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«Wo sind die Beweise?»: Putin weist deutsche Vorwürfe zum Drohnenangriff in Leipzig zurück

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«Wo sind die Beweise?»: Putin weist deutsche Vorwürfe zum Drohnenangriff in Leipzig zurück
«Wo sind die Beweise?»: Putin weist deutsche Vorwürfe zum Drohnenangriff in Leipzig zurück
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Russlands Präsident Wladimir Putin hat die deutschen Strafmassnahmen nach dem mutmasslich russischen Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle als «schweren Fehler» bezeichnet und jede Verantwortung Moskaus zurückgewiesen. «Wo sind die Beweise?», fragte Putin bei einer Pressekonferenz in Bischkek. Die von Deutschland vorgebrachten Belege bezeichnete er als «gefälscht». Das berichtet der Tagesspiegel.

Mikhail Metzel/AP/Keystone
Russlands Präsident Wladimir Putin im Kreml in Moskau
Mikhail Metzel/AP/Keystone

Berlin hatte Russland am Dienstag erstmals offiziell für den versuchten Anschlag vom 4. August verantwortlich gemacht. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärte gemeinsam mit Aussenminister Johann Wadephul (CDU), polizeiliche Ermittlungen, das Tatmuster und Erkenntnisse der Nachrichtendienste ergäben zusammen ein klares Bild. Am Tatort seien eine Drohnenkonfiguration, Sprengstoff und Zündtechnik gefunden worden, die aus anderen russischen Operationen bekannt seien. Zudem gebe es Hinweise auf Personen, die im Auftrag russischer staatlicher Stellen gehandelt hätten. Die Planung sei professionell gewesen, die Ausführung dagegen sogenannten Low-Level-Agenten überlassen worden. Dobrindt warnte zugleich, Leipzig sei kein Einzelfall. Deutschland müsse mit weiteren russischen Sabotageaktionen rechnen, bei denen auch grössere Schäden in Kauf genommen würden. «Wir befinden uns nicht im Krieg, aber wir sind tägliches Ziel hybrider Kriegsführung», sagte er.

Wadephul kündigte daraufhin ein ganzes Massnahmenpaket an: Das russische Generalkonsulat in Bonn soll am 18. September geschlossen, der Vertrag mit dem Russischen Haus in Berlin gekündigt und der russische Botschafter einbestellt werden. Zudem will Berlin die Einreisekontrollen für russische Staatsbürger verschärfen, den Druck auf Russlands sogenannte Schattenflotte erhöhen und sich in der EU für Sanktionen gegen weitere russische Verantwortliche einsetzen. Die deutsche Unterstützung für die Ukraine soll ausdrücklich fortgesetzt werden.

Moskau kündigte «spiegelbildliche» Gegenmassnahmen an. Putin griff zudem Kanzler Friedrich Merz persönlich an: Dieser habe «das Vertrauen der Bürger verloren, da er die nationalen Interessen Deutschlands nicht schützt». Die Anschuldigungen gegen Russland sind nach Putins Darstellung vor allem ein Versuch, von innenpolitischen Problemen abzulenken.

Bei dem Vorfall war eine Sprengstoffdrohne im Sicherheitsbereich des Flughafens zwischen ukrainischen Antonow-Frachtmaschinen entdeckt worden. Eine zweite Drohne soll mit einem DHL-Frachtflugzeug kollidiert sein. Später fanden Ermittler eine dritte Drohne sowie Sprengstoff auf einem Feld im benachbarten Sachsen-Anhalt. Die Bundesanwaltschaft spricht von einem «schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland».

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