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«Belgien wird verschwinden»: Russlands Ex-Präsident Medwedew und Belgiens Verteidigungsminister gehen im Internet aufeinander los

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«Belgien wird verschwinden»: Russlands Ex-Präsident Medwedew und Belgiens Verteidigungsminister gehen im Internet aufeinander los
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Ein Interview des belgischen Verteidigungsministers Theo Francken hat eine scharfe Reaktion aus Moskau provoziert: Der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew attackierte den Minister in sozialen Netzwerken – und drohte Belgien unverhohlen mit dem Einsatz russischer Atomwaffen, berichtet der Sender Ntv.

Auslöser war ein Gespräch mit dem flämischen Magazin Humo, in dem Francken erklärte: Sollte Russland Brüssel mit einer Rakete angreifen, werde die Nato «Moskau dem Erdboden gleichmachen». Medwedew, inzwischen Vizechef des russischen Sicherheitsrates, reagierte auf X mit der Bemerkung, Francken sei «schwachsinnig». Russland verfüge über eine «echte Weltuntergangswaffe», schrieb Medwedew – gemeint war die Unterwasserdrohne Poseidon mit Atomantrieb.

IVAN SEKRETAREV / KEYSTONE
Russian President Dmitry Medvedev speaks during a news conference at a business school in Skolkovo, outside Moscow, Russia, on Wednesday, May 18, 2011
IVAN SEKRETAREV / KEYSTONE

Als ein Nutzer scherzhaft vorschlug, Belgien als Testgelände für weitere Waffentests zu nutzen, antwortete Medwedew: «Dann wird Belgien verschwinden.» Der belgische Minister wiederum veröffentlichte einen Screenshot der Drohung auf Instagram und erklärte: «Russlands oberster Tyrann hört nie auf, zu drohen und zu beleidigen.» Er nehme jedoch «kein Wort» aus seinem Interview zurück.

Francken betonte, dass die Nato weder im Krieg mit Russland sei noch einen solchen plane. Die russischen Drohgebärden kenne man bereits seit der westlichen Waffenhilfe für die Ukraine, Finnlands Nato-Beitritt oder der Lieferung von Langstreckenraketen. «Der Ausgang ist bekannt: In keinem Fall kam es zu einem Angriff auf den Westen», so Francken.

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