Daimler Truck hat im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch von 48 Prozent verzeichnet, hebt jedoch seine Prognose für das Gesamtjahr an. Dies teilt das Unternehmen mit. Das Konzernergebnis sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 245 Millionen auf 128 Millionen Euro.
Als Belastung nennt der Dax-Konzern vor allem die Zölle. Diese hätten sich «weiterhin belastend auf die Profitabilität ausgewirkt», teilte das Unternehmen mit. Der Umsatz stieg zwar um fünf Prozent auf rund 12,3 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) ging jedoch um neun Prozent auf 360 Millionen Euro zurück. Im Industriegeschäft fiel der Rückgang mit 20 Prozent noch stärker aus.
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Bei den Verkäufen verzeichnete Daimler Truck dagegen ein Plus. Im zweiten Quartal setzte der Konzern 86.707 Lastwagen und Busse ab, acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Konzernchefin Karin Rådström erklärte, die starke Entwicklung in Nordamerika, höhere erwartete Absatzzahlen und eine geringere Zollbelastung im weiteren Jahresverlauf stärkten das Vertrauen in die angehobene Jahresprognose.
Der Nutzfahrzeughersteller steht bereits seit Längerem unter Druck. Nach einem Gewinnrückgang von 34 Prozent im Jahr 2025 war das Konzernergebnis im ersten Quartal 2026 um 80 Prozent eingebrochen. Mit dem Sparprogramm «Cost Down Europe» will Daimler Truck die laufenden Kosten in Europa bis 2030 um mehr als eine Milliarde Euro senken. In Deutschland sollen dafür rund 5000 Stellen wegfallen.