Die spanische Polizei hat in Ceuta ein improvisiertes Migrantenlager mit rund 3000 Bewohnern geräumt – gut eine Woche vor dem Besuch von König Felipe VI. und Königin Letizia in der nordafrikanischen Exklave. Ein Sprecher des spanischen Innenministeriums sagte Reuters, die Menschen seien am Sonntag vom Trampolin-Strand in provisorische Unterkünfte gebracht worden. Dort sollen ihre Fälle bearbeitet werden; alternativ können sie nach Marokko zurückkehren.
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Das Lager aus Zelten und notdürftigen Behausungen war vor rund zwei Monaten entstanden. Ende Juli hatten mehr als 72.000 Menschen die Grenze von Marokko nach Ceuta überquert. Die meisten kehrten später zurück, mindestens 10.000 Migranten befinden sich laut Reuters jedoch weiterhin in der spanischen Exklave.
Für Ceuta ist das eine erhebliche Belastung: In dem nur rund 80.000 Einwohner zählenden Gebiet halten sich damit zusätzlich Tausende Migranten auf. Viele von ihnen schlafen im Freien oder in provisorischen Lagern. Am Samstag demonstrierten Einwohner gegen ihre Anwesenheit und forderten, dass die Migranten Ceuta verlassen.
Die Räumung fällt unmittelbar vor einen politisch sensiblen Termin. Felipe und Letizia werden am 13. und 14. Oktober in Ceuta erwartet. Für Felipe ist es der erste Besuch in der Exklave seit Beginn seiner mittlerweile zwölfjährigen Regentschaft.