Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

«Baerbock hat es verbockt»: Union fordert Untersuchung der gescheiterten UN-Kandidatur

Anhören ( 2 min )
KI-Stimme
«Baerbock hat es verbockt»: Union fordert Untersuchung der gescheiterten UN-Kandidatur
«Baerbock hat es verbockt»: Union fordert Untersuchung der gescheiterten UN-Kandidatur
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die Union verlangt nach dem Scheitern Deutschlands bei der Wahl um einen nichtständigen Sitz im Uno-Sicherheitsrat eine Befragung der früheren Aussenministerin Annalena Baerbock im Bundestag. CSU-Aussenpolitiker Stephan Mayer fordert, die Grünen-Politikerin müsse dem Auswärtigen Ausschuss die Gründe für die Niederlage erläutern. Mayer erklärte, die Ursachen der Abstimmungsschlappe müssten «lückenlos» aufgearbeitet werden. Baerbock solle darlegen, welche Schritte das Auswärtige Amt während ihrer Amtszeit unternommen habe, um ausreichend Unterstützung für die deutsche Kandidatur zu sichern.

Salvatore Di Nolfi/Keystone
Annalena Baerbock, Präsidentin der Uno-Generalversammlung, in Genf
Salvatore Di Nolfi/Keystone

Die heutige Präsidentin der Uno-Generalversammlung trage Verantwortung für die Vorbereitung der Bewerbung, argumentiert die Union. Auslöser der Forderung ist das überraschende Scheitern Deutschlands bei der Wahl für die Amtsperiode 2027 bis 2028. Die Bundesrepublik erhielt lediglich 104 Stimmen und verfehlte die notwendige Zweidrittelmehrheit deutlich. Portugal setzte sich mit 134 Stimmen durch, Österreich erhielt 131 Stimmen. Deutschland ging damit leer aus.

Auch aus den Ländern kommt Kritik. Hessens Minister für Internationales, Manfred Pentz (CDU), wies Vorwürfe gegen die neue Bundesregierung zurück. «Annalena Baerbock hat es verbockt in ihrer Zeit als Aussenministerin», sagte er der Bild-Zeitung. Die erfolgreiche Vorbereitung früherer deutscher Kandidaturen sei deutlich früher erfolgt.

Aussenminister Johann Wadephul sprach von einer «herben Niederlage» und einer «echten Enttäuschung». Als einen wesentlichen Grund nannte er den späten Beginn der deutschen Bewerbung. Portugal hatte seine Kandidatur bereits 2011 angekündigt, Österreich 2013. Deutschland meldete sein Interesse erst 2019 an.

Für zusätzliche Diskussionen sorgt die Einschätzung des Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger. Er vermutet, dass die umstrittene Personalie Baerbock an der Spitze der Uno-Generalversammlung bei einigen Diplomaten auf Widerstand gestossen sein könnte. Dies habe in New York nicht unbedingt zusätzliche Sympathien für die deutsche Kandidatur geschaffen.

Die Bundesregierung hatte sich von einem Sitz im Sicherheitsrat mehr Einfluss bei internationalen Konflikten wie dem Ukraine-Krieg und dem Nahostkonflikt erhofft. Stattdessen droht nun eine innenpolitische Debatte über die Ursachen der diplomatischen Niederlage.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.