Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Donnerstag, dem 25. Juni 2026. Heute mit der neuen... Die gedruckten Weltwoche im Doppelpack. Die Hauptausgabe mit der Titelgeschichte «Die Reizfigur, Glanz und Elend» des Schweizer Fussball-Nationalmannschafts-Captains Granit Xhaka von Philipp Gut. Philipp Gut kennt Granit Xhaka und wir haben hier den analytischsten Artikel, der je über den Nazi-Captain geschrieben worden ist. Den grössten Fussballer der Schweizer Fussballgeschichte, aber eben auch ein Irritationsfaktor. Und für mich persönlich auch ein gelegentliches Ärgernis. Aber ich habe Philipp gesagt, du kannst das Sine Ira et Studio sozusagen phänomenologisch erfassen. Denn Granit Xhaka, egal was man über ihn sagen will, ist ein Kristallisationspunkt der Öffentlichkeit. Er ist natürlich eine Säule, ein Pfeiler unserer Mannschaft. Aber er ist noch viel mehr als das. Und Philipp Gut, der ihn eben kennt, der sich mit ihm auch schon unterhalten hat, nach etwa 100% Umfeld, mit dem vertraut ist. Der hat auch mit Trainern gesprochen, mit Leuten, die mit Xhaka zusammenarbeiten und was er von ihnen hört, das sind Laudationes, das sind Jubelhymnen, das sind grossartige Bekenntnisse. Gleichzeitig gibt es dann immer wieder diese Abstürze mit den Doppeladlern und diesen Gesten. Ein hochempfindliches, anerkennungsbedürftiges Ego, das haben wir alle, aber in der Funktion, in der Ritterrüstung eines Fussballcaptains musst du da eben auch Zumindest in meinen Augen grössere Gelassenheit, Ausstrahlung und das mit dem Doppeladler, das geht gar nicht, dass man sozusagen da das Nationalsymbol eines anderen Landes aus seinen Herzkammern herausflattern lässt, in besonders emotionalen Stunden. Das allerdings muss auch von den zuständigen Verantwortlichen in den Griff genommen werden. Also Granit Xhaka, eine der interessantesten Persönlichkeiten des schweizerischen Sports, aber weist darüber hinaus. Jetzt mit 33 natürlich, je nach Betrachtung, am Zenit seiner Laufbahn oder vielleicht schon etwas in der späten Reife. Wir werden sehen, wie sich da diese Fussball-WM jetzt nach absolvierter Vorrunde für unsere Schweizer gestaltet. Philipp Gut jedenfalls in der für ihn typischen, präzisen Art hier am Ball mit der kontroversen, aber eben auch sehr fähigen Figur mit dem Leitwolf. des schweizerischen Fussball. Freisins Rückgrat, Geschichte einer unerfüllten Sehnsucht. Marcel Odermatt, das ist ja sozusagen der ewige feuchte Traum der liberalen Politnostalgiker. Sie wünschen sich, sie beten, dass der Freisinn zu einer geraden Linie eben zum unerschütterlichen Rückgrat findet. Es gibt natürlich tolle Freisinnige, selbstverständlich grossartige. Und letztlich ist der Freisinn sozusagen die Ur-DNA unserer Schweiz. Aber eben mit grossem Erfolg, mit institutioneller Macht, mit dem ganzen Glamour dieser Rotary-Club-mässigen Bewunderung, die diese Partei lange für sich wie selbstverständlich entgegennahm. Da kommt eben auch der Schlendrian, da kommt die Dekadenz, da schleicht sich dann eben auch ein Masters of the Universe Syndrom ein, das so nicht mehr funktioniert. Und was für mich eigentlich das Beelendende ist, und darum bin ich ja dermassen herumgeritten auf diesem Leitartikel von Eric Goyer in der NZZ, und die NZZ ist ja dieses Leib- und Magenorgan des liberalen Schweizer Establishments, Aber es sind eben... Ungeheuerlichkeiten, die man in der NZZ immer wieder lesen kann. Die Schweiz maximierte ihren Nutzen auf Kosten anderer. Die Schweizer bedienten sich nach Gutdünken vom europäischen Buffet. Die Schweiz sozusagen ein Gnadengeschenk der Freundlichkeit unserer Nachbarn, der Mittelbaren und der Unmittelbaren. Und eben gipfelt dann noch in der These, dass die Schweiz sich ihre Unabhängigkeit gar nicht mehr leisten