser Geld eigentlich überall hinfliess. Darüber sind offene, tabulose Diskussionen gefragt. und wir sind das Programm, das das Gespräch vor allem auch mit jenen fördert, mit denen man angeblich nicht reden darf. Und ich kann Ihnen sagen, das hat etwas wirklich Befreiendes, das hat etwas Erfrischendes. Das ist Frischluft fürs Hirn, das ist unser Auftrag und Ihnen wünsche ich einen wunderschönen Sommertag. Freuen Sie sich am Sommer und lassen Sie sich da den Sommer von den Medien nicht vermiesen. Wobei, muss man sagen, die Deutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung hier tatsächlich auch Entwarnung gegeben hat. Ganz im Unterschied zu unserer Sommerverbisterung in der Schweiz. Bis bald. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf... dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung. an die Meinungsvielfalt, denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal bei ihnen Bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video.
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