Alice Weidel und Tino Chrupalla bleiben an der Spitze der AfD. Der Bundesparteitag in Erfurt bestätigte Weidel mit 81,3 Prozent der Delegiertenstimmen im Amt, womit sie ihr Ergebnis von vor zwei Jahren leicht verbesserte. Chrupalla erhielt 70,05 Prozent und musste damit einen deutlichen Rückgang gegenüber 2024 hinnehmen. Gegenkandidaten traten nicht an. Die Delegierten entschieden zudem, die Doppelspitze der Partei beizubehalten.
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Personell setzte der Parteitag wichtige Signale. Der Thüringer AfD-Co-Chef Stefan Möller, ein enger Vertrauter von Björn Höcke, wurde zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt. Möller wies zugleich den Eindruck zurück, von Höcke gesteuert zu werden, und erklärte, der Erfolg der AfD in Thüringen beruhe nicht auf Radikalisierung, sondern auf einer breiteren Wählerschaft. Ebenfalls zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurden Sven Tritschler und Katrin Ebner-Steiner. Hannes Gnauck setzte sich als neuer Bundesschatzmeister durch.
Bemerkenswert war zudem, dass Weidel eine von Höcke unterstützte Debatte über eine Lockerung der Aufnahmeregeln für frühere Mitglieder extremistischer Parteien verhinderte. Die Initianten zogen ihren Antrag zurück. Der Parteitag fand vor dem Hintergrund bundesweit hoher Umfragewerte für die AfD und umfangreicher Proteste in Erfurt statt. Trotz Blockaden begann das Treffen planmässig. Mit Blick auf die Landtagswahlen im Osten im September verbindet die Partei Hoffnungen auf ihre erste Regierungsbeteiligung.