Deutschland Tour 2026. Die Events in deiner Nähe. Lübeck, Magdeburg, Dresden, Erfurt. Sei dabei. Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie aus dem unerschütterlichen Haus der schweizerischen Neutralität mit meiner Hellebarde, diesem grossartigen Verteidigungswerkzeug der Freiheit und Unabhängigkeit, schön im Hintergrund meines Studios. Zu sehen, ja, das ist eine echte Hellebarde, eine Nachbildung jener Waffe, mit der die Eidgenossen damals in unseren Befreiungskriegen im 15. und 16. Jahrhundert die Habsburger und die Burgunder besiegt haben. Grosse militärische Leistungen, ruhmreiche Schlachtensiege, die am Ursprung... unserer schweizerischen Eidgenossenschaft stehen. Und aus diesen Schlachten ist auch das Neutralitätsverständnis hervorgegangen, das wir bis heute in seiner nun auch völkerrechtlich anerkannten Form ausgebildet haben, wobei es mit der schweizerischen Neutralität immer etwas gehappert hat im Verlauf der Geschichte. Nichts Neues unter der Sonne, nichts ist schwerer zu ertragen als eine Folge. Von guten Tagen. Ja, dann wird man etwas Friedens- und Wohlstandsverwahrlost und vergisst, was eigentlich die Grundlagen für den Frieden, auch für die Demokratie und die Intaktheit unseres eidgenössischen Staatswesens gewesen sind. Die Neutralität, also die Nichtbeteiligung an Kriegen von zwei oder mehreren Staaten, die nicht die Schweiz direkt angreifen, diese Neutralität ist eine absolute Grundlage und diese Neutralität setzte immer auch voraus eine gewisse Toleranz, einen Abstand, dass man sich eben auch nicht zum Weltschiedsrichter, zum Gesinnungszoister, zum Gesinnungsquasigott aufgeschwungen hat, zum Gesinnungs- und Moralschiedsrichter. Die Schweiz hat sich das nicht angemasst, sondern man ist bescheiden geblieben, realistisch und hat dem Grundsatz versucht nachzuleben, dass wir uns nicht in die Innenpolitik... regierungsverhältnisse in die staatsformen anderer länder einmischen in diese angelegenheiten sondern dass wir einfach die außenpolitik anschauen im geiste der neutralität so ist es der schweiz gelungen auch in den schwierigsten und brenzligsten phasen der europäischen geschichte vom krieg relativ verschont zu bleiben auch ein intaktes verhältnis mit seinen nachbarn aufrecht zu erhalten Das war sehr anspruchsvoll. vor allem im letzten Jahrhundert während des Zweiten Weltkriegs, können Sie sich vorstellen. Im Süden Mussolini, Italien, im Norden das nationalsozialistische Deutschland, zwei Diktaturen und dazwischen, sozusagen wie zwischen Hammer und Ambos, die demokratische Schweiz. Und heute ist eine komplette Verwirrung entstanden, denn nach der aktuellen Lesart, müsste ja damals folgende Devise gelautet haben. Ja, die Schweiz ist demokratisch. Im Norden ist das nationalsozialistische Deutschland, im Süden das faschistische Italien. Also muss doch die Schweiz die Deutschen und die Italiener verurteilen, diese Regierung, Sanktionen ergreifen und da auch bei jedem öffentlichen Anlass klar benennen, wer die Bösen und wer die Guten sind. Aber genau das hat die Schweiz ja in dieser Zeit damals nicht gemacht. Im Gegenteil, unser Bundesrat hat sich bemüht, auch im Gespräch mit den nationalsozialistischen deutschen Politikern möglichst sachliche, gute Beziehungen mit Deutschland aufrecht zu erhalten, ohne allerdings da reingezogen zu werden, was natürlich dann die alliierte Seite entsprechend innerviert hätte und ebenso ist er vorgegangen gegenüber Italien. Und diese... Neutralitätspolitik, diese Balancepolitik, diese Zurückhaltungspolitik der Bescheidenheit, eben ja nicht den anderen, auch wenn einem das nicht