Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily. Die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich. Je nach Lage der Ereignisse, wobei von unserer grundsätzlichen langfristigen Zuversicht wollen wir uns nicht abbringen lassen durch die Ungeheuerlichkeiten, die man da täglich auch unseren Medien entnehmen kann. Zum Beispiel Tagesanzeiger heute Morgen. Eine ganzseitige Reportage, eine... Wohnserie «Unser Zuhause». Und da stellt die Redaktion in loser Folge verschiedene Wohnformen und Häuser aus der Region Zürich vor. Und heute, auf Seite 21, lesen wir, wie eine geflüchtete Familie in Zürich-Altstätten ein neues Zuhause fand. Und zwar auf dem Fogo-Areal. Das bietet temporären... Wohnraum für Geflüchtete und Studierende. Mal abgesehen von diesen Gerundiv-Formen, die ich für absolut entbehrlich halte, ist ja noch interessant, dass die Flüchtlinge und die Studenten da gleichsam zusammen untergebracht werden. Aber was in dieser Geschichte auffällt und irritiert, ist die Tatsache dieser Familie, die da vorgestellt wird. Es handelt sich um eine afghanische Flüchtlingsfamilie, achtköpfig, mit eins, zwei, drei, vier Töchtern, einem Sohn, einer Ehefrau, einer Grossmutter im Rollstuhl und einem Ehemann. Und diese Flüchtlingsfamilie auf Afghanistan berichtet, sie habe da stundenlang und nächtelang, Tag und Nacht, über die Berge marschieren müssen und sei dann in einem griechischen Flüchtlingslager angekommen, habe dort von der Schweiz erfahren und sei ins Paradies gekommen. Ich halte jetzt einfach mal nüchtern fest, was ich da beobachte. Also die Grossmutter ist nicht mit ihrem Rollstuhl über diese Berge geflüchtet, Tag und Nacht. Das halte ich für undenkbar. Also hier ist ein Familiennachzug offensichtlich auch zum Tragen. gekommen. Und dann finde ich interessant, was die Fluchtgründe dieser Familie sind. Wir müssen uns hier einfach ganz klar vor Augen halten, dass die Schweiz ein Asylgesetz hat. Und für Flüchtlinge, anerkannte Flüchtlinge, gemäss Schweizer Asylgesetz, gelten strenge Kriterien. Vor allem und namentlich, dass man zu Hause, also in dem Land, aus dem man geflohen ist, jetzt in diesem Fall Afghanistan, aufgrund von unentrinnbaren persönlichen Eigenschaften an Leib und Leben bedroht ist. Nun ist das aber, wenn ich hier abstelle auf die Erzählungen, bei dieser Familie nicht der Fall. Sondern die Familie ist geflohen aus Afghanistan aufgrund der Machtübernahme der Taliban, die natürlich ein Regime aufgezogen haben, das uns überhaupt nicht gefallen kann, das ist klar. Da gibt es auch Diskriminierungen und es gibt sehr... Strenge islamistische, man könnte vielleicht sogar fast sagen Steinzeit-islamistische Auffassungen, dass zum Beispiel Frauen eingeschränkt werden, man muss differenziert bleiben, bei ihrer Berufsausübung. Und offensichtlich konnte jetzt da die Ehefrau nicht mehr in ihrem Beruf als Lehrerin tätig sein und auch die Mädchen seien da nicht mehr in der Lage gewesen, in die Schule zu gehen. Das gibt es in Afghanistan, das habe ich selber gesehen. Aber der entscheidende Punkt ist hier, das Verbot in eine Schule zu gehen oder seinen Beruf auszuüben. Auch wenn das unsere moralischen und zivilisatorischen Instinkte beleidigt. Aber ich füge einfach hinzu, wir haben keine Ahnung, wie so ein Land wie Afghanistan letztlich funktioniert. Aber egal, das kränkt natürlich, das beleidigt, das irritiert, das schwerste Empört unserer Gerechtigkeit sind. Alles nachvollziehbar. Aber wir haben Gesetze und Gesetze gelten. Und hier gelten einfach die Asylgesetze. Und Flüchtlinge nach Genfer Konvention... denen Asyl gewährt werden kann, Asyl gewährt werden kann, dass sie Menschen, die aufgrund von unentrinnbaren Eigenschaften an Leib und Leben bedroht sind, das ist hier nicht der Fall. Gleichzeitig haben wir, glaube ich, gestern in der Neuen Zürcher Zeitung eine grosse Reportage gelesen über Afghanistan, in der klar festgehalten wird, wie in meinem Bericht, dass die Sicherheitslage für die Menschen Also die Bedrohung, die existenzielle Bedrohungslage, die habe sich ganz massiv entschärft, abgesehen von den Angriffen der pakistanischen Streitkräfte. Und das ist