Die AfD wird in Sachsen-Anhalt quer durch die Generationen gewählt, von den jüngsten Wahlberechtigten bis zu den Rentnern. Besonders stark schneidet sie zudem bei Arbeitern ab: 61 Prozent von ihnen stimmten bei der Landtagswahl für die Partei von Spitzenkandidat Ulrich Siegmund. Das zeigen Daten von Infratest Dimap für die ARD.
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Schon bei den 18- bis 24-Jährigen erreicht die AfD 42 Prozent. Bei den 25- bis 34-Jährigen sind es 44 Prozent. Ihre höchsten Werte erzielt sie in den mittleren Altersgruppen: 53 Prozent bei den 35- bis 44-Jährigen und 52 Prozent bei den 45- bis 59-Jährigen. Unter den 60- bis 69-Jährigen kommt sie auf 47 Prozent. Erst bei den über 70-Jährigen fällt ihr Anteil deutlich ab. Dort erreichen AfD und CDU jeweils 31 Prozent.
Auffällig ist zugleich, wie wenig Stimmen die CDU bei jungen Wählern erhält. Unter den 18- bis 24-Jährigen kommt die Partei, die Sachsen-Anhalt seit 24 Jahren regiert, lediglich auf 5 Prozent. Bei den 25- bis 34-Jährigen sind es 6 Prozent und bei den 35- bis 44-Jährigen 9 Prozent. Mit zunehmendem Alter steigt ihr Anteil: auf 14 Prozent bei den 45- bis 59-Jährigen, 21 Prozent bei den 60- bis 69-Jährigen und schliesslich 31 Prozent bei den über 70-Jährigen.
Auch die Aufschlüsselung nach beruflicher Stellung zeigt eine Verschiebung der politischen Kräfteverhältnisse. Bei den Arbeitern erreicht die CDU lediglich 10 Prozent, die Linke 7 Prozent, das BSW 6 Prozent sowie SPD und Grüne jeweils 5 Prozent. Bei den Angestellten kommt die AfD auf 46 Prozent, bei den Rentnern auf 38 Prozent.
Insgesamt stürzte die CDU bei der Landtagswahl auf rund 18 Prozent ab und verlor damit gegenüber ihrer bisherigen Stärke massiv. Die Daten zeigen zugleich, dass die AfD ihren Erfolg keineswegs nur bei jungen Protestwählern erzielte: Ihre höchsten Anteile erreicht sie in den mittleren Altersgruppen und bei Arbeitern. Die CDU kann dagegen vor allem noch bei älteren Wählern mithalten.