Severin Schwan ist keiner, der zu Alarmismus neigt. Der langjährige Roche-Chef, heute Verwaltungsratspräsident des Basler Pharmakonzerns, gilt als analytisch, nüchtern und bedacht. Umso bemerkenswerter waren seine Aussagen am Swiss Economic Forum dieser Tage in Interlaken.
Bereits bei der Wortwahl setzte Schwan einen Akzent. Auf die Frage nach einer möglichen Vereinbarung mit den USA widersprach er dem Begriff «Deal». «Wenn dir jemand die Pistole an die Brust setzt und sagt, wenn du da nicht unterschreibst, dann haben wir auch morgen 200 Prozent Zölle, würde ich das nicht unbedingt als Deal bezeichnen.» Was dort stattfinde, sei «im Grunde genommen kaltblütige Erpressu ...