Etwas ist gang. Niemand versteht das. Etwas ist gäbe. Das versteht niemand. Aber wenn es heisst, etwas sei gang und gäbe (allgemein üblich), dann fällt der Groschen, existiert diese Wendung doch nur noch in dieser Zwillingsformel. Gang und gäbe ist die einzig richtige Schreibweise, sagen wir es klipp und klar, um ein anderes stabreimendes Wortpaar zu bemühen, auch wenn man ab und zu gang und gebe liest oder sogar Gang und Gebe.
Der attributive Gebrauch gilt heute nicht mehr als korrekt. Thomas Mann durfte noch schreiben: [. . .] denn erregend ist es, von einem grossen Mann einmal nicht mit gang und gäber Schwärmerei, sondern mit Ruhe und Trockenheit [. . .] reden zu ...