Wegen Iran-Krieg: EU importiert mehr russisches Flüssiggas
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Wegen Iran-Krieg: EU importiert mehr russisches Flüssiggas

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Die EU hat im ersten Quartal deutlich mehr Flüssiggas aus Russland importiert und damit ihre Bezüge aus dem Jamal-Projekt in Sibirien ausgeweitet. Dies berichtet die Financial Times unter Berufung auf Daten des Energieanalyseunternehmens Kpler. Demnach stiegen die Importe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf rund 5 Millionen Tonnen.

Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.
Mitarbeitende in der Enagas-Flüssiggasanlage in Barcelona (Symbolbild)
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EU-Mitgliedstaaten gaben laut Schätzungen der Umweltorganisation Urgewald rund 2,88 Milliarden Euro für Gas aus der Anlage aus. Hintergrund ist ein angespannter globaler Markt infolge des Nahostkonflikts.

Die EU nahm 69 von 71 Jamal-Ladungen auf, was 97 Prozent entspricht. Im Vorjahr lag der Anteil bei 87 Prozent. Allein im März wurden 25 Lieferungen registriert, insgesamt 1,8 Millionen Tonnen. Lieferungen nach Asien gingen dagegen zurück, unter anderem wegen EU-Regeln, die Umladungen russischen LNGs in europäischen Häfen untersagen.

Trotz steigender Importe hält die EU an ihrem geplanten Importverbot für russisches LNG fest, das ab Januar 2027 greifen soll. Kurzfristige Verträge sind bereits untersagt. Gleichzeitig bleibt die Abhängigkeit von anderen Lieferanten hoch: Mehr als zwei Drittel der LNG-Importe stammen 2026 aus den USA.

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