Video: Bundestag: Polizei stoppt Deutschlandfahnen. Friedrich Merz versus Mathias Döpfner: Kanzler geht auf enttäuschte Unterstützer los. Selenskyj huldigt Nazi-Verbrechern: Polen empört. Mainstream-Wende: Dieter Nuhr kritisiert Brandmauer und Debattenkultur
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Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zur internationalen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Mittwoch, dem 10. Juni 2026. Heute Abend... Fliege ich ab nach Estland, um mich im Baltikum etwas genauer umzusehen, Perspektiven wechseln, Tapeten wechseln, eine ganz andere Geländekammer und die Erkenntnisse, die ich dort gewinnen werde, dürften ziemlich konträr dem gegenüberstehen, was ich Ihnen aus Moskau nach Hause gebracht habe. das Baltikum lebt ja in einer... ständigen dialektischen Spannung gegenüber Russland. Es gibt dort auch ungelöste Minderheitenprobleme mit der russischen Bevölkerung. Die ganze Geschichtsbetrachtung, die ganze Geschichtsperspektive ist in den baltischen Staaten eine völlig andere als in Russland. Deshalb wird das sehr erhellend sein. Wir haben auch die Gelegenheit, mit hochrangigen politischen ... Persönlichkeit zu sprechen. Selbstverständlich halte ich sie da auf dem Laufenden, wenn alles klappt, wenn alles gut funktioniert. Ich freue mich, denn ich war noch nie in einem baltischen Staat. Das ist für mich etwas ganz Neues. Allerdings, meine Vorfahren, mütterlicherseits, haben Wurzeln im Baltikum. Umso faszinierender für mich diese... Facette, wenn man so will, meiner Herkunft etwas genauer in Augenschein zu nehmen. In eigener Sache, am 7. September dieses Jahres bin ich in Lübeck, am 8. September in Magdeburg und am 9. September bin ich in Dresden für Vorträge, für Diskussionen mit Ihnen, meine sehr verehrten Damen und Herren. Beginn meiner Veranstaltung jeweils 20 Uhr, Türöffnung. 19 Uhr, auch für November, sind Anlässe, Vorträge, Debatten geplant. Ich freue mich, wenn sie zahlreich erscheinen. Das war ja ein super Erfolg im letzten Jahr und das führen wir jetzt fort. Und Sie sehen, ich versuche da laufend neue Erfahrungen zu sammeln, neue Erkenntnisse zu gewinnen, die ich mit Ihnen dann aus erster Hand teilen kann. Was sind die Fragen, die mich beschäftigen? Ich habe es ja mit Björn Höcke schon angesprochen in unserem philosophisch-historischen Grundsatzgespräch, in unserer Standortbestimmung zur Seelenlage in der Bundesrepublik. Hier die grosse Frage Karl Jaspers, wohin treibt die Bundesrepublik? Parteienstaat oder eine echte volkstümliche bodenständige Demokratie? Zu viel Parteienmacht, zu wenig Macht beim Souverän, beim eigentlichen... demokratischen Verfassungsgeber. Das hat schon in den 60er Jahren den bedeutenden deutschen Philosophen aufs Innigste und Intensivste beschäftigt und beunruhigt. Dieter Borchmeier, was ist Deutsch? Die Suche einer Nation nach sich selbst. Das ist die Frage aller Fragen und Sie sehen allein schon aufgrund des Umfangs dieses ziemlich stattlichen Wälzers. dass das offensichtlich eine nicht so leicht zu beantwortende Frage ist. Und selbstverständlich in diesem Zusammenhang dann auch hochaktuell. Mal sehen, wo wir dann stehen im nächsten September. Frieden, wie geht das? Erich Fad und Klaus von Donani, die beiden geopolitischen Sachverständigen. Ich habe mit ihnen ein Interview gemacht, zu Hause beim früheren Hamburger. Bürgermeister, der im Alter von bald 98 Jahren hellwach, messerscharf und klar im Kopf ist. Eine faszinierende Auseinandersetzung zur Friedensunfähigkeit und Friedensunwilligkeit in Europa, was einen ja durchaus fassungslos machen kann. Ebenfalls erwähnenswert, wenn wir schon bei der Abmessung der Themen sind, die uns dann im September bei diesen Vorträgen vielleicht... Ja, zusammenbringen oder möglicherweise auch in unterschiedliche Meinungssphären