passt, was sie machen, dauernd reinzuquatschen, reinzureden, das hat natürlich auch immer wieder Kritik hervorgerufen. Schweizerische Neutralität, staatliche Neutralität, das heisst, man hält sich raus, nicht Beteiligung, ist aber nicht Gesinnungsneutralität der Bürger. Die gab es nicht, auch in diesen schwierigen Zeiten nicht. Wenn der Staat sich neutral verhält, ist der Bürger ja erst recht frei, seine Meinung zu sagen. Ist übrigens das Problem heute. Unsere Regierung in Bern hat sich wie die in Deutschland oder in Brüssel, diese Kommissionen oder in Frankreich, die haben sich dermassen an die Seite der Ukraine gestellt und haben eine geradezu dämonisierende Verurteilung Russlands vorgenommen. Das natürlich auch in der Schweiz, und das ist bei unserer Regierung genau das Gleiche. Jeder Schweizer, der hier etwas Abstand hält, der versucht, neutrale Toleranz walten zu lassen, sich mal beide Seiten anhören will, der nicht einfach nur die Propaganda der einen Kriegspartei sich zu eigen macht, die stehen auch schon unter Verdacht, die stehen unter Anklage. Und die Weltwoche wird da natürlich als, müssen Sie sich vorstellen, einziges Überregionales Schweizer Traditionsblatt, das die Neutralität heute verteidigt, in ihrer klassischen schweizerischen Form, die absolute Neutralität. Diese Neutralität, über die wir dann abstimmen werden im nächsten September. Die Weltwoche ist die einzige Schweizer Zeitung, die da mitmacht. Und wenn Sie die Medien anschauen bei uns, dann ist das ein gewaltiges Crescendo, eine Kakophonie auch von Missverständnissen, aber der Tenor. Das ist genau das, was sie in den deutschen Zeitungen haben. Ja, die Neutralität, das ist ein alter Zopf. Die Neutralen, das sind die heimlichen Komplizen von Putin, das sind die Bösen. Es ist doch ein moralisches Gebot, hier auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen. Das hat man in der Schweizer Geschichte auch immer wieder gehabt, diese Diskussion. Natürlich, die Neutralität ist gerade in Kriegszeiten unter Druck geraten. Vor allem von jenen, die sich im Krieg auf der Seite der Guten gewähnt haben. Die verstehen natürlich nicht, warum einer Abstand hält, neutral bleibt. Aber früher ist es unseren Politikern gelungen, diese Neutralität zu erklären und eben auch ihren moralischen Gehalt deutlich zu machen. Denn die Neutralität ist eine Friedensleistung. Die Neutralität ist auch ein stabilisierender Faktor, vor allem nach Schweizer Art immerwährend bewaffnet. umfassend, also auch diplomatische, wirtschaftliche und militärische Massnahmen gleichermassen betreffend. Wir sind also nicht nur militärisch neutral, das ist das geschrumpfte, das ist das verwahrloste, verzwergte Neutralitätsverständnis. Nein, man hält sich als Staat auch zurück mit Kommentaren und Verurteilungen. Man ist eben diplomatisch zurückhaltend und man macht auch nicht mit im Wirtschaftskrieg, macht aber auch nicht mit in der Umgehung von Wirtschaftssanktionen. dass man daraus dann noch Kapital und Profit schlägt. Das wird der Schweiz dann jeweils vorgeworfen, aber auch hier aus historischer Unkenntnis, denn dies hat man in unserer Geschichte auch immer wieder berücksichtigt. Völlig unberührt von dieser staatlichen Neutralität war stets die Gesinnungsneutralität. Es ist keine Gesinnungsneutralität. Der Schweizer Bürger konnte immer frei seine Meinung sagen. Im letzten Weltkrieg waren die Schweizer gegen die Deutschen, was zum Teil dem Bundesrat Beunruhigt hat, er hat gedacht oder gefürchtet, dass die Deutschen einmal die mächtige negative Stimmung gegen die Nationalsozialisten, dass man das