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«Der ganze Libanon muss brennen»: Israels Sicherheitsminister Ben-Gvir stellt Waffenruhe mit scharfen Aussagen in Frage

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«Der ganze Libanon muss brennen»: Israels Sicherheitsminister Ben-Gvir stellt Waffenruhe mit scharfen Aussagen in Frage
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Israels Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir hat nach dem Tod von vier israelischen Soldaten im Südlibanon mit drastischen Worten eine harte Reaktion gefordert. «Der ganze Libanon muss brennen», schrieb Ben-Gvir auf der Plattform X, nachdem die israelische Armee den Tod der Soldaten bestätigt hatte. Wie Euronews berichtet, waren die Soldaten bei einem Kampfeinsatz nahe Kfar Tebnit ums Leben gekommen, als ihr Panzer getroffen wurde.

Atef Safadi/EPA/Keystone
Israels Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir in Jerusalem
Atef Safadi/EPA/Keystone

Ben-Gvir legte in seiner Stellungnahme nach. «Für jede Träne einer israelischen Mutter müssen tausend libanesische Mütter weinen», erklärte der Minister. Zudem betonte er, Israel müsse der Welt klarmachen, dass «das Blut unserer Söhne und die Sicherheit unserer Bürger nicht zur Disposition stehen». Die Äusserungen erfolgten wenige Tage nach der Unterzeichnung einer vorläufigen Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran, die eine Einstellung militärischer Aktivitäten auch im Libanon vorsieht.

Die israelischen Streitkräfte meldeten neben den vier Todesopfern weitere Verletzte. Ein Reserveoffizier sei durch den Einschlag einer mit Sprengstoff beladenen Drohne schwer verletzt worden, vier weitere Soldaten hätten leichte Verletzungen erlitten. Gleichzeitig führte die Armee nach eigenen Angaben in der Nacht Angriffe auf Ziele der Hisbollah im Südlibanon durch. Dabei sollen laut Berichten mindestens achtzehn Menschen getötet worden sein.

Ben-Gvir sorgt regelmässig mit provokativen Äusserungen für Kontroversen. Bereits im Mai hatte er international Kritik ausgelöst, nachdem er Aufnahmen veröffentlicht hatte, die ihn beim Spott über festgenommene Aktivisten einer Gaza-Hilfsflottille zeigten. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte damals, das Verhalten seines Ministers entspreche nicht den «Werten und Normen Israels».

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