hineinführen. Erich Kahler, der deutsche Charakter in der Geschichte Europas, ein absoluter Klassiker. Erich Kahler, ein... Ein Freund von Thomas Mann und dieses Buch auch ganz wichtig dann bei den Recherchen für Thomas Mann mit Blick auf sein Buch Dr. Faustus. Dieses Werk, in dem ja der deutsche Literatur-Nobelpreisträger versucht hat, die Erfahrungen des Nationalsozialismus zu verarbeiten. Dr. Faustus in der Geschichte dieses genialen Komponisten. verdichtet als Sinnbild sozusagen der Höllenfahrt Deutschlands, die Thomas Mann ja vor allem auch aus dem Ausland, dann aus den Vereinigten Staaten kommentiert hat. Und Erich Kahler hat sich da in den 30er Jahren, 1937, die Frage gestellt, was eigentlich zeichnet sozusagen in politischer Hinsicht die Identität der Deutschen aus. Und er hat das geschrieben in einer Zeit, die natürlich von höchster Polarität gekennzeichnet war. und... Eine Zeit, in der diese Höllenfahrt dann allmählich Fahrt aufzunehmen begann. Das sind so Denkanstösse, das sind kleine Wegmarken und geistige Anregungen, die ich da aufnehme und versuche mit Blick auf die aktuellen Ereignisse dann anzuwenden. Deutschlandfahne verboten, Polizei stoppt, AfD. Das ist wieder eine Ungeheuerlichkeit aus dem aktuellen... Deutschland, es gab diese Demonstration am Montag in Berlin. Es sind dann nicht ganz eine Million Leute gekommen, wie man sich erhofft hatte vonseiten der Veranstalter. Es waren ein paar tausend Demonstranten, die gefordert haben, die Regierung solle abtreten, insbesondere der Kanzler, der sich zusehender Unbeliebtheit erfreut. Und während dieser Demonstration haben AfD-Abgeordnete von einem Bundestagsgebäude oder von einem Parlamentariergebäude aus mit Deutschlandfahnen den Demonstranten zugewinkt, was dann einen Polizeieinsatz nötig machte anscheinend. Und man hat die zurechtgewiesen, man dürfe da also keine Deutschlandfahne schwenken. Und das ist jetzt auch wieder der komplette Wahnsinn, wie es dies eigentlich in dieser Form nur in Deutschland geben kann. Gerade diese politischen Gebäude haben doch in letzter Zeit mit allerlei möglichen Fahnen um sich geworfen, geradezu LGBTQ-Fahnen, Ukraine-Fahnen, aber Deutschland-Fahnen sind verboten. Und das ist eine ganz bezeichnende Facette und da sind wir eben wieder in diesem Mielenfeld. Was ist Deutsch? Da sind wir eben bei dieser Identitätsfrage, beim Patriotismus, beim Nationalgefühl, über das ich mich ja... lange mit Björn Höcke hier unterhalten habe, die Frage, was ist eigentlich das Wir-Gefühl in der heutigen Zeit? Wo kann man anschliessen? Braucht es das überhaupt? Ist das wichtig, eben angesichts der Tatsache, dass der klassische Vaterlandsersatz in Westdeutschland, nämlich die Europäische Union, immer fragwürdiger geworden ist und der Vaterlandsersatz im Osten, die Sowjetunion, ist dahingefallen? Da ist man ja zurückgeworfen auf Deutschland, aber gleichzeitig hat eben Deutschland Stress mit Deutschland. Manchmal stelle ich mir die Frage, wobei eigentlich ein Grundproblem der deutschen Geschichte auch darin bestanden hat, dass man überhaupt einen Zentralstaat namens Deutschland gegründet hat. Denn nämlich solange das Ganze verteilt war in diese über 100 kleine Singapurs, diese Fürstentümer, die sich da in mittelalterlicher Vielfalt ausgebreitet haben, War das natürlich eine Zeit der kulturellen und auch politischen Blüte, wenn man das im Zeitkontext vergleicht, aber natürlich eben auch ein grosses Problem. Und darum ist sie auch zu Staatsgründungen gekommen, weil eben dieses Deutschland immer wieder Durchmarschgebiet fremder Armeen geworden ist. 30-jähriger Krieg, napoleonische Kriege. Es brauchte im Grunde zwei zerstörerische Kriege, bis sich die Deutschen dazu aufraffen konnten, einen Nationalstaat zu gründen. Das sind unheimliche Übereinstimmungen im Nationalcharakter, wenn man so will, der Deutschen