als Neutralitätsbruch der Schweiz interpretieren könnte. Und der Bundesrat musste dann immer wieder erklären, nein, unsere staatliche Neutralität ist absolut Gleichbehandlung. aller Kriegsparteien, aber wir haben keine Gesinnungsneutralität. Aber heute leben wir eben in Zeiten entfesselter Gesinnungen, vor allem auch in Deutschland. Der Moralismus hat ja komplett den Realismus zum Verschwinden gebracht. Nur noch Gutmenschen, also gut scheinen wollende Pseudogute. Gutmenschen sind eben keine guten Menschen, sondern schlechte Menschen, weil sie im Grunde nur gut scheinen wollen, aber nichts Gutes machen. Und diese Gutmenschen, diese Gesinnungsfanatiker, Die haben heute die Oberhand in Deutschland. Und ich merke das übrigens auch in der Weltwoche. Wir werden verschärft wieder angegriffen aus der Bundesrepublik, vor allem von linken bis auch linksextremen Organisationen und NGOs. NGOs, angebliche NGOs, wobei viele dieser NGOs, die kassieren ja mächtig Geld vom Staat, wenn nicht vom eigenen, dann von ausländischen Staaten, verfechten eine klare einseitige Ideologie. Und es gibt viele NGOs in Deutschland, Die sagen, sie würden die Demokratie verteidigen und gehen dann eben gegen Medien vor, in Deutschland vor allem, aber zum Teil auch gegen die Weltwoche und merken gar nicht oder wollen es nicht merken, dass eben zu einer Demokratie unterschiedliche Meinungen gehören. eben Alternativen, die Demokratie ist die Staatsform der Alternativen. Und wenn jemand kommt und sagt, wir bestimmen jetzt, was da gedacht und gesagt werden kann in der Demokratie. dann ist das zutiefst undemokratisch. Aber eben, Deutschland ist da, wirklich, ich sage das ohne Überheblichkeit, eine junge Demokratie. Und man merkt an diesen Vorgängen, dass hier einfach sich das demokratische Bewusstsein noch ausbreiten muss. Wir streiten in der Schweiz auch heftig über unterschiedliche Ansichten, aber das Recht eben und die Freiheit dieser Meinungsäusserung, das ist im... Regelfall nicht bestritten, wobei es auch bei uns unter unheiligem EU- und Deutschland-Einfluss ebenfalls Bestrebungen gibt, gegen sogenannte Desinformation oder eben falsche Narrative auch von Status wegen vorzugehen. Das sind gefährliche Irrwege. Ich begrüsse Sie übrigens zur internationalen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt, eben internationale Ausgabe am Montag, dem 31. August. 2026. Abonnieren Sie die Weltwoche, die wohlwollende, manchmal unbequeme Stimme aus der Schweiz, die aus echter Anteilnahme und auch Interesse an Deutschland sich mit ihrer Politik, mit ihren Verhältnissen auseinandersetzt. Nicht so maximalinvasiv, wie das zum Teil deutsche Portale machen, die sich da vor allem auch mit den innenpolitischen Missständen befassen. Uns interessiert, wir sind ja Ausländer, wir kommen von aussen, uns interessiert das Grundsätzliche, die Grundfragen. Und da sind wir auch unabhängig. Das sind wir an, das sind wir schweizerisch geprägt. Und eben die Weltwoche von einer geradezu beängstigenden Unabhängigkeit in dem, was sie da darstellen kann. Was sind die Themen, was sind die Meldungen des heutigen... Tages Island lehnt die Beitrittsverhandlungen mit der EU überraschend deutlich ab. Ist auch noch interessant. Sagt uns Brüssel auf, ja wir müssen zusammenrücken, die Gefahren. Putin ist ja da zum Weltmonster hochgedeutet worden. Das ist eben auch etwas, was einen misstrauisch macht. Die EU versucht immer so grosse Bedrohungen zu konstruieren. Klimawandel, Corona und jetzt Putin, um dann diese... Schreckgespenster, diese Godzilla, diese Monstern zu benutzen, um eben mehr Macht nach Brüssel zu verschieben. Das ist ein Mechanismus, der Ihnen sicherlich auch schon aufgefallen ist, der immer mehr auch Deutschen unheimlich wird und Schweizer natürlich schon lang und offensichtlich auch den Isländern, die sich da nicht haben, ins Boxhorn jagen lassen. 