Jan van Aken hat die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel als mögliche EU-Vermittlerin im Russland-Ukraine-Krieg vorgeschlagen. Der Vorsitzende der Partei Die Linke sagte am Montag in Berlin, Europa müsse eine aktivere Rolle bei diplomatischen Bemühungen übernehmen. Angela Merkel könne in dem Konflikt eine ausgleichende Rolle übernehmen. Die frühere Kanzlerin sei aus seiner Sicht eine «seriöse Gesprächspartnerin», die sowohl europäische Interessen vertreten könne als auch sowohl in Moskau wie Kiew ernst genommen werde.
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Hintergrund der Debatte ist ein Vorstoss aus Moskau. Der Kreml hatte zuletzt Altkanzler Gerhard Schröder als möglichen Vermittler ins Gespräch gebracht. Van Aken wies diesen Vorschlag zurück. «Den finden wir alle doof», sagte er. Zugleich wertete er die Initiative als bemerkenswertes Signal. Russland habe damit erstmals überhaupt das Wort «Verhandlungen» in den Mund genommen. Daran müsse man anknüpfen.
Van Aken zeigte sich hierbei überzeugt, dass noch in diesem Jahr ernsthafte Gespräche zwischen beiden Kriegsparteien möglich seien. «Donald Trump wird die Ukraine nicht retten», sagte van Aken. Es liege deshalb an der EU, sich mehr für Verhandlungen und Diplomatie einzusetzen. «Nur Europa kann die Verhandlungen voranbringen», so der Linken-Chef.