und der Schweizer. Denn auch wir sind überzeugte Antizentralisten, wie die Deutschen übrigens auch. Aber die ganz andere, viel verwundbarere strategische Ausgangslage, die geopolitische Positionierung Deutschlands als Durchmarschgebiet, natürlich auch als polyglottes, multikulturelles Gefilde. und Gebilde schon sehr früh in der Geschichte. Daher eben auch diese deutsche Fähigkeit, sich in unterschiedlichste Gefühlslagen und Mentalitäten hineinzudenken. Das ist sozusagen überwunden worden, zwanghaft, mit dieser Staatsgründung, die vielleicht auch eben wider Willen erfolgte und mit dem ist man dann auch nicht so richtig fertig geworden. Das sind natürlich unglaublich faszinierende Themen und darüber kann man trefflich streiten. Die Schlacht der langen Männer. Eine hochinteressante Sendung habe ich da gestern gesehen bei News, bei den Kollegen, die das wirklich sehr, sehr gut machen und sehr professionell. Da haben sie einen Streit seziert, der sich jetzt offensichtlich austobt zwischen dem Kanzleramt in Berlin und dem mächtigsten und grössten Verlag Deutschlands, Europas. Und im Zentrum stehen zwei Männer, Matthias Töpfner, der Chef des Springer Verlags, mein ehemaliger Chef dort, als ich Chefredakteur der Welt war. Und auf der anderen Seite Kanzler Friedrich Merz, der sich, wie die Kollegen bei News meinen, in... paranoider Verbiesterung sozusagen verfolgt fühlt vom Springer Verlag und den unter Verdacht gesetzt hat, ihn quasi in einer finsteren Shakespeare'schen Intrige aus dem Amt schreiben zu wollen. Und das interpretieren die gut informierten Kollegen von News eben dahingehend, dass Friedrich Merz eben tatsächlich nicht das Zeug zum Kanzler habe, auch nicht das Temperament und vor allem auch nicht die innerliche Stärke, sich mit Kritiken zu umgeben, um eben daraus zu lernen, sondern ganz im Gegenteil, dass er sich im Stil eben schwacher Persönlichkeiten mit Ja-Sagen umgibt. Es gibt ja den berühmten Satz, A people hire A people, also A-Leute stellen A-Leute an und B-People hire C-People, also die B-Leute stellen dann C-Leute an, damit sie dort immer die Nase vorn haben. Also da... Ein weiteres Stresssymptom, ein Niedergangssymptom dieses Kanzlers, wie haben es gesagt, der jetzt von aussen betrachtet nicht über wahnsinnig viel persönliche Eigenschaften verfügt, die ihn bei den Leuten beliebt machen. Nun, sie können darauf verzichten, wenn sie sich durch Leistung Respekt verschaffen. Aber auch da enttäuscht Merz, wie die Kollegen berichten, auf der ganzen Linie. den Auch wesentliche Teile der Wirtschaft, das merke ich auch, wenn ich mit Unternehmen rede in Deutschland, verlieren das Vertrauen in diesen einstigen Hoffnungsträger, in den Hoffnungsträger AD Friedrich Merz. Und horribile Diktum, einmal mehr könnte Kanzlerin, Ex-Kanzlerin Merkel in einem Punkt die Nase vorn haben. Sie soll nämlich einmal gesagt haben, dass Friedrich Merz das einfach nicht könne. Das sind jetzt innerdeutsche Dramen, die wir hier staunend... von aussen verfolgen und immer wieder verwundert, was da alles möglich ist. Im Grunde ein Wunder, dass die Bundesrepublik immer noch so halbwegs funktioniert, trotz der dysfunktionalen Regierung, trotz der dysfunktionalen Politik. Wladimir Selenskyj, der Präsident der Ukraine, x-fach überhöht, da gibt es ja einen regelrechten Gottesdienst um diesen Mann, steckt jetzt in einem... historischen Nazi-Knatsch, könnte man sagen, mit Polen. Und es soll ihm nun sogar die höchste Ehrung aberkannt werden. Was um Himmels Willen ist da los? Es geht im Hintergrund um unvereinbare Erinnerungskulturen. Das ist wichtig zu sehen, weil das eben die Rhetorik sozusagen anschneidet, die wir aus Russland hören, nämlich dass da in Kiew ein Regime von Nazis am Ruder sei. Erinnerungskulturen, ein konkretes Ereignis und zwar das Wolhinienmassaker. Worum ging es da? Das Wolhinienmassaker 