Die Stadt Halle (Saale) hat vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 1184 Briefwahlunterlagen versehentlich doppelt verschickt und die betroffenen Wahlscheine für ungültig erklärt. Dies teilte die Stadtverwaltung mit.
Ursache sei ein technischer Fehler bei einem Vertragspartner der Stadt gewesen. Die betroffenen Wähler erhalten unverzüglich neue Briefwahlunterlagen mit einem neuen, gültigen Wahlschein.
Kreiswahlleiter Egbert Geier erklärte, die Integrität der Wahl sei zu jedem Zeitpunkt gewährleistet gewesen. Auch die Landeswahlleiterin sei über den Vorfall informiert worden.
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Erst wenige Tage zuvor waren in Magdeburg 440 Wahlscheine doppelt versendet worden. Die erneute Panne fällt in eine Debatte über die Sicherheit der Briefwahl vor der Landtagswahl am 6. September.
Die AfD hatte Zweifel an deren Sicherheit geäussert. Landeswahlleiterin Christa Dieckmann wies Spekulationen zurück, wonach die Briefwahl unsicher und leicht manipulierbar sei. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hatte zudem zur Aufmerksamkeit bei der Stimmabgabe in Pflegeheimen aufgerufen, zugleich aber eingeräumt: «Belegen kann man das nicht. Aber wir alle wissen, wie das oftmals läuft.» Der Biva-Pflegeschutzbund erklärte, für entsprechende Mutmassungen lägen keine Hinweise vor.