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Wegen Luxus-Immobilien: Antikorruptionsbehörde ermittelt gegen ukrainische Ex-Botschafterin

Die ukrainische Antikorruptionsbehörde Nabu ermittelt gegen die frühere Botschafterin in den USA, Olha Stefanischyna, wegen des Verdachts der illegalen Bereicherung. Dies berichtet die Welt. Gegen die 40-Jährige wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der Vorwurf bezieht sich auf Vermögenswerte im Gegenwert von umgerechnet rund 270.000 Euro.

HELMUT FOHRINGER / KEYSTONE
Olha Stefanischyna an einer Medienkonferenz in Wien
HELMUT FOHRINGER / KEYSTONE

Nach Angaben der Ermittler geht es um nicht deklarierte Luxus-Immobilien und weitere Vermögenswerte, deren Wert das offiziell gemeldete Einkommen der Diplomatin übersteigen soll. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Stefanischyna Anfang der Woche als Botschafterin in Washington entlassen. Eine Nachfolge wurde bislang nicht benannt.

Stefanischyna weist die Vorwürfe zurück. Sie sprach von einem «Sturm im Wasserglas». Gegen sie wurde eine Kaution von umgerechnet rund 120.000 Euro festgesetzt. Medienberichten zufolge soll ihre Mutter bereits 2022 eine Wohnung im Zentrum von Kiew deutlich unter dem Marktpreis erworben haben. Stefanischyna war damals Vizeregierungschefin und Justizministerin.

Die Botschaft in Washington gilt für die Ukraine als diplomatisch besonders bedeutend, da das Land auf militärische Unterstützung und Geheimdienstinformationen aus den USA angewiesen ist. Korruptionsvorwürfe gegen Politiker und Staatsbedienstete beschäftigen die Ukraine seit Jahren. Nach Einschätzung von Transparency International zählt Korruption trotz verschiedener Reformen weiterhin zu den grössten Hindernissen auf dem Weg zu einem EU-Beitritt.

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