1943 bis 1945. Der Konflikt dreht sich um die UPA. ukrainische Aufstandsarmee, den bewaffneten Arm der Organisation ukrainischer Nationalisten, OUN, unter dem ominösen Stepan Bandera, der in Israel ja als Kriegsverbrecher der Nazi-Zeit am Pranger steht. Die Ereignisse in den Jahren 1943 und 1944 verübten Einheiten der UPA im damals von Nazi-Deutschland besetzten Wolhinien und Ostgalizien, heute Westukraine, systematische Massaker. an der polnischen Zivilbevölkerung. Das Ziel der ukrainischen Nationalisten war eine ethnische Säuberung dieser Gebiete. Sie wollten vollendete Tatsachen schaffen, um nach dem absehbaren Ende des Zweiten Weltkriegs bei anstehenden Friedensverhandlungen einen international anerkannten, ethnisch homogenen ukrainischen Staat ausrufen zu können. Historiker schätzen, dass diesen Massaker bis zu 100'000 polnische Zivilisten, Männer, Frauen und Kinder zum Opfer fielen. Ganze Dörfer wurden niedergebrannt, es gab auch polnische Vergeltungsaktionen, bei denen mehrere tausend ukrainische Zivilisten starben. Doch die Dimensionen waren asymmetrisch. Seit 2016 stuft das polnische Parlament die Ereignisse offiziell als Völkermord ein. Nun, das aktuelle Problem ist jetzt eben eine Kollision dieser Erinnerungskulturen. Was in den Augen? Der Polen verständlicherweise ein fürchterliches Kriegsverbrechen darstellt, einen Völkermord, einen Genozid, ist in den Augen der Selenskyj-Regierung eine Heldentat. Und der Konflikt kocht gerade jetzt auf. Auslöser der schweren Krise war eine Entscheidung Selenskys, einer ukrainischen militärischen Spezialeinheit, den Ehrennamen Helden der UPA zu verleihen. Aus ukrainischer Sicht. dient dies der moralischen Stärkung im aktuellen Abwehrkampf gegen Russland für Kiew. Und da ist die UPA primär das historische Symbol des Widerstands gegen die sowjetische Herrschaft und den Bolschewismus. Sie sehen also daran, dass in diesem Krieg in der Ukraine eben tatsächlich, wie das eben der Kreml nicht nur zu Unrecht offensichtlich sagt, auch die Polen sehen das so, und die Polen stehen ja nun wirklich nicht im Verdacht, mit dem Kreml in einem Geheimbund zu sein. die sagen eben, diese Ukraine, diese Ultranationalisten, die das Elensky Fernsteuern, die sind noch im Zweiten Weltkrieg, stecken die drin, die sehen in uns die Bolschewisten und sie selber berufen sich auf diese Nazi-Kollaborateure, unter anderem Stepan Bandera, dem sie mit der Errichtung von Dutzenden von Denkmälern in den letzten Jahren gehuldigt haben, bei gleichzeitiger Diskriminierungspolitik in den vor allem russischsprachigen Gebieten der Ukraine. Nun, was hat... Das an Reaktionen ausgelöst in Polen, was wir da sehen. Ministerpräsident Donald Tusk bezeichnete die Entscheidung als beunruhigend und warnte, dass sie das historische Empfinden der Polen verletze. Er stellte klar, dass Kiew sich bewusst sein müsse, was dieses düstere Erbe für Warschau bedeutet. Präsident Karel Nawrocki ging noch weiter, heizte die Debatte innenpolitisch an und forderte Selenski den Orden des Weissen Adlers, die höchste staatliche Auszeichnung Polens, die er 2023 erhalten hatte, wieder abzuerkennen. Nawrocki drohte öffentlich, dass eine Ukraine, die Mörder und Banditen glorifiziert, keinen Platz in der EU habe. Und jetzt hat man sich in Deutschland nie belungentreu, distanzlos, an die Fersen einer Regierung geheftet, die ja schon seit Jahren diese Nazi-Kollaborateure glorifiziert. Jetzt müsste sich mal diesen Wahnsinn, diese Verrücktheit vorstellen. Während man zu Hause die Deutschland-Fahnen verfolgt, wenn sie auf den Bundestag geschwenkt werden, huldigt man sozusagen indirekt in der Ukraine den Nazi-Kriegsverbrechern. Also der Verfassungsschutz müsste sofort die deutsche Aussenpolitik unter Beobachtung stellen, wenn nicht mehr sie quasi als Verdachtsfall oder wie da diese