38 Tote nach russischem Angriff, die Lagerung von Munition im bewohnten Gebiet hat verheerende Folgen. Ja, das ist eine fürchterliche Meldung. die ich da gelesen habe, 38 Tote nach einem russischen Angriff. In der Weltpresse wird das vor allem natürlich mit der gewünschten Empörungswirkung gegen den Kreml verbreitet. Was mir aber beim Lesen dieser Meldung aufgefallen ist, vielleicht liege ich falsch, aber so ist das bei mir angekommen, dass dieser Angriff einem Munitionsdepot diente. Also man hatte ein Munitionsdepot in der Ukraine angegriffen. Und in unmittelbarer Nähe dieses Munitionsdepots stand oder steht ein Altersheim. Und bei diesem Angriff sind nun aufgrund der Explosion dieses Munitionsdepots eben auch Insassen des Altersheims gestorben. Und ich frage... Wenn ich mich jetzt einfach aus der neutralen, distanzierten Schweiz erwarte, ist das nicht auch ein Kriegsverbrechen? Was ist das für eine Kriegsführung, wenn man ein Munitionsdepot bei einem Altersheim anlegt? Mich erinnert das an die Hamas-Taktik im Gaza-Streifen, dass man militärische Infrastrukturen unter zivile Infrastrukturen legt, mit dem Ziel, dass militärische Angriffe zivile Opfer verursachen, die man natürlich im Propagandakrieg der anderen Seite... ankreiden muss. Und es wäre für mich wünschbar, wenn eben auch in Deutschland hier etwas mit mehr Abstand das Ganze beurteilt würde. Das heisst ja nicht, dass man die russischen Vorgehensweisen billigen muss, aber diese absolute Überidentifikation mit der Ukraine ist gefährlich, weil sie eben dazu tendiert, die ganze EU, die diesem Krieg nicht gewachsen ist, in einen Krieg, noch mehr in einen Krieg, gegen Russland hineinzuziehen. Übrigens gehört das damals auch bei Mariupol, bei den Kämpfen um Mariupol, ganz am Anfang dieser Invasion, dass dort die Ukrainer eben auch Artilleriegeschütze in Wohngebiete gestellt hätten. Und darüber haben sie oft nichts gelesen. Das haben mir IKRK, also Mitarbeiter des Internationalen Roten Kreuzes, erzählt. Mit Entsetzen in den Augen. Sie haben mir gesagt, wie über diesen Krieg berichtet wird, in unseren Medien hat überhaupt nichts mit dem zu tun. wie wir den Krieg an der Front erleben. Das ist schon interessant. Das sagt jetzt nicht Putins Mediensprecher, sondern das sagt das internationale Rote Kreuz. SPD-Politiker unterstützen Vorstoss für AfD-Verbot von Pistorius und Özdemir. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, offensichtlich in einem Aufsatz, fordern die beiden Politiker, der deutsche Verteidigungsminister und der neue grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Sie müssen... ein AfD-Verbot, da muss ich Ihnen einfach sagen, das ist der falsche Weg, das ist ein Irrweg. Das ist der bequeme Weg der Mächtigen. Es ist eben einfacher, eine Partei zu verbieten, als zu widerlegen. Was aber hier sehr schön, aber auch unheimlich zum Ausdruck kommt, ist die Tatsache, dass man im deutschen Establishment der Demokratie nicht traut. Man traut nicht dem deutschen Wähler, man traut sich selber mehr. Und dieses Misstrauen gegen den deutschen Wähler wird hier instrumentalisiert. Bei dieser Verbotsdiskussion ist doch eine Ungeheuerlichkeit. Ich meine, wie bilden sich jetzt Pistorius und Özdemir ein, eine Partei verbieten zu wollen, die von Millionen von Deutschen freiwillig gewählt wird, obwohl sie jeden