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Vom Minister zum Rüstungsunternehmer: Mychajlo Fedorow baut eigene Verteidigungsfirma auf – mit Palantir-Chef als Investor

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Vom Minister zum Rüstungsunternehmer: Mychajlo Fedorow baut eigene Verteidigungsfirma auf – mit Palantir-Chef als Investor
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Der frühere ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow steigt ins private Rüstungsgeschäft ein – mit einem prominenten Geldgeber aus dem Silicon Valley. Alex Karp, Chef des US-Datenkonzerns Palantir, soll erster Grossinvestor seines neuen Verteidigungstechnologie-Unternehmens werden. Palantir entwickelt Software zur Auswertung grosser Datenmengen und arbeitet eng mit Militärs, Geheimdiensten und Sicherheitsbehörden zusammen. Auch im Krieg gegen Russland setzt die Ukraine auf Technologie des Konzerns. «Wir bauen unser eigenes Verteidigungstechnologie-Unternehmen auf. Alex Karp, CEO von Palantir, wird dessen erster Hauptinvestor», erklärte Fedorow in einem Beitrag auf X.

Filip Singer/DPA/Keystone
Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow in Berlin
Filip Singer/DPA/Keystone

Das neue Unternehmen soll Fedorows Erfahrungen mit moderner technologischer Kriegsführung nutzen. Seine zentrale Aufgabe bestehe darin, die Ukraine zu stärken und neue Verteidigungstechnologien zu entwickeln, teilte sein Team mit. Fedorow selbst kündigte ein «ehrgeiziges neues Projekt» an, das auch zu einer sichereren Zukunft beitragen solle. Einzelheiten zu Name, Kapitalausstattung, Beteiligungsverhältnissen oder konkreten Produkten wurden zunächst nicht genannt.

Karp und Fedorow trafen sich am Montag im Washingtoner Büro von Palantir. Der Palantir-Chef erklärte dort, beide arbeiteten bereits seit rund fünf Jahren zusammen. Über Fedorows Pläne sagte Karp: «Sie und Ihre Kollegen gründen ein Unternehmen, von dem ich glaube, dass es für die Welt prägend sein wird.»

Fedorow war im Juli als ukrainischer Verteidigungsminister entlassen worden. Er hatte sich zuvor als einer der prominentesten Befürworter des Drohnenkriegs und des militärischen Einsatzes künstlicher Intelligenz profiliert.

Seit seinem Ausscheiden aus der Regierung treibt Fedorow mehrere eigene Vorhaben voran. Dazu gehören nach seinen bisherigen Ankündigungen ein Investmentfonds für Verteidigungstechnologie und eine Denkfabrik. Mit dem neuen Unternehmen macht er nun den nächsten Schritt: Technologien und Erfahrungen aus dem ukrainischen Krieg sollen in einer privaten Rüstungsfirma gebündelt werden – mit Palantir-Chef Karp als erstem grossen Kapitalgeber.

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