Die Veröffentlichung der ZDF-Reihe «Inside CDU» sorgt für erhebliche Diskussionen in Medien und sozialen Netzwerken. Die Filmemacher begleiteten Spitzenpolitiker der Union über Monate hinweg bei Terminen und internen Beratungen.
Im Fokus der Aufmerksamkeit steht vor allem Philipp Amthor, Staatsminister im Bundeskanzleramt. Szenen, in denen er im Fond einer schweren Limousine chauffiert wird, stolz sein geräumiges Büro zeigt oder seinen Karrieresprung ins Kanzleramt kommentiert, gingen rasch viral.
In den Besprechungen fällt das Echo gespalten bis scharf aus. Medien wie die Welt und der Focus beschreiben die Reihe als Dokument einer ratlosen Partei im Abstiegskampf, in der Amthor fast unfreiwillig als tragikomische Hauptfigur und Hoffnungsträger zugleich inszeniert werde.
Im Netz spotteten viele Nutzer über eine wahrgenommene Abgehobenheit und die teils pompöse Selbstdarstellung des Nachwuchspolitikers, die in starkem Kontrast zur Krisenstimmung an der Parteibasis stehe. Andere Beobachter attestieren Amthor hingegen analytische Schärfe, da er vor den Kameras ungewohnt offen die existenzielle Bedrohung der Christdemokraten durch die AfD und den Reformdruck der Parteiführung thematisiert.
Er ist halt ganz nah am Bürger, der Philipp.
— #MadeInGermany2035 🇪🇺🤝🇩🇪 (@42tw1tter1sd3ad) September 24, 2026
So nahbar, so menschlich, so down to earth. Ein Macher. Einer der ans Land denkt. Und sich selbst ganz hinten anstellt.
Kanzler Amthor. Das wäre doch was. 😍 pic.twitter.com/8kctbmqJ94
Die mehrteilige Dokumentation «Inside CDU» sowie der Begleitfilm sind in der ZDF-Mediathek verfügbar.