kann, weil die Unabhängigkeit ohnehin nur gewährt war, ihr geschenkt wurde. vom Ausland. Und diese Weltschmerz-Sicht auf die Schweiz, dieser Weltschmerz-Patriotismus, dieser fast suizidal veranlagte Der masochistische Patriotismus, der uns hier entgegentritt, ist natürlich hochgradig charakteristisch, leider für die freisinnige Partei, die gar nicht daraus herauskommt, die gar nicht sozusagen zur Besinnung kommt vor lauter Belobigung und Anpreisung dessen, was die Schweiz da aus dem Ausland alles an Vorteilen entgegennehmen kann. Verstehen Sie mich richtig? Die Schweiz war immer ein weltoffenes Land. Wir sind verdammt dazu, weltoffen zu sein. Aber wir müssen mit Voltaire eben auch unseren eigenen Garten pflegen. Und hier gibt es Gesetze, hier gibt es Staatssäulen, hier gibt es ganz erfolgreiche Grundsätze. Und die gilt es zu verteidigen und eben nach wie vor das zu tun und die Rahmenbedingungen so aufzustellen, dass die Schweizer das ausspielen können, was sie erfolgreich macht. Ihren Fleiss. Denn die Fleissigsten, meine Damen und Herren, die produzieren auch die besten Produkte und die besten Produkte setzen sich durch. Nicht die Verträge mit der Europäischen Union. Das sind Nebensächlichkeiten. Gewisse von denen sind wichtig, andere sind weniger wichtig. Aber wenn wir uns einreden, dass bestimmte Verträge mit der Europäischen Union sozusagen eine existenzielle Bedeutung hätten für die Schweiz, Dann haben wir uns im Grunde bereits aufgegeben. Dann haben wir uns eine bürokratisierte Sichtweise angeeignet, die überhaupt nicht dem entspricht, was das schweizerische Erfolgsmodell ist. Die Amerikaner versuchen jetzt mit Zöllen zu operieren. Ein amerikanischer Präsident behauptet, wenn die Schweizer erfolgreiche Produkte in den USA verkaufen, sei das Diebstahl. Das ist der komplette Unsinn von Trump. Ein Unsinn, der natürlich ein Stresssymptom ist eines Landes, das sich irgendwie auch abhanden gekommen ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten. Da hat eben auch eine Verrottung und Verwahrlosung eines politischen Establishments dazu geführt. Immer die gleichen Leute an der Macht. Man hat gar nicht mehr diskutiert. Man war im Schlafwagen unterwegs. Die gleichen haben abgezockt. Und jetzt... hat man herausgefunden, dass es so nicht weitergehen kann. Und jetzt müssen die Karten neu gemischt werden. Und da kommt eben Trump mit solchen hanebüchenen Ideen wie den Zöllen. Aber es bringt eben auch nichts, sich daran abzuarbeiten. Wir müssen bei unserem Erfolgsprinzip bleiben. Und da hat er natürlich auch, wenngleich diplomatisch verunglückt, unsere damalige Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter schon recht, als sie die Schweiz verteidigte. Es ist fruchtlos in dieser Situation, weil man sich als Bundesrat immer überlegen muss, ich bin kein Leitartikler, ich mache hier nicht Weltwoche Daily, sondern ich muss in einer konkreten Verhandlung ein für die Schweiz hervorragendes Resultat bewirtschaften. Und es hilft auch nicht, wenn wir uns über die Orientierungslosigkeit der Amerikaner belustigen. Wir müssen uns mit der Orientierungslosigkeit unserer Politiker und vielleicht auch von uns selbst auseinandersetzen. Nur ein Zitat. Philipp Gut berichtet, dass die Rundschau über unseren Wehrminister Martin Pfister in einer Reportage Folgendes erzählt. Dass Pfister, also der oberste Chef unseres Militärs, unseres Verteidigungsdepartements Bevölkerung, Schutz und Sport, dass dieser Martin Pfister, der Bundesrat, gesagt hat, ja, die Neutralität, die Schweiz ist empfindlich, weil sie neutral ist. Also die Neutralität habe die Schweiz empfindlich gemacht. Meine Damen und Herren, das ist ja der noch grössere Unsinn als das, was Eric Gouillen in seinem Leitartikel zum Besten gegeben