Brandenburg: AfD gewinnt erstmals bei Bürgermeisterwahl
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Brandenburg: AfD gewinnt erstmals bei Bürgermeisterwahl

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Der AfD-Politiker René Stadtkewitz hat die Bürgermeisterwahl in Zehdenick nördlich von Berlin gewonnen. Nach Angaben der Wahlleitung erhielt der 60-Jährige bei der Neuwahl 58,4 Prozent der Stimmen und setzte sich damit deutlich gegen seine Mitbewerber durch. Damit stellt die AfD erstmals einen direkt gewählten hauptamtlichen Bürgermeister in Brandenburg.

CHRISTOPHE GATEAU / KEYSTONE
Aufsteller mit Logo des AfD-Landesverbandes Brandenburg (Symbolbild)
CHRISTOPHE GATEAU / KEYSTONE

Der FDP-Kandidat Stephan von Hundelshausen erreichte 28,6 Prozent der Stimmen. Der parteilose Bewerber Wolf-Gernot Richardt kam auf 7,8 Prozent, Dennis Latzke von der Partei des Fortschritts auf 5,2 Prozent. Die Wahl war notwendig geworden, nachdem der bisherige Bürgermeister Alexander Kretzschmar faktisch aus dem Amt ausgeschieden war.

Kretzschmar hatte die Stichwahl im März vergangenen Jahres noch gegen Stadtkewitz gewonnen. Elf Tage nach seinem Amtsantritt meldete sich der parteilose Politiker jedoch krank und nahm seine Amtsgeschäfte seither nicht mehr wahr. Die Verwaltung wurde seitdem vom stellvertretenden Bürgermeister Marco Kalmutzke geführt.

Stadtkewitz war früher CDU-Abgeordneter im Berliner Abgeordnetenhaus und verliess die Partei im Jahr 2010. Anschliessend gründete er die Partei «Die Freiheit», deren Bundesvorsitzender er bis 2013 war. Der Politiker trat 2024 in die AfD ein.

In Brandenburg gab es mit Arne Raue bereits einen hauptamtlichen Bürgermeister mit AfD-Parteibuch. Dieser war jedoch bei seinen Wahlsiegen in Jüterbog noch als parteiloser Kandidat angetreten und trat erst später der AfD bei.

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