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Wegen ihrer Haltung zur AfD: Gastronom will BSW-Spitzenkandidatin nicht mehr in seinen Lokalen

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Wegen ihrer Haltung zur AfD: Gastronom will BSW-Spitzenkandidatin nicht mehr in seinen Lokalen
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Ein Gastronom in Halle will BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig nicht mehr in seinen drei Lokalen bewirten. Hintergrund ist ihre politische Haltung zur AfD. Betreiber Steffen Hansen bestätigte der Bild, dass er Wittig gebeten habe, künftig auf Besuche zu verzichten. Ein ausdrückliches Hausverbot habe er jedoch nicht ausgesprochen. Wittig ist stellvertretende BSW-Fraktionschefin im Landtag von Sachsen-Anhalt und Spitzenkandidatin ihrer Partei.

PETER GERCKE / KEY
Claudia Wittig, BSW-Spitzenkandidatin in Sachsen-Anhalt
PETER GERCKE / KEY

Ausgangspunkt war ein privates Frühstück Wittigs mit ihrem Mann im Café «Roter Horizont» in Halle. Nach Angaben aus ihrem Umfeld sprach sie dort ein ihr unbekannter Gast auf ihre Politik an und beschimpfte sie. Dabei soll auch das Wort «Nazi» gefallen sein. Wittig habe erklärt, privat unterwegs zu sein und nicht über Politik diskutieren zu wollen.

Wenige Tage später erhielt sie laut Bild eine E-Mail des Betreibers. Ihr Besuch habe «hohe Wellen geschlagen», schrieb Hansen demnach. Er bat Wittig, sowohl den «Roten Horizont» als auch seine beiden anderen Lokale künftig zu meiden. Zur Begründung hiess es, man unterstütze keine Politik «vom rechten Rand» und auch niemanden, der diese unterstütze.

Wittig lehnt eine pauschale «Brandmauer» zur AfD ab und befürwortet eine Zusammenarbeit bei einzelnen Sachfragen. Eine Koalition mit der AfD oder die Wahl von AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten schliesst sie laut Bild jedoch aus. Zu dem Vorfall sagte sie lediglich: «Öffentliche Debatten- und Gesprächsräume müssen erhalten bleiben. Die Welt wird nicht besser, wenn sich die gesellschaftlichen Fronten immer weiter verhärten.»

Der BSW-Kreisverband Halle/Saalekreis spricht von einem politisch motivierten Hausverbot. Hansen widerspricht dieser Bezeichnung: «Ich habe kein ausdrückliches Hausverbot ausgesprochen, sondern Frau Wittig gebeten, auf einen weiteren Besuch bei uns zu verzichten.» Er wolle damit künftig ähnliche unangenehme Situationen in seinen Lokalen vermeiden. Seit der Fall öffentlich wurde, erhält der Gastronom nach eigenen Angaben zahlreiche negative Nachrichten und Bewertungen.

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