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Neunzig Milliarden Euro für die Ukraine: Von der Leyen besiegelt Drohnenpakt mit Kiew

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Neunzig Milliarden Euro für die Ukraine: Von der Leyen besiegelt Drohnenpakt mit Kiew
Neunzig Milliarden Euro für die Ukraine: Von der Leyen besiegelt Drohnenpakt mit Kiew
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Die Europäische Union und die Ukraine wollen künftig gemeinsam Drohnen entwickeln und produzieren. EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj unterzeichneten am Mittwoch in Kiew ein entsprechendes Abkommen. Ziel ist es, die industrielle Kapazität der EU mit den im Krieg gewonnenen Erfahrungen der Ukraine zu verbinden. Darüber berichtet Euronews.

SERGEY DOLZHENKO / KEYSTONE
Wolodymyr Selenskyj und Ursula von der Leyen nach ihrer Pressekonferenz in Kiew
SERGEY DOLZHENKO / KEYSTONE

Nach Angaben Selenskyjs produziert die Ukraine derzeit rund zehn Millionen Drohnen pro Jahr. Diese Zahl solle auf zwanzig Millionen verdoppelt werden. Drohnen hätten das Schlachtfeld grundlegend verändert und der Ukraine geholfen, den personellen Nachteil gegenüber Russland auszugleichen sowie Angriffe tief im russischen Hinterland durchzuführen.

Finanziert werden soll die Zusammenarbeit unter anderem über den neunzig Milliarden Euro schweren EU-Unterstützungskredit für die Ukraine sowie das europäische Rüstungsprogramm Safe, aus dem noch rund zehn Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Eine erste Milliarde Euro wurde am Mittwoch ausbezahlt. Bislang hatten einzelne EU-Staaten eigene Vereinbarungen mit der Ukraine geschlossen. Das neue Abkommen öffnet die Zusammenarbeit nun für alle 27 Mitgliedstaaten.

Ein zentrales Element ist die geplante Produktion und vorübergehende Lagerung von Drohnen auf dem Gebiet der Europäischen Union. Dadurch sollen die Systeme besser vor russischen Angriffen geschützt werden. Wegen der rasanten technischen Entwicklung sollen die Drohnen allerdings nur wenige Monate eingelagert und anschliessend entweder an die Ukraine oder an EU-Mitgliedstaaten – insbesondere an der Ostflanke der Nato – ausgeliefert werden.

Nach Angaben von der Leyens plant die EU langfristig, die Zusammenarbeit auch auf die Entwicklung ballistischer und antiballistischer Raketensysteme auszuweiten. Dieses Vorhaben befindet sich jedoch noch in einem frühen Stadium. «Jetzt ist die Zeit, in die Ukraine, in Europa und in unsere gemeinsame Sicherheit zu investieren», sagte die Kommissions-Präsidentin.

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