Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Deutscher Ärztepräsident warnt vor «Versorgungsnotstand»

Deutschlands oberster Ärztevertreter Klaus Reinhardt schlägt Alarm: Das Gesundheitswesen steuere «ungebremst auf einen Versorgungsnotstand zu». In einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur fordert der Präsident der Bundesärztekammer Reformen, die mehr Effizienz und Steuerung in der Versorgung ermöglichen sollen. Konkret schlägt er ein Hausarztmodell vor, bei dem Patienten sich verbindlich in einer Praxis einschreiben, die dann auch Facharzttermine koordiniert.

GREGOR FISCHER / KEYSTONE
ARCHIV - 05
GREGOR FISCHER / KEYSTONE

Reinhardt betont: «Besonders betroffen sind die Schwächsten: ältere Menschen, chronisch Kranke, Menschen mit geringerer Gesundheitskompetenz.» Mit durchschnittlich 9,6 Arztkontakten pro Person und Jahr gehöre Deutschland zur weltweiten Spitze – ohne dass dies zu einer besseren Versorgung führe. Die strukturelle Ineffizienz sei bei gleichzeitigem Personalmangel und knappen Finanzmitteln nicht mehr tragbar.

Zum Auftakt des Deutschen Ärztetags in Leipzig kündigte Reinhardt an, die neue Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) solle konkrete Impulse liefern. Unterstützung findet er bei Union und SPD, die im Koalitionsvertrag ein verpflichtendes Hausarztmodell skizziert hatten. Doch Patientenschützer wie Eugen Brysch von der Deutschen Stiftung Patientenschutz kritisieren: «Der Versorgungsnotstand ist hausgemacht.» Es mangele an gleichmässiger Verteilung von Ärzten – während Ballungsräume überversorgt seien, fehlten Praxen auf dem Land.

Reinhardt stellte klar, das Modell solle keine «Zugangskontrolle» darstellen, sondern eine gezielte Steuerung: «Digital vor ambulant vor stationär» sei das Zukunftsprinzip.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.