Deutschland hat im Jahr 2025 mit 332.500 Einbürgerungen einen neuen Höchststand erreicht. Dies geht aus Angaben des Statistischen Bundesamts hervor. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Einbürgerungen um 14 Prozent. Den grössten Anteil stellten mit 20 Prozent weiterhin syrische Staatsangehörige, auch wenn ihre Zahl im Vergleich zu 2024 um knapp 20.000 zurückging. Auf Platz zwei folgten Türken mit 10 Prozent, dahinter Russen mit 6 Prozent.
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Besonders stark nahm die Zahl der Einbürgerungen von Bosniern auf 8800 Fälle zu. Auch bei US-Amerikanern mit 6600 Einbürgerungen sowie Albanern mit 6100 Fällen wurden deutliche Zuwächse verzeichnet. Nach Angaben des Mediendienstes Integration entscheiden sich inzwischen zwischen 85 und 98 Prozent der Eingebürgerten für die doppelte Staatsbürgerschaft.
Grundlage dafür ist eine Reform des Staatsangehörigkeitsrechts der damaligen Ampelkoalition, die Ende Juni 2024 in Kraft getreten war. Seither gilt die doppelte Staatsbürgerschaft als Regelfall. Zudem wurde die Wartefrist für eine Einbürgerung von acht auf fünf Jahre verkürzt.
Wie die Welt berichtet, rechnen Städte und Landkreise ab dem Frühjahr 2027 mit einer zusätzlichen Belastung durch mögliche Einbürgerungsanträge ukrainischer Flüchtlinge. In einem Papier des Rechtsausschusses des Deutschen Städtetages ist laut Zeitung von einer möglichen «endgültigen Überlastungssituation» die Rede. Hintergrund ist das geplante Auslaufen des vorübergehenden EU-Schutzstatus für Ukrainer am 4. März 2027.
Nach Angaben von EU-Innenkommissar Magnus Brunner beraten die EU-Staaten über verschiedene Anschlussregelungen. Diskutiert wird unter anderem, Männer im wehrpflichtigen Alter zwischen 23 und 60 Jahren künftig vom Schutzstatus auszunehmen. Derzeit leben rund 1,3 Millionen ukrainische Staatsangehörige in Deutschland. Sollte der Schutzstatus nicht verlängert werden, könnten viele von ihnen die Voraussetzungen für eine Einbürgerung erfüllen.