hat. Nein, die Schweiz, Herr Bundesrat Martin Pfister, die Neutralität macht die Schweiz nicht empfindlich. Ganz im Gegenteil, die Neutralität bringt der Schweiz Frieden und Sicherheit. Aber offensichtlich ist das nicht mehr selbstverständlich. In den Kreisen unserer Regierung ist auch nichts Neues, dass sie da oben in Bern nicht wissen, wo ihnen der Kopf steht. Und darum ist es umso entscheidender, dass die Bürger ihre Verantwortung wahrnehmen. Nicht nur alle vier Jahre, dann auch. Wahlen sind Sachabstimmungen. Man darf heute nur noch Politiker wählen, von denen man garantiert weiss, dass sie sich an die Schweizerische Verfassungsordnung halten, dass sie dann auch gewillt sind, Volksentscheide umzusetzen. Das ist nicht mehr selbstverständlich. im verlotterten Staatsgebilde der Schweiz. Da müssen wir uns auch am Riemen reissen. Wir sind ja genau gleich in Wohlstandsvollnarkose zu Hause wie andere Länder. Also Martin Pfister weiss nicht, was die Neutralität ist. Und die NZZ hat vergessen, was die Neutralität ist sowieso. Aber sie hat auch vergessen, was das Erfolgsmodell ist. Der liberalen Schweiz ist die, die diese NZZ verteidigen will. Und ihr Chefredaktor, der vielleicht ein bisschen zu viele Jahre unter deutschem Einfluss gelebt hat. Ich auch übrigens. Als Junge, als Bub, hat man hier vor allem auch die deutsche Geschichte sich vor Augen führen lassen. Als abschreckendes Beispiel, wie man es eben nicht machen darf. Die Schweiz ist ja von einer geradezu wohltuenden Langeweile. Im Vergleich dazu. Die Schweiz... muss erfolgreich exportieren. Die Schweiz kann nur dann erfolgreich exportieren, wenn in unserem Land die Steuerlast und die Regulierung so gering gehalten werden wie möglich, dass der Eigeninitiative und auch der Verantwortung im Überlebenskampf der Unternehmen die grösste Bedeutung beigemessen wird. Selbstverständlich. Und jetzt sind wir noch einmal bei diesem Leitartikel. Ich muss das einfach hier nochmal in aller Deutlichkeit herausstreichen. Der Chefredaktor schreibt, die EU sei ein unsicherer Kantonist. Er schreibt, die EU benachteilige die helvetischen Stahlproduzenten. Er schreibt, die EU werde keine Zugeständnisse mehr machen. Er schreibt, sie werde sich jeden Euro holen, notfalls mit der Pressung auch von der Schweiz. Und dann zieht der NZZ-Chefredaktor aus dieser... schonungslosen Bestandesaufnahme seinen Befund. Es gibt keinen zuverlässigeren Partner als die Europäische Union. Meine Damen und Herren, das ist Stumpfsinn. Das ist Stumpfsinn mit Methode. Das ist ein Stumpfsinn, der die Frage aufwirft, was ist eigentlich los in den staatstragenden Zirkeln unseres Landes? Was ist da eigentlich passiert, dass diese Kreise Gerade angesichts der Missstände, die sie ja überall aufs Genaueste registrieren, der Schweiz nicht zutrauen, dass sie das schafft, was sie in den letzten über 700 Jahren so erfolgreich demonstriert hat, nämlich sich selber als unabhängigen, als selbstständigen Akteur in einer gefährlichen Welt zu behaupten. Hier fehlen die Überlebensinstinkte, meine Damen und Herren, hier fehlen ganz offensichtlich die Schweizinstinkte. Die Welt war immer schon in Aufruhr. Kriege gab es immer schon. Aber die Schweiz hat sich dem marktwirtschaftlichen, unternehmerischen Denken verschrieben. Und die Marktkräfte, das wird Sie jetzt überraschen, trotz Trump und trotz diesen Protektionisten und diesen Zollwahnsinnigen, die Marktkräfte waren noch nie so frei wie heute. Und das sehen wir. Es gibt ja immer noch Wachstum, es gibt gewaltige Chancen. Ganze Kontinente entdecken überhaupt erst die Marktwirtschaft. Und die Marktwirtschaft ist nicht wie Cedric Wermuth glaubt und andere, die in ihrem Leben noch nie einen Bleistift verkauft haben, eine Verschwörung der Reichen gegen