Die frühere britische Ministerin Edwina Currie hat vorgeschlagen, für 1200 Migranten in einem kleinen Dorf eigens ein Bordell einzurichten. Die ehemalige Politikerin der Conservative Party äusserte sich bei einer Diskussionsrunde über die geplante Unterbringung von Asylbewerbern auf einem früheren Militärgelände nahe Little Piddington in Buckinghamshire.
Andreas Arnold/Keystone
In der Radiosendung der Times sprach Currie zunächst über mögliche soziale Folgen, wenn eine grosse Zahl junger Männer in einer kleinen ländlichen Gemeinde untergebracht wird. «Ich bin mir nicht sicher, ob ich das sagen darf, wahrscheinlich werden Sie mich im Nu zum Schweigen bringen», sagte sie.
Anschliessend erklärte Currie: «Aber was 1200 junge Männer mitten in einem Dorf wie Little Piddington offensichtlich brauchen, ist ein Bordell.» Sie fügte hinzu, dass ein solcher Vorschlag wahrscheinlich nicht umgesetzt werde.
Der Autor und Kommentator Andrew Wilson griff die Äusserung in der Diskussion auf und fragte, wie die Asylbewerber ansonsten ihre Freizeit verbringen sollten.
Thema der Runde war auch eine Forderung des Labour-Politikers Andy Burnham, Asylbewerber stärker in wohlhabenderen Gegenden unterzubringen. Currie war von 1986 bis 1988 Staatsministerin im britischen Gesundheitsministerium unter Premierministerin Margaret Thatcher.