AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund will Sachsen-Anhalt nur mit einer eigenen parlamentarischen Mehrheit regieren und lehnt Unterstützung durch das BSW bei seiner Wahl zum Ministerpräsidenten ab. Dies berichtet die Welt.
Auch eine mögliche Enthaltung des BSW im dritten Wahlgang, die Siegmund unter bestimmten Mehrheitsverhältnissen ins Amt bringen könnte, weist er zurück. «Und wie soll ich denn ohne eine Mehrheit im Parlament eine vernünftige Regierung hier über fünf Jahre gewährleisten? Insbesondere die erste AfD-geführte Regierung. Das muss stabil sein», sagte Siegmund.
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Der AfD-Politiker fordert deshalb eine absolute Mehrheit. «Wir schaffen es nur alleine. Deswegen 45 Prozent plus X. Und deswegen die absolute Mehrheit. Das ist der einzige Weg, um dieses Land hier zu retten.»
BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht hatte zuvor eine andere Möglichkeit ins Spiel gebracht. Ihr Wahlziel sei ein überparteilicher Ministerpräsident, der mit einem Kompetenzkabinett und wechselnden Mehrheiten regiere, «auch mit der AfD». Lehnten andere Parteien dieses Modell ab, werde sich das BSW im dritten Wahlgang enthalten.
In einer Insa-Umfrage liegt die AfD bei 42 Prozent. Die CDU erreicht 22 Prozent, die Linke 13, die SPD 6 und das BSW 5 Prozent. Damit wäre die AfD stärkste Kraft, hätte nach derzeitigem Stand aber keine eigene absolute Mehrheit.