Tag in den Zeitungen lesen und im Fernsehen sehen und im Radio hören müssen, dass dies die angeblich schlimmste Partei ist. Das heisst, der Souverän spricht sich aus für eine Partei, die die Angestellten des Souveräns in Berlin am liebsten verbieten möchten, weil sie nicht von ihren Machtsesseln weichen wollen. Also das, was wir hier sehen, ist ein versuchter Aufstand der Angestellten gegen den Chef, der Politiker gegen den Souverän. Also hier ist so etwas, wenn ich das jetzt zuspitze, zur absoluten Kenntlichkeit, im Säurebad sozusagen, dass man die Essenz dann sieht. Das hier ist ein stiller Staatsstreich gegen die Demokratie, der mit diesen Verboten gegen eine demokratisch legitimierte Partei, der man keine kriminellen Handlungen nachweisen kann, versucht wird. Das ist der Vorgang, das sage ich Ihnen als Schweizer. Wir haben da ja einige Erfahrung, was Demokratie ist, seit vielen Jahrhunderten. Länger als das in Deutschland jetzt. praktiziert wird. Alarmierend, entlarvend, dass solche Vorstösse von Politiken und Medien auf breiter Front gerechtfertigt werden. Das Bündnis Sarah Wagenknecht, oder vielleicht heisst es auch nicht mehr so, will mit der AfD gegen Ukraine Hilfe stimmen. Auch noch interessant, also auch da wird an der Brandmauer gerüttelt. Und die Verbotsvorstösse der deutschen Politiker haben es sogar in die Financial Times geschafft. Auf dem Portal News ist mir eine Story über Jack Reacher aufgefallen. Jack Reacher, das ist ein Romanheld von Lee Child, eine politisch inkorrekte, interessante Figur, so ein Muskelberg und Gerechtigkeitsfanatiker könnte man sagen, wortkarg, der da auf eigene Faust in Abenteuern die Bösen... besiegt. Das ist mit grossem Erfolg jetzt auch verfilmt worden in einer Fernsehserie, Streaming-Serie mit Alan Richardson, der das sehr, sehr gut macht. Tom Cruise hat ja Jack Reacher auch mal gespielt. Nicht so überzeugend, ist einfach zu klein für diese Rolle gewesen. Richardson macht das gut. News kritisiert das jetzt als zu woke, vor allem die vierte Staffel. Also ich finde die vierte Staffel nicht woker als die ersten Staffeln. Die sind ein bisschen woke, aber es ist immer noch eine tolle Serie Finnlands Präsident Stubb schliesst einen Angriff Putins oder Russlands auf NATO-Staaten aus, sagt gleichzeitig, die Wirtschaftssanktionen könnten Russland nicht in die Knie zwingen. Das ist ein semi-realistisches Statement, halb realistisch. Unrealistisch beim Ausschliessen einer Eskalation dieses Kriegs auf NATO-Staaten. Da wäre ich viel vorsichtiger, da muss man aufpassen, dass man als Politiker die Leute nicht in falscher Sicherheit wiegt. Zustimmend möchte ich mich äussern zu dem, was er über die Wirtschaft sagt. Jawohl, mit den Sanktionen wird man Russland nicht in die Knie zwingen können. Man muss natürlich auch aufpassen. All diese EU-Politiker, die haben eine Politik, vertreten, vertreten sie immer noch. diesen Krieg zu eskalieren und Russland militärisch besiegen zu wollen. Das ist die offizielle Politik auch der Bundesregierung von Kanzler Merz. Er hat das verschiedentlich gesagt und immer wieder in der EU wird das bekräftigt. Wir müssen aufrüsten, wir müssen uns vorbereiten auf einen Krieg gegen Russland. Wir müssen Russland militärisch besiegen, wir dürfen sie nicht davon kommen lassen. Und darum darf natürlich ein Politiker, der diese Strategie vertritt, wie eben der finnische Präsident. Der kann nicht sagen, ja, aber mit dieser Politik erhöhen wir die Gefahr, dass die Russen eben aus ihrer Sicht die NATO vorher angreifen oder uns, solange wir noch schwächer sind und kein intaktes Militär