Das KI-Unternehmen Anthropic setzt sich in den USA für zunehmend strengere Sicherheitsvorgaben für künstliche Intelligenz auf Ebene der Bundesstaaten ein. Damit verfolgt das Unternehmen einen anderen Ansatz als der Konkurrent OpenAI, der auf möglichst einheitliche Regelungen in den einzelnen Bundesstaaten hinarbeitet. Dies berichtet «Politico».
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Anthropic wolle nicht in jedem Bundesstaat dieselben Gesetze unterstützen, sagte Cesar Fernandez, Leiter für US-Bundesstaats- und Kommunalpolitik des Unternehmens. Ziel seien Regelungen, «die die Messlatte für die Sicherheit der leistungsfähigsten KI-Systeme deutlich anheben».
OpenAI wirbt dagegen für das Konzept des «Reverse Federalism». Dabei sollen möglichst ähnliche Gesetze in den Bundesstaaten entstehen, um langfristig einen landesweiten Regulierungsrahmen zu schaffen. Eine Sprecherin des Unternehmens erklärte, ein solcher Ansatz erleichtere die Durchsetzung von Vorschriften und schaffe klarere Standards.
Anthropic unterstützte nach eigenen Angaben bereits mehrere strengere Gesetzesvorhaben, darunter in Kalifornien, Illinois und Massachusetts. In Illinois wurde inzwischen ein Gesetz verabschiedet, das führende KI-Unternehmen zu jährlichen unabhängigen Sicherheitsprüfungen verpflichtet. In Massachusetts setzt sich Anthropic für weitergehende Vorgaben ein, darunter unabhängige Bewertungen möglicher Risiken wie den Missbrauch von KI bei der Entwicklung biologischer Waffen sowie Durchsetzungsbefugnisse für die Generalstaatsanwaltschaft.
Beide Unternehmen engagieren sich zudem verstärkt politisch und unterstützen nach Angaben von «Politico» Kandidaten und Gesetzesinitiativen im Zusammenhang mit der Regulierung von künstlicher Intelligenz.