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Von US-Steuerzahlern finanziert, von Islamisten übernommen: 25 Jahre nach 9/11 sitzen die Taliban noch immer auf amerikanischen Waffen im Wert von sieben Milliarden Dollar

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Von US-Steuerzahlern finanziert, von Islamisten übernommen: 25 Jahre nach 9/11 sitzen die Taliban noch immer auf amerikanischen Waffen im Wert von sieben Milliarden Dollar
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Fünf Jahre nach dem Abzug der USA aus Afghanistan verfügen die Taliban über amerikanisch finanzierte Waffen und Militärausrüstung im Wert von rund sieben Milliarden Dollar. Das Material war ursprünglich für die afghanischen Streitkräfte bestimmt. Als deren Armee im Sommer 2021 zusammenbrach und die Taliban das Land zurückeroberten, fielen Fahrzeuge, Waffen und andere Ausrüstung in die Hände der Islamisten. Wie CBS News aus Kabul berichtet, patrouillieren Taliban-Kämpfer heute mit amerikanischen Humvees, US-Waffen und taktischer Ausrüstung durch die Hauptstadt – 25 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001, die den amerikanischen Krieg in Afghanistan auslösten.

Ebrahim Noroozi/AP Photo/Keystone
Taliban-Kämpfer vor der US-Botschaft in Kabul (Symbolbild)
Ebrahim Noroozi/AP Photo/Keystone

Die sieben Milliarden Dollar gehen auf Pentagon-Zahlen zurück. Die Taliban präsentieren Teile des übernommenen Arsenals inzwischen demonstrativ bei Militärparaden. Bereits kurz nach der Machtübernahme zeigte sich ihre Eliteeinheit «Badri 313» mit amerikanischen Fahrzeugen, Waffen und Kommandoausrüstung. Das Material stammt damit nicht in erster Linie aus Beständen, die amerikanische Soldaten bei ihrem Abzug zurückliessen, sondern aus der jahrelangen Aufrüstung der afghanischen Armee durch die USA.

Eine Rückgabe lehnen die Taliban ab. Aussenamtssprecher Abdul Qahar Balkhi sagte CBS News, die Ausrüstung gehöre inzwischen «dem Staat Afghanistan». Auf den Hinweis, dass amerikanische Steuerzahler das Material finanziert hätten, entgegnete er: «Die Amerikaner haben viele Dinge getan. Amerikaner haben viele Menschen getötet und den grössten Teil des Landes zerstört. Sollten sie nicht zuerst dafür bezahlen?»

US-Präsident Donald Trump fordert die Waffen zurück und macht seinen Vorgänger Joe Biden für das Debakel verantwortlich. Biden setzte 2021 den Abzug der US-Truppen um und hielt daran auch fest, als die Taliban immer schneller vorrückten. Innerhalb weniger Wochen brachen die von Washington über Jahre aufgebauten afghanischen Streitkräfte zusammen, die Taliban nahmen Kabul ein und übernahmen dabei auch amerikanisch finanzierte Waffen und Fahrzeuge im Milliardenwert. Biden verteidigte den Abzug dennoch: Er habe den zwanzigjährigen Krieg nicht weiterführen wollen. Ein späterer Bericht des US-Aussenministeriums kritisierte allerdings die Vorbereitungen auf den Zusammenbruch Afghanistans; zugleich machte er auch Versäumnisse der ersten Trump-Regierung aus, die den Abzug zuvor mit den Taliban vereinbart hatte.

Der Krieg in Afghanistan kostete mehr als 2400 amerikanische Soldaten und Zehntausende afghanische Zivilisten das Leben. Ein Vierteljahrhundert nach 9/11 und fünf Jahre nach dem Ende des westlichen Militäreinsatzes herrschen die Taliban wieder über Afghanistan – und verfügen über Milliardenwerte jenes amerikanisch finanzierten Arsenals, mit dem die afghanischen Streitkräfte einst gegen sie kämpfen sollten.

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