haben. Also muss er das aus propagandistischen Gründen verniedlichen, verharmlosen und sagen, nein, nein, die Russen werden nie angreifen, wir können hier weiter mit dieser Kriegstreiberei, die wir betreiben, weitermachen. Das ist eine ganz gefährliche Rhetorik. Und da muss man eben auch mit schweizerischer Neutralität, mit schweizerischer Distanz etwas von aussen anschauen. Sie haben ja in der EU mittlerweile den unhaltbaren, ungeheuerlichen Zustand, schlimmer als im Kalten Krieg, dass sie ja russische Zeitungen gar nicht lesen dürfen. Und jeder, der einen Russen zitiert, um sich damit auseinanderzusetzen, weil man sich, selbst wenn man Russland als Feind betrachtet, sich ja auch mit dem Feind erst recht auseinandersetzen muss, wenn sie das tun in der EU, in Deutschland, dann können sie sanktioniert werden, können sie faktisch eingesperrt oder enteignet werden. Müssen Sie sich das einmal vorstellen. Also man verordnet hier von oberster Stelle die Propaganda. Ihr dürft also nur uns zuhören, ihr dürft nur glauben, was wir euch sagen. Man suspendiert die Demokratie im Namen der angeblichen Demokratie, der Europäischen Wertegemeinschaft, eben einer neuen, alternativlosen, totalitären Form der Nicht-Demokratie, die da hochgezogen wird. Das sind... Verschärfte Mechanismen, wir beobachten sie seit einiger Zeit, das ist eben dieser Moralismus, weil sie sich dermassen im Bunde mit dem Guten fühlen. Gestatten sie sich alle Schurkereien auf dem Weg dorthin. Wie früher die Sowjetunion, hat mal Richard Nixon sehr schön zum Ausdruck gebracht, hat gesagt, die Sowjets lügen immer, weil sie sich zum Lügen ermächtigen, im Lichte ihrer moralisch angeblich so hehren und holden Ziele. Ein ähnliches Strukturähnlich ist das Denken momentan in der Europäischen Union. Das ist seit einigen Jahren so, zum Teil auch etwas in der Schweiz, in Deutschland sowieso. Das hat angefangen mit dem Klimawandel. Wer dagegen die Klimamaßnahmen ist, ist ein Klimaleugner, muss das sich vorführen lassen. Wer beim Corona die politischen Massnahmen kritisierte, wurde zum Corona-Leugner und zum Mörder seiner Grosseltern erklärt. Und jetzt ist es ganz drastisch mit dem Ukraine-Krieg. Die Gegner der schweizerischen Neutralität merken gar nicht, dass sie heimliche Komplizen jener Kriegstreiber, wo auch immer sind, darum sage ich in der schweizerischen Ausgabe, Gegner der schweizerischen Neutralität sind Landesverräter. Und heute haben wir aber eine Situation, wo Verfechter der schweizerischen Neutralität, gerade in Deutschland, sich da die ungeheuerlichsten Vorwürfe gefallen lassen müssen. und ja, ist auch ein Das Zustandsbild unserer Zeit erlebe ich zum Teil auch selber. Früher in Diskussionssendungen, in den Talkshows, da haben auch deutsche Journalisten manchmal probiert, mir die Demokratie zu erklären. Ich habe dann jeweils leicht amüsiert zurückgegeben. Wissen Sie, wir Schweizer finden es immer charmant, wenn ein deutscher Journalist einem Schweizer die Demokratie erklärt. möchte. Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit. Das war's. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag, alles Gute und einen fantastischen, schwungvollen Start in diese wieder einmal ziemlich turbulente, so wie es aussieht, Woche. Bis bald. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken. Was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche, unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen, wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut, Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. 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