EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen fällt in Deutschland, Frankreich und Spanien in einer Umfrage bei der Mehrheit durch – in Frankreich kennt mehr als jeder Fünfte nicht einmal ihren Namen. Das zeigt eine von Politico beim Meinungsforschungsinstitut Public First in Auftrag gegebene Umfrage.
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In Deutschland und Spanien bezeichnete jeweils nur ungefähr jeder Fünfte von der Leyens Arbeit als gut, in Frankreich waren es lediglich 12 Prozent. Besonders kritisch fällt das Urteil in ihrem Heimatland Deutschland aus: 45 Prozent bewerten ihre Amtsführung negativ. Mehr als die Hälfte der befragten AfD-Wähler bezeichnete ihre Arbeit sogar als «sehr schlecht».
In Frankreich und Spanien fällt vor allem die geringe Bekanntheit der Kommissions-Präsidentin auf. Mehr als 20 Prozent der Franzosen gaben an, von der Leyen nicht zu kennen. In Spanien waren es 10 Prozent, in Deutschland 5 Prozent. Viele weitere Befragte wollten ihre Arbeit weder positiv noch negativ bewerten.
Die Umfrage erschien unmittelbar vor von der Leyens jährlicher Rede zur Lage der Europäischen Union. Auch deren Resonanz dürfte überschaubar bleiben: In allen drei Ländern erklärte nur etwa jeder Zehnte, die Rede aufmerksam verfolgen zu wollen. Rund ein Drittel will ihr zumindest teilweise folgen. In Frankreich und Spanien sagte mehr als die Hälfte, die Ansprache nicht verfolgen zu wollen oder noch nie davon gehört zu haben.
Für einen Kontrolltest fragten die Meinungsforscher zudem nach einer frei erfundenen «European Convention of Authority». Auch hier erklärten Teilnehmer, sie wollten die angebliche Veranstaltung verfolgen. Das deutet darauf hin, dass selbst die gemessene Aufmerksamkeit für die tatsächliche EU-Rede mit Vorsicht zu interpretieren ist.