die Armen. Nein, die Marktwirtschaft ist das bis jetzt unter allen bekannten Systemen am wenigsten Schlechte der Verarbeitung von Bedürfnissen und Interessen auf dem Marktplatz im Mittel der freiwilligen Übereinkünfte und der Verträge, dass man nämlich etwas kauft zu einem Preis, den man bereit ist zu zahlen. Und diese Marktmaschine ist eine gewaltige Informationsbörse, viel effizienter als die schlauesten Planer da in ihren geschlossenen Abteilungen. Und die Schweiz ist an diesem jahrzehntelangen Prozess der sich globalisierenden Marktwirtschaft höchst erfolgreich beteiligt. Aber eben auch, weil wir unabhängig sind, weil wir neutral sind, weil wir uns nirgends anbinden, weil wir die grösstmögliche Flexibilität uns notfalls auch mit der Schweizer Armee verteidigt haben, erkämpft haben. Diese Flexibilität, diese Freiheit, diese Ungebundenheit ist eine Errungenschaft. Und wenn die führenden Publizisten in diesem Land das nicht mehr sehen, dann müssen sie zurücktreten, Entschuldigung, dann musst du den Griffel abgeben, Eric Goyer. Wenn du das nicht mehr schnallst, wenn du nicht einmal mehr realisierst, wofür deine Vorfahren bei der NZZ über Jahrhunderte übrigens, über Jahrhunderte hinweg tonnenweise Tinte vergossen haben, die haben sich eingesetzt, ein Willy Bretscher und wie sie alle heissen, Fred Luchsinger, im Kalten Krieg, das waren Leuchttürme, das waren publizistische Recken des Geistes, die hier mal um mal Hunderternägel in den Bühnenbretterboden hineingehämmert haben, meine Damen und Herren. Aber heute, um Himmels Willen, in dieser Gummirückgratsgesellschaft, bei diesen Wendehälsen und Gummihälsen, die es heute gibt, das sind... Wohlstandsverwahrloste Phänomene, da müssen wir uns wieder zurückerinnern. Und nicht in diesem falschen Trend der allgemeinen Verlotterung und Verwahrlosung, die Leute auch noch darin bestätigen, und die Politiker auch in diesen Illusionen zu schonen. Nein, man muss das aufdecken und ich möchte das hier einfach etwas deutlicher sagen. Vielleicht rede ich da ja auch ins Nichts hinaus, in die Leere. Aber wenn mir da draussen jemand zuhört, dann... Wäre es mein Traum, Ihnen ein paar Argumente zu liefern, um hier wieder etwas der Schweiz, das Rückgrat zu stärken und diesen Politiken auch die Unterstützung zu geben. Und es kann ja auch nicht das Ziel sein, dass man am Schluss nur noch eine Partei wählen kann, nämlich die SVP, wobei das sicherlich nicht die schlechteste Wahl ist heute. Aber es wäre doch gut, wenn eben auch die Freisinnigen und auch die katholisch-konservativen, wenn sie sich da nicht in ihrem ganzen theologischen Wirrwarr selber verlieren, selber abhanden kommen, wenn die irgendwann wieder einmal ihre Linie finden würden, und zwar ihre bürgerliche, schweizerische Linie, nicht dieses abgepauste linke Zeug, das ihnen da aufgedrückt wird und dann aber auch nicht gelohnt wird, denn die Linken lassen natürlich ihre bürgerlichen Mitvollstrecker und ihre Helfer selber und ihre nützlichen Idioten im Regen stehen. Das ist ja auch die Absurdität dieses Mike-Hacker, über den wir gestern gesprochen haben, mit diesen unsinnigen Gender-Dingen. Nein, die Schweiz muss... In Zukunft weiterhin unabhängig der ganzen Welt sich stellen. Unabhängig, weltoffen. Das gehört zusammen, meine Damen und Herren. Und wenn wir unsere Unabhängigkeit beschneiden, wenn wir uns anbinden, wenn wir uns bei einem unsicheren Kantonisten anbinden, dann verliert die Schweiz alles. Und darum muss diesen Wortmeldungen da jetzt aus dem Hause NZZ in einer nicht mehr zu überbietenden Klarheit Ich gehe jetzt... getreten werden. Aber, und jetzt sagen wir gleich noch etwas Positives, es gibt natürlich auch Lichtblicke bei der Konkurrenz, so wie auch bei uns, nicht immer alles grossartig