seltsamen, diese... komischen Bezeichnungen auch immer lauten mögen. Unglaublich. Meine Geduld mit den Sozialdemokraten ist am Ende. Merz erhöht Druck auf SPD. Friedrich Merz. Jede seiner Äusserungen hat weniger Glaubwürdigkeit, hat weniger Durchschlagskraft. Michael Khodorkovsky im grossen Weltinterview. Genau darin liegt der Irrtum des Westens. Michael Khodorkovsky, der da immer wieder vor die Kameras geschleppt wird, als Zeitzeuge und Kommentator russischer Dinge. Als ich zum ersten Mal ins Russland Putins ging, 2004, damals als relativ neuer Chefredaktor der Tageszeitung Die Welt in Berlin, habe ich mich mit sehr vielen Leuten unterhalten über den Fall Khodorkovsky. Unter anderem mit Mitgliedern der Opposition gegen den noch relativ neuen Präsidenten. Wladimir Putin, den ich damals als russischen James Bond, der aus der Kälte kam, bezeichnete, was mir natürlich in Deutschland schon damals den Vorwurf der massiven Verharmlosung in diesem ganzen moralistischen Quatsch, den man da immer wieder aufgezogen hat, vorgeworfen wurde. Aber nun gut, die sind ja entschuldigt, das sind halt Moralisten dort, die etwas überproportional vertreten sind. Auf jeden Fall hat man mir erzählt, dass eben Khodorkovsky, mit dem Geldbeutel durchs Parlament, durch die Duma gelaufen sei, um die, am helllichten Tag, die Mitarbeiter, die Parlamentarier zu kaufen. Und mit seiner Firma, Ölfirma Jukos, sei er im Begriff gewesen, wesentliche Teile. der russischen Ölindustrie mehr oder weniger den Amerikanern zu verkaufen. Er war ja damals einer der reichsten Männer der Welt. Also, bei allem, was man hier über ihn sagt... Muss man immer wieder in Rechnung stellen, was die Geschichte ist. Aber er wird da unkritisch vorgeführt. Und eben auch die deutschen Zeitungen, nicht zuletzt auch die Welt, machen sich natürlich mit dieser Berichterstattung zu Komplizen eines Regimes. Das, wie wir jetzt eben gehört haben. Gräueltaten glorifiziert und Nazi-Kollaborateure. Und dies von Zeitungen, die von sich behaupten, sie hätten ein wahnsinniges historisches Bewusstsein. und Journalisten die sich da aufspreizen und aufplustern mit dieser ganzen moralischen Pseudoherrlichkeit, um dann sich an anderen die Schuhe abzuputzen. Der Staat sollte seine Kritiker loben, anstatt sie zu feuern. Auch wieder unglaublich. Ein Mitarbeiter eines Jobcenters in Bremen prangert in einer ZDF-Dokumentation Missstände beim Bürgergeld an und verliert dann offensichtlich seinen Posten. Aber zum Glück kommt das jetzt raus, zum Glück merken das jetzt die Deutschen, dass hier etwas nicht stimmt, das bricht jetzt auf und darum sind das natürlich gute Zeichen, dass wir solche Artikel lesen. Völlig irrsinnige geistige Konstrukte haben die Hoheit in unserem Land. Dieter Nuhr, der bekannte Kabarettist, kritisiert die Debattenkultur und die Brandmauer-Strategie in Deutschland. Und das ist bemerkenswert, denn Dieter Nuhr ist natürlich als, ja, sagen wir mal, Komiker in der Öffentlichkeit, sehr, sehr vorsichtig, der muss aufpassen, was er sagt. Und bis vor kurzem hat er natürlich diese Brandmauer auch faktisch praktiziert und hätte mit gewissen Leuten keine Interviews gemacht, weil ihn das natürlich dann auch entsprechende Schwierigkeiten gebracht hätte. Deshalb ist diese Kritik vielleicht auch ein bisschen wohlfeil, weil er selber, wenn auch indirekt und natürlich vielleicht etwas weniger ausgeprägt als gewisse Politiker, diese Brandmauer. auf eine Art und Weise auch nachvollzogen hat. Aber dass er sich jetzt traut, das zu sagen, als jemand, der eben auch von diesen öffentlich-rechtlichen, durchaus, ich sage jetzt nicht abhängig, aber da etwas im Mainstream natürlich nicht sein Publikum verlieren möchte, und das kann dann in Deutschland schnell gehen, wenn sie angeprangert werden, das zeigt doch, dass sich eine Mentalität verändert in der Bundesrepublik. Abgesehen