Tui-Chef Sebastian Ebel übt Kritik an der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung und wirft ihr mangelnde Planung vor. Besonders Bundeskanzler Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche kritisiert der Vorstandsvorsitzende des Reisekonzerns. Dies sagte Ebel in der ARD-Sendung «Maischberger».
«Vieles ist für mich und für viele Kollegen absolut unverständlich. Vieles, was angekündigt wurde, ist nicht umgesetzt worden. Vieles scheint planlos», sagte Ebel.
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Von Merz zeigt sich der Tui-Chef enttäuscht. «Ich bin schon überrascht. Das Ergebnis ist besorgniserregend», sagte er. Er sehe «kein stringentes Konzept». Die «wirtschaftspolitische Deindustrialisierung» habe noch einmal stärker an Fahrt aufgenommen. Lediglich im öffentlichen Sektor erkenne er Fortschritte, ansonsten habe «sich nichts zum Guten gewendet».
Auch Reiches Wirtschaftspolitik kritisiert Ebel. «Ich habe bislang nicht den grossen Plan gesehen. Wohin wollen wir wirtschaftspolitisch? Entweder gibt es ihn nicht, oder er ist nicht gut kommuniziert.»
Positiver beurteilt Ebel rückblickend die Wirtschaftspolitik der früheren Ampelregierung. Die Energiewende sei «absolut richtig» gewesen, allerdings schlecht kommuniziert worden. Zwischen wirtschaftlicher Sinnhaftigkeit und Umweltschutz sieht Ebel heute keinen grundsätzlichen Widerspruch mehr.