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Von der Leyen in Nuuk: EU schmiedet engeres Bündnis mit Grönland

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Von der Leyen in Nuuk: EU schmiedet engeres Bündnis mit Grönland
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Die EU will ihre Zusammenarbeit mit Grönland ausbauen und dafür Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe zusagen, während US-Präsident Donald Trump weiterhin Anspruch auf die strategisch wichtige Arktisinsel erhebt. EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen ist am Sonntag zu einem zweitägigen Besuch in der grönländischen Hauptstadt Nuuk eingetroffen. «Wir sind Familie», erklärte sie zur Partnerschaft mit Grönland. Am Montag soll eine neue gemeinsame Erklärung unterzeichnet werden.

Olivier Matthys/EPA/Keystone
Ursula von der Leyen bei einer Sitzung der EU-Kommission (Symbolbild)
Olivier Matthys/EPA/Keystone

Am Flughafen wurde von der Leyen vom grönländischen Ministerpräsidenten Jens Frederik Nielsen und der dänischen Regierungschefin Mette Frederiksen empfangen. Grönland gehört zum Königreich Dänemark, verfügt jedoch über weitgehende Autonomie. Die Insel zählt nur knapp 57.000 Einwohner, besitzt aber grosse Vorkommen kritischer Rohstoffe und liegt strategisch zwischen Nordamerika und Europa.

Damit bekommt von der Leyens Besuch eine geopolitische Dimension. Trump will Grönland unter amerikanische Kontrolle bringen und begründet dies mit Sicherheitsinteressen der USA. Dänemark sei nicht in der Lage, die grösste Insel der Welt gegen Russland und China zu schützen, argumentiert der US-Präsident. Zuletzt erneuerte er seine Forderungen im Juli und verknüpfte sie mit der Überprüfung der amerikanischen Truppenpräsenz in Europa. Demnach könnten die USA ihren Beitrag zur Abschreckung Russlands reduzieren, falls keine für Washington zufriedenstellende Vereinbarung über Grönland zustande kommt.

Offen ist deshalb auch die Zukunft einer im Januar von Nato-Generalsekretär Mark Rutte vermittelten Absprache. Sie sieht vor, die Sicherheit in der Arktis gemeinsam durch die Nato-Verbündeten zu gewährleisten. Nach Angaben aus Nato-Kreisen könnten die USA zugleich ihre Militärpräsenz auf Grönland ausbauen und bei bestimmten Investitionen ein Mitspracherecht erhalten.

Mit von der Leyens Besuch setzt nun auch Brüssel ein sichtbares Zeichen: Während Washington über Kontrolle und militärische Sicherheit spricht, will die EU ihre politische und wirtschaftliche Bindung an Grönland mit neuen Vereinbarungen und Investitionen festigen.

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