davon sehen wir ja auch, dass jetzt an der diplomatischen Front gegenüber Russland einiges passiert. Nein, meine Damen und Herren, Wir von der Weltwoche müssen uns nicht entschuldigen, dass wir schon seit Jahren, seit bald vier Jahren, im Grunde seit über vier Jahren, fordern, was jetzt endlich, endlich eine offizielle Position zu werden scheint, nämlich mit Russen reden. Ich habe ja diese Doktrin sowieso. Gibt es den Teufel, mache ich mit ihm ein Interview, wie immer er heisst, aber in unserer verketzerten... moralintrunkenen Zeit können Sie eben auf diese Medienetikette nicht mehr abstellen. Sie sehen es ja an meinem Interview mit Björn Höcke, da muss man ja nicht mit allem einverstanden sein. Aber ist das jetzt der Leibhaftige, der da auf meinem Sofa über die deutsche Identität und die deutsche Geschichte gesprochen hat? Schauen Sie sich das Interview an, wir haben es immer noch auf YouTube, auf unserem Kanal. Sie können das auf weltwoche.de, weltwoche.ch anschauen, auf YouTube. Genau das Gleiche mit Wladimir Solowjow. Dem russischen Moderator und Fernsehjournalisten, der wird ja bei uns dämonisiert, diabolisiert, aufs Höllischste gewissermassen. Und dann hört man mal diese Personen aus erster Hand, nein, man muss sich nicht alles zu eigen machen, man muss nicht alles glauben, nichts glauben, aber den eigenen Eindruck. Und das ist, glaube ich, wichtig, dass man immer wieder diese Mauer, diese Brandmauer der Arroganz, der Vorurteile Und diese Verleumdungen durchbricht, damit man aus erster Hand einmal sieht, ja, wie sind denn diese Leute und vergessen wir etwas nicht. In jeder Reizfigur, sogar in mir, in jeder Reizfigur steckt irgendwo tief drin noch ein Mensch. Das dürfen wir nie ausser Acht lassen. Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit. Das war es für heute. Einen guten, einen dynamischen Start in diesen heutigen Tag. Passen Sie auf, wenn Sie in Deutschland eine Deutschlandfahne schwenken, das könnte Ihnen polizeiliche Verfolgung einbringen. Nehmen Sie lieber eine Regenbogenflagge oder eine Ukraineflagge, dann geht es. Vielleicht können Sie beide miteinander schwenken. Also wenn Sie vielleicht eine LGBTQ-Flagge und eine Ukraineflagge in einer Hand haben und in der anderen die Deutschlandfahne, dann lässt man sie noch einmal durchkommen. Sie sehen also, wir geben Ihnen hier auch praktische Überlebenstipps im Wahnsinn des Deutschen. Politik-Kalltax. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche, unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen, wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemandem zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. 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Bundestag: Polizei stoppt Deutschlandfahnen. Friedrich Merz versus Mathias Döpfner: Kanzler geht auf enttäuschte Unterstützer los. Selenskyj huldigt Nazi-Verbrechern: Polen empört. Mainstream-Wende: Dieter Nuhr kritisiert Brandmauer und Debattenkultur

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Bundestag: Polizei stoppt Deutschlandfahnen. Friedrich Merz versus Mathias Döpfner: Kanzler geht auf enttäuschte Unterstützer los. Selenskyj huldigt Nazi-Verbrechern: Polen empört. Mainstream-Wende: Dieter Nuhr kritisiert Brandmauer und Debattenkultur
Bundestag: Polizei stoppt Deutschlandfahnen. Friedrich Merz versus Mathias Döpfner: Kanzler geht auf enttäuschte Unterstützer los. Selenskyj huldigt Nazi-Verbrechern: Polen empört. Mainstream-Wende: Dieter Nuhr kritisiert Brandmauer und Debattenkultur
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Kapitel

  1. Einführung und Begrüssung
  2. Reise nach Estland und das Baltikum
  3. Termine und Veranstaltungen in Deutschland
  4. Philosophische und politische Fragen
  5. Interview mit geopolitischen Experten
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