ist, was wir da publizieren, aber das meiste schon und in aller Regel durchaus. Nein, es gibt ein paar Tage nach diesem besagten Leitartikel, diesem Irreleitungsartikel, Wir haben ein Interview gelesen in der NZZ mit Konrad Hummler, dem früheren Verwaltungsratspräsidenten. Ich habe es mal kurz angeschnitten. Und das ist jetzt solider Freisinn, wie er hier mit klaren Aussagen, vor dem Hintergrund eines wirtschaftlichen Leistungsausweises, auch Kampf gestellt und Kampf erprobt. Konrad Hummler kann ja ein Lied davon singen. Was passiert, wenn man auch mit einer Bank da vom eigenen Staat im Stich gelassen wird und so weiter? Er hat das alles erlebt, die Höhen und Tiefen. Und sein Interview in der NZZ, das ist die Antithese zu Guir. Das ist so, wie es sein müsste. Und in so einem Moment bedauere ich, dass der Konrad Hummler nicht mehr Verwaltungsratspräsident von der Neuen Zürcher Zeitung ist. Das wäre für uns dann auch schwieriger als Konkurrent. Dann könnten wir uns nicht mehr... So einfach profilieren. Nein, es ist ja auch so schon schwer genug. Aber Konrad, keine falschen Gedanken jetzt da. Kein Comeback im Verwaltungsrat der NZZ. Aber bleib bei dieser liberalen Linie, bei diesem Realismus, bei diesem Klartext. Wir sind uns auch nicht in allen Themen einig, selbstverständlich nicht. Ich beurteile die geopolitische Lage anders. Ich bin der Auffassung, dass wir aussteigen müssen. aus diesem selbstmörderischen Krieg gegen Russland, aus diesem Stellvertreterkrieg, den die Amerikaner und leider sehr viele Leute in der Europäischen Union mit einer gemeingefährlichen Sorglosigkeit, geradezu Frivolität, zu führen im Begriff sind. Und ich habe gestern in meiner Deutschland-Ausgabe mich auf dieses Buch hier bezogen. Das ist Andreas Hillgruber, Hitler-Strategie, das ist die Operation Barbarossa. Und wenn ich dieses Buch gelesen habe, Russland, Vernichtungsfeldzug, diese... menschlichen Abgründe, diese Kriegsverbrechen, diese gewaltigen kriminellen Akte, diese Straftaten, diese menschenverachtende Raserei im Namen einer zivilisatorischen Sendung, die man glaubte zu erfüllen, dann sehe ich in diesen Nazis die militanteste Form des Gutmenschentums, wie wir es heute in Deutschland, in der Schweiz, aber auch in Europa, in ganz anderer, in völlig unterschiedlicher Ausprägung haben. aber mit den gleichen strukturellen Irrtümern der permanenten, totalen, absolutistischen Selbstüberschätzung, dass man sich alles zutraut, am Schluss sogar einen Weltkrieg, und dass man den anderen immer unterschätzt. Der andere ist natürlich nichts, der liegt schon am Boden, der Russe ist geschlagen. Es geht nur noch ums moralische, moralisierende Rechthaben. Und meine Damen und Herren, so läuft es einfach nicht auf diesem Planeten. Mit dem Moralismus, mit unserer eigenen verabsolutierten Moral, schaffen wir keinen Frieden. Wir schaffen nur Krieg bis an den Punkt, an dem dann einer nicht mehr aufsteht. Und an diesem Punkt will ich nicht. Und wenn wir sehen, dass die Russen Zehntausende von Panzern, zum Beispiel, einfach nur um ein Beispiel zu nehmen, immer noch haben, die sie einsetzen können, und dann wird hier von diesen Militaristen ohne Militär, wird da zum Angriff geblasen, in einer skurrilen Verkennung der Situation. Da muss man sich ernsthafte Sorgen machen, ob nicht 85 Jahre nach dem Start dieses fürchterlichen Vernichtungskrieges, und das war einer von Hitler, die Russen haben nie einen Vernichtungskrieg gemacht, sie machen ihn auch heute nicht. Ganz im Gegenteil, die russischen Armeen stossen mit grösster Schonung in die Ukraine vor. Ich weiss, jetzt werden einige von ihnen in Hohengelächter ausbrechen, aber man muss eben alles im Kontext sehen. Das heisst nicht, dass dieser Krieg... Ein humanitärer Akt wäre sozusagen