einfach etwas, was uns in der Schweiz empören sollte. Bei allem Verständnis für die Schrecklichkeit jetzt, die diese Familie erleben musste, dass die Frau ihren Beruf nicht mehr ausüben konnte, angeblich, das wird hier einfach behauptet, dass man den Kindern... Verboten habe, in die Schule zu gehen, angeblich. Das wird jetzt hier einfach behauptet. Ich habe ja auch mit Frauen gesprochen, mit Mädchen, die noch in die Schule gehen in Afghanistan. Aber ich will das gar nicht bestreiten, dass da Dinge laufen, die uns nicht gefallen. Aber die Frage ist einfach, was mir zu denken gibt, hat die Schweiz noch die Kraft, überhaupt ihre Rechtsordnung aufrechtzuerhalten? Und man kann ja argumentieren, wir finden diese Asylgesetze völlig falsch. Man soll sie über den Haufen werfen. Man soll überall alle Leute aufnehmen als Flüchtlinge in der Schweiz, die zu Hause nicht auf dem Standard leben können, wie wir das in der Schweiz für selbstverständlich nehmen. Dann können Sie aber gerade etwa 6 oder 7 Milliarden Menschen theoretisch als Flüchtlinge in der Schweiz aufnehmen. Oder jeden Chinesen, jede Chinesin. Das geht doch einfach nicht. Und die Selbstverständlichkeit, mit der hier auf offener Bühne berichtet wird, dass diese Familie mit 8 Köpfen die eben nicht an Leib und Leben bedroht ist, in der Schweiz Unterkunft finden. Das zeigt Ihnen an einem Beispiel den Skandal des schweizerischen Flüchtlingswesens. Und wenn es das nur eine Familie wäre, diese eine Familie aus Afghanistan, dann hätten wir ja kein Problem. Aber der Punkt ist, dass das natürlich nicht bei dieser einen Familie bleibt, sondern das ist ein Schneeballsystem. Und das geht nicht. Und was... überhaupt nicht geht, ist diese schleichende, selbstverständliche Auflösung unserer Rechtsordnung im Asylbereich. Und als obersten Verantwortlichen, als Gralshüter des Rechtsstaats, als Delegierten, als Angestellten, haben wir den Bundesjustizminister Beat Janz, den Bundesrat Beat Janz, den Vorsteher, nennen wir ihn nicht Minister, nennen wir ihn den Vorsteher des Justiz- und Polizeidepartements, der aber nichts tut, um solche Missstände aufzuheben oder zu beseitigen, sondern ganz im Gegenteil, der einer der grössten Fürsprecher ist, diese Situation noch zu verschlimmern. Das heisst, wir haben in unserer Regierung Leute, die nicht gewillt sind, meine Damen und Herren, den schweizerischen Rechtsstaat aufrecht zu erhalten. Und Rechtsstaat heisst, was recht ist in der Schweiz, daran hat man sich zu halten, Und was recht ist... Das bestimmen Volk und Stände in dafür vorgesehenem Verfahren. Das bestimmt nicht Herr Jans und das bestimmt auch nicht der Tagesanzeiger und das bestimmen auch nicht all diese Gutmenschen, die jeden, der hier einfach auf dem rechtsstaatlichen Standpunkt beharrt, in die Ecke eines Ausländerhassers oder eines Asylgegners oder eines antimenschlichen Gruselmonsters abqualifizieren wollen. Das darf man sich nicht ankleben lassen, diese völlig unsachgemässen, deplatzierten Etiketten. Das ist die Verwahrlosung, das ist die Verlotterung des schweizerischen Rechtsstaats im Alltag. Und wenn die Schweiz nicht mehr die Kraft hat, ihren Rechtsstaat aufrechtzuerhalten, dann geht sie vor die Hunde. Aber wir sehen das ja in verschiedenen Beispielen. Wir sehen sie auch in der Bereitwilligkeit, mit der unsere politischen Eliten bereit sind. die Volksrechte nach Brüssel abzuschieben. Stellen Sie sich das einmal vor mit diesen EU-Unterwerfungsverträgen. Jetzt habe ich auf LinkedIn einen Eintrag gesehen von unserem obersten EU-Turbo Simon Michel, dem Milliardärserben von Ipsomed, der sich für die FDP hinstellt. Um den unabhängigen, freiheitlichen, demokratischen Rechtsstaat, den seine FDP vor 150 Jahren mit aufgebaut hat, an führender Stelle aufgebaut hat, den zu versenken, zu beerdigen, Mit einer Aussage, die Entschuldigung an Blödheit und an Geschichtsblindheit jetzt wirklich nicht mehr zu übertreffen ist. Er sagt nämlich, die Schweizer hätten nicht in der Geschichte durch Konflikte und Auseinandersetzungen Erfolg gehabt, sondern durch Kooperation und durch Verträge. Was für ein Unsinn, das auf unsere heutige Situation anzulegt. