Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

«Wir werden Dollar für Dollar reagieren»: Kanadas Premier Mark Carney spricht von Handelskrieg und kündigt Gegenzölle gegen die USA an

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
«Wir werden Dollar für Dollar reagieren»: Kanadas Premier Mark Carney spricht von Handelskrieg und kündigt Gegenzölle gegen die USA an
«Wir werden Dollar für Dollar reagieren»: Kanadas Premier Mark Carney spricht von Handelskrieg und kündigt Gegenzölle gegen die USA an
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Der Handelsstreit zwischen den USA und Kanada verschärft sich: Ottawa will die neuen amerikanischen Strafzölle vollständig mit eigenen Aufschlägen beantworten. «Wir werden Dollar für Dollar reagieren, um unsere Arbeitnehmer und Unternehmen zu schützen», kündigte Kanadas Premierminister Mark Carney an. Die Gegenmassnahmen sollen vor allem die amerikanische Stahl- und Milchindustrie treffen und am 8. September in Kraft treten.

Patrick Doyle/AP/Keystone
Kanadas Premier Mark Carney kündigt Gegenzölle auf US-Strafzölle an
Patrick Doyle/AP/Keystone

Auslöser sind neue US-Zölle von 50 Prozent auf ausgewählte kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden Dollar. Betroffen sind Produkte von Hockeyschlägern und Wein bis zu Zement. Washington belegt erstmals auch Waren mit zusätzlichen Abgaben, die eigentlich unter das nordamerikanische Freihandelsabkommen USMCA fallen. Insgesamt machen die betroffenen Güter rund 5,5 Prozent der kanadischen Exporte in die USA aus.

Carney spricht inzwischen offen von einem Handelskrieg. «Man befindet sich im Krieg, wenn man angegriffen wird. Wir sind angegriffen worden», sagte der Regierungschef. Die amerikanischen Forderungen seien «unfair» und «wirtschaftlich unsinnig». Ottawa werde Washington nicht geben, was es verlangt habe. Unterstützung erhielt Carney vom Premier der Provinz Ontario, Doug Ford: «Man kann Präsident Trump nicht trauen, so einfach ist das.»

Trump reagierte seinerseits mit scharfen Worten – und griff erneut seine alte Forderung auf, Kanada solle zum 51. Bundesstaat der USA werden. «Kanada will die Vorteile eines Staates haben, ohne einer zu sein», schrieb der US-Präsident auf Truth Social. Zudem warf er Kanada vor, amerikanische Landwirte jahrelang mit hohen Zöllen belastet zu haben. «Damit ist es nun vorbei.»

Washington gibt Ottawa die Schuld am Scheitern der tagelangen Verhandlungen. US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer erklärte, Kanada habe zuvor vereinbarte Bedingungen nicht akzeptiert. Die USA hätten im Gegenzug niedrigere Zölle auf Stahl, Autos, Holz und Aluminium angeboten. Trotz einer zwischenzeitlich verkündeten Grundsatzeinigung gelang beiden Seiten keine Einigung. Nun stehen neue amerikanische Zölle und kanadische Gegenmassnahmen bevor.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 06.10.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.