Anthony Fauci, der ehemalige medizinische Berater von Joe Biden, hat bei einer Anhörung vor einem Senatsausschuss des US-Kongresses die Aussage verweigert. Der frühere Leiter des National Institute of Allergy and Infectious Diseases beantwortete demnach keine Fragen zu Vorwürfen des republikanischen Ausschussvorsitzenden Rand Paul im Zusammenhang mit dem Ursprung des Coronavirus, der Finanzierung von Forschungsprojekten sowie den während der Pandemie getroffenen Massnahmen.
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Paul erklärte, es habe «von Anfang an ein Interessenkonflikt» bestanden, und verwies auf zuvor veröffentlichte Tagebücher Faucis. Darin sollen sich nach Darstellung des Senators Unterschiede zwischen internen Einschätzungen und öffentlichen Aussagen zeigen. Fauci wies die Vorwürfe zurück und sprach von einer «offensichtlichen Besessenheit» Pauls, seine Strafverfolgung zu betreiben. Aus diesem Grund verweigere er die Aussage. Der demokratische Senator Gary Peters warf Paul hingegen vor, eine politische Agenda zu verfolgen.
Die veröffentlichten Tagebücher enthalten laut Medienberichten unter anderem Notizen zu Diskussionen über einen möglichen Laborursprung des Coronavirus, interne Debatten unter Wissenschaftlern sowie Faucis Rolle bei politischen Entscheidungen während der Pandemie. Die Dokumente wurden vor der Anhörung veröffentlicht.
Fauci sagte zuvor mehr als 250 Mal vor dem Kongress aus. Es sei das erste Mal gewesen, dass er sich auf den fünften Verfassungszusatz berufen habe. Paul kündigte an, der Ausschuss werde über mögliche weitere Schritte beraten.