Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Bengalos, Seitenschneider, Sturmhauben, Schlagstock, Pfefferspray, Pyros: Lagebericht der Polizei bei Blockade-Aktion an AfD-Parteitag

Anhören ( 2 min )
KI-Stimme
Bengalos, Seitenschneider, Sturmhauben, Schlagstock, Pfefferspray, Pyros: Lagebericht der Polizei bei Blockade-Aktion an AfD-Parteitag
Bengalos, Seitenschneider, Sturmhauben, Schlagstock, Pfefferspray, Pyros: Lagebericht der Polizei bei Blockade-Aktion an AfD-Parteitag
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

 

Interne Lageanalysen der Polizei zum AfD-Bundesparteitag in Erfurt zeichnen ein detailliertes Bild der Proteste und der Sicherheitslage. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen registrierten die Behörden zahlreiche Blockadeversuche, sichergestellte Ausrüstungsgegenstände sowie mehrere mutmasslich gezielt vorbereitete Störaktionen, berichtet die Welt. Trotz der Proteste konnte der Parteitag bis auf eine kurze Unterbrechung stattfinden.

Nach Polizeiangaben beteiligten sich rund 31.000 Menschen an den Demonstrationen, darunter 10.000 bis 12.000 Personen an Blockadeaktionen. Die Behörden zählten rund vierzig Versammlungslagen, etwa 700 unmittelbare Zwangsanwendungen gegen Demonstranten, 950 Identitätsfeststellungen sowie 143 Platzverweise. Bislang wurden 72 Straftaten und dreizehn Ordnungswidrigkeiten registriert. Nach einer ersten Einschätzung der Sicherheitsbehörden beteiligten sich bis zu 1000 Linksextremisten an den Protesten und damit deutlich weniger als im Vorfeld befürchtet.

Sven Kaeuler/DPA/Keystone
Bengalos, Seitenschneider, Sturmhauben, Schlagstock, Pfefferspray, Pyros: Lagebericht der Polizei bei Blockade-Aktion an AfD-Parteitag
Sven Kaeuler/DPA/Keystone

Nach den internen Berichten änderte die Polizei ihre Einsatzstrategie und brachte die Delegierten bereits in der Nacht und in den frühen Morgenstunden auf das Messegelände. Dadurch scheiterten die angekündigten Blockaden des Bündnisses «Widersetzen», die den Parteitag verhindern oder erheblich verzögern sollten. Lediglich eine kurzfristige Unterbrechung entstand, nachdem Unbekannte mehrere Bluetooth-Lautsprecher in der Messehalle versteckt hatten, über die während des Parteitags die Titelmusik des Films «Star Wars» abgespielt wurde.

Bei Kontrollen stiessen die Einsatzkräfte auf mehrere Depots mit mutmasslichem Blockadematerial. Sichergestellt wurden unter anderem Bengalos, Seitenschneider, Sturmhauben, ein Schlagstock, Pfefferspray sowie pyrotechnische Gegenstände. Auf einer Zufahrt zur Autobahn 71 entdeckte die Polizei einen quer abgestellten Mietlastwagen, an dessen Vorderrad bereits eine Radmutter entfernt worden war. Eine Person wollte sich nach Polizeiangaben an dem Fahrzeug festkleben, wurde jedoch daran gehindert.

Für Aufsehen sorgten zudem mehrere ungewöhnliche Vorfälle. Zwei Tatverdächtige hatten nach Angaben der Behörden ihre Fingerkuppen derart bearbeitet, dass eine Identifizierung anhand von Fingerabdrücken zunächst nicht möglich war. In einem weiteren Fall ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der Amtsanmassung, nachdem sich eine Anruferin gegenüber den Beamten als Ermittlungsrichterin ausgegeben hatte. Während des Einsatzes wurden elf Polizeibeamte verletzt, blieben jedoch dienstfähig. Die Sicherheitsbehörden registrierten ausserdem Angriffe auf Journalisten sowie Sachbeschädigungen an einem AfD-Bürgerbüro und einem Dienstleistungszentrum der Bundeswehr.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.