Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas will bei der geplanten Reform des Arbeitszeitgesetzes am Grundsatz des Achtstundentags festhalten und hat damit einen offenen Konflikt mit Union und Arbeitgeberverbänden ausgelöst. Aus einem Referentenentwurf des Bundesarbeitsministeriums geht hervor, dass eine flexiblere Wochenarbeitszeit zwar ermöglicht werden soll, jedoch nur unter strengen Voraussetzungen, berichtet die Bild-Zeitung.
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Gemäss dem Entwurf könnten Beschäftigte künftig an einzelnen Tagen bis zu dreizehn Stunden inklusive Pausen arbeiten und dafür an anderen Tagen weniger oder gar nicht tätig sein. Die bisherige tägliche Höchstarbeitszeit würde damit teilweise durch eine Wochenarbeitszeit ersetzt. Allerdings knüpft das Ministerium die Regelung an mehrere Bedingungen. Sie soll nur für Beschäftigte gelten, die unter einen Tarifvertrag fallen. Zudem müssten Unternehmen zusätzliche Gesundheitsschutzmassnahmen einführen. Ausserdem soll die Arbeitszeit künftig elektronisch erfasst werden, um Verstösse leichter kontrollieren zu können.
Die Vorschläge stossen auf scharfen Widerstand. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger erklärte, der Entwurf werde den Anforderungen einer flexiblen und digitalen Arbeitswelt nicht gerecht und widerspreche dem Koalitionsvertrag. «Dieser Entwurf muss zurückgezogen und völlig überarbeitet werden», forderte er. Der Text sei von Misstrauen gegenüber Arbeitgebern und Beschäftigten geprägt.