Bundeskanzler Friedrich Merz hat den Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin als «Angriff auf unsere Gesellschaft» verurteilt. Das berichtet der Spiegel unter Berufung auf Merz' Beitrag auf der Plattform X sowie Angaben der Bundesregierung.
Merz bezeichnete die Tat als «abscheulich». «Hunderttausende Menschen aus aller Welt feierten friedlich beim Christopher Street Day. Sie wollten, dass wir gut und tolerant miteinander umgehen. Das ist ein Angriff auf unsere Gesellschaft», schrieb der CDU-Politiker. Nach Angaben eines Regierungssprechers steht der Kanzler in engem Kontakt mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und wird von den Sicherheitsbehörden laufend über die Ermittlungen informiert.
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Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeigte sich erschüttert. Die Tat sei «ein Angriff auf unsere offene Gesellschaft, auf unsere Art zu leben und zusammenzuleben». Dobrindt sprach von einer «feigen, abscheulichen Attacke auf friedlich feiernde Menschen» und kündigte an, die Hintergründe der Tat rasch aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Der Christopher Street Day war am Samstagabend abgebrochen worden, nachdem ein Auto am Rande der Veranstaltung in eine Menschenmenge gefahren war. Nach Angaben des Spiegel wurde eine Frau getötet, 16 weitere Menschen wurden verletzt, mehrere von ihnen lebensgefährlich. Der Fahrer flüchtete. Die Ermittler identifizierten einen 21-jährigen Tatverdächtigen, der den Behörden als Islamist bekannt sein soll und nach Spiegel-Informationen mit der Terrororganisation «Islamischer Staat» sympathisiert haben soll. Nach dem Mann wird gefahndet.