Der April macht, was er will, und der Volksmund sagt, was er will. Den besten Ruf hat er ja nicht, der Volksmund. Die Fachsprache behandelt ihn stiefmütterlich. In Wörterbüchern kommt er kaum vor, Einträge wie «Mümmelmann» für Hase werden als «scherzhaft», «familiär» oder «umgangssprachlich» bezeichnet. Die Presse aber liebt ihn, dort führt der Volksmund oft das grosse Wort. Im Moment ist wegen umstrittener Leerkündigungen viel die Rede von den Zürcher Sugus-Häusern; sie werden so genannt, weil die farbigen Fassaden an die quadratischen Fruchtbonbons erinnern. Der Volksmund, wie er leibt und lebt.
Man denkt unwillkürlich an den «Fleischkäse» – Form und F ...