eine Nachfortsetzung der Fusszonenreflexmassage mit anderen Mitteln. Nein, dieser Krieg ist natürlich ein Krieg. Er ist grauenhaft, er ist brutal, aber entspricht überhaupt nicht den Beschreibungen, die bei uns propagandagefärbt zu lesen sind. Also da gibt es Meinungsunterschiede, die ich durchaus dezidiert auch gegenüber Konrad Hummler in Anschlag bringe, soviel ich überhaupt weiss, was ihn da an diesen Themen bewegt, aber in Sachen EU-Unterwerfungsvertrag. In Sachen 10 Millionen Schweiz, da steht er wie die grossen Freisinnigen der Vergangenheit. Er ist ganz dezidiert dagegen, diese Unterwerfungsverträge zu unterschreiben. Eben sich an diesen unsicheren Kantonisten zu binden, wie das Eric Goyer in seinem Leitartikel uns zu verklickern suchte. Wir waren bei der Neuen Weltwoche, wir waren bei den Themen Freisinn ins Rückgrat, jawohl, das beschäftigt uns natürlich, dann Daniel Weber. Mit einer grossartigen Premier Grand Cru Beschreibung des Schauspielhauses Zürich. Spitze nur noch bei den Subventionen, künstlerisch im Keller. Das sind einfach himmeltraurige Zustände. Oskar Lafontaine fragt sich, was ist heute links? Und Roman Zeller im Gespräch mit dem Computerprofessor Roman Jampolsky. Gibt es die Menschheit in zwei Jahren noch? Nein, wenn wir diese gewaltigen Computersysteme da einfach raus... sich entfalten lassen. Moskauer Gulag-Museum, auch interessant. Professor Hubertus Knabe macht sich zu schaffen am Heldenkult von Putin. Putins Patriotismus verdrängt Stalins Gräueltaten. Das ist natürlich jetzt auch eine Folge dieses Krieges, dass auch auf russischer Seite dieser Krieg instrumentalisiert wird. Umso wichtiger ist es, mit den Russen im Gespräch zu bleiben. Und ich sage Ihnen, Wir haben bei Weltwoche Daily eine historisch einzigartige Dialogreihe, nämlich Roger Köppel spricht mit Wladimir Solowjow, Wladimir Solowjow spricht mit Roger Köppel. Solowjow ist ja so etwas wie der leibhaftige Propagandateufel von Moskau, so zumindest schreiben Leute über ihn, die noch gar nie mit ihm geredet haben, die auch keine seiner Sendungen gesehen haben. Bilden Sie sich selber ein Urteil. Wir hatten gestern wieder eine Sendung und ich muss Ihnen sagen, Natürlich. Irgendwann werden wir dann da mal zusammengestampft werden, aber ich glaube, die Kritiker wissen noch nicht so recht, wie sie das einordnen müssen. Meines Erachtens, aber urteilen Sie selber, ist das doch hochinteressant und hochrelevant, hier diesem ungefilterten, extrem eloquent vorgetragenen russischen Denken einmal zu begegnen. Und wir haben uns also nichts geschenkt, auch in dieser Sendung nicht. Wir reden über die Operation Barbarossa. Und hören Sie sich an. Wie hier die verwundete russische Seele aus diesem Wladimir Solowjow spricht, aus einer jüdischen Familie, die in den Nazi-Gräueln Verwandte verloren hat, Vorfahren verloren hat. Und das kommt dann natürlich mit einem anderen biblischen Zorn rüber, wenn da Solowjow vom Leder zieht. Aber ich habe ihn dann dagegen gehalten und gesagt, ja, aber du musst dir eben auch die Frage stellen, woher kommt denn eigentlich dieser Nationalsozialismus und warum sind dann damals Mit den Nazischärgen auch noch viele Europäer mitmarschiert gegen die Sowjetunion. Ja, weil die Sowjetunion eben auch kein Verein von Knorknaben war, sondern weil dieser Stalin natürlich gewaltige Verbrechen gemacht hat, die man heute in der Sowjetunion, beziehungsweise in Russland, sehen Sie, jetzt fange ich auch schon an, in Russland nicht mehr wahrhaben will. Und deshalb ist es wichtig, hier auch vom hohen Ross herunterzusteigen. Und wir haben auch die Frage besprochen, steckt einfach im europäischen Wesen, im deutschen Wesen, etwas drin? Was diese fürchterlichen Verbrechen erklärt, diesen Vernichtungskrieg und vor allem dann auch den Judenmord. Und ja, urteilen Sie selbst. Wir machen hier eine Dialogsendung, eine Fernsehsendung auf allerhöchstem intellektuellem Niveau. Das klingt jetzt unbescheiden, ist es auch, aber einer muss es ja sagen, wenn es die anderen nicht sagen. Und damit mache ich natürlich eine steile Ansage. Und beurteilen Sie selbst, die Absturzgefahr ist da natürlich gegeben. Weitere Themen aus der Aktualität. Keine Spielchen mit der Schuldenbremse, auch nicht für die Armee. Der Bundesrat will weiterhin die Steuern erhöhen, um die Nachrüstung zu finanzieren. Nehmt doch einmal diese sündhaft verschleuterten Gelder aus dem Sozialbereich, den ihr aufgezüchtet habt bis zum Gehtnichtmehr, und verlagert dieses Geld in die Rüstung, in die Schweizerische Armee, in die Verteidigungsfähigkeit. Wieso spart man nicht? Wieso lagert ihr nicht Budget um? Im Bundeshaushalt, wieso muss man immer wieder Steuererhöhungen machen in Bern? Die Steuererhöhung ist die intellektuelle und kreative Bankrotterklärung der Politik. Die schreien nach Steuern wie der Affe nach dem Zucker. Das ist doch nicht der Weg. Wir müssen sparen, Ausgaben senken, um sich anderswo einzusetzen. Dann dieses grossartige Interview mit Hummler, habe ich mir nochmal angestrichen. Der Bund hat wieder mehr Geld, der Überschuss soll in die Armee. Ja, aber ihr könnt ja auch mal sparen und dann nicht mit der Bersette, sondern mit der Kettensäge all diese unsinnigen Kostensteigerungen rückgängig machen. Die UBS will die heutige AHV abschaffen, trotzdem sollen Tieflöhner mehr Rente erhalten. Bin gespannt, habe mich noch nicht im Detail damit auseinandergesetzt. Der Bundesrat will mehr. Raketen und eben eine Steuererhöhung für alle, das ist so halt leider der Tenor in Bern. Meine Damen und Herren, tragen wir der Schweiz Sorge. Geben wir uns Mühe und ich sage Ihnen, und darüber werde ich in der internationalen Ausgabe sprechen, wir sind in einem Irrenhaus des Kriegs und ich bekomme heute Telefonanrufe, das ist jetzt kein Witz, von besorgten Bundeswehroffizieren. Die sagen, die allgemeine Richtung meines Landes, politisch, diese Zuspitzung im Ukraine-Krieg, das ist etwas brandgefährliches. Und ohne meine Rolle jetzt hier in irgendeiner Art und Weise zu überschätzen, dass wir da ein Sorgentelefon haben, offensichtlich für einige, das gibt mir ganz massiv zu denken, das ist auch alarmierend. Deshalb, meine Damen und Herren, Helfen Sie mit. Wir müssen zurück zur schweizerischen Neutralität. Das ist Schweiz sein oder nicht sein. Neutralität ja oder nein. Krieg oder Frieden. Das sind hier die Alternativen. Und hier muss es auch der SVP gelingen. Jene Dringlichkeit im Bewusstsein zu erzeugen, die jetzt noch überhaupt nicht da ist. Was einem natürlich auch schwerfällt bei diesen Temperaturen, wo alle an die Buddy denken, an ein schönes Glas Rosé oder Weisswein. Und jetzt kommt da dieser Köppel mit seinen frühmorgendlichen Aufrüttelungsparolen. Vielen herzlichen Dank, dass Sie mich noch nicht mit Schimpf und Schande geteert und gefedert davon gejagt haben, dass Sie dieses morgendliche Ärgernis nach wie vor über sich erdulden. aber hoffentlich, sagen Sie da mal in... 50 Jahre, wenn Sie es Ihren Enkelkindern erzählen, wenn sich noch irgendjemand daran erinnern kann. Es war manchmal auch ein fruchtbares Ärgernis. Einen wunderschönen guten Tag, meine sehr verehrten Damen und Herren. Und bewahren Sie einen kühlen Kopf in heissen Sommertagen. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen, Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst... niemandem zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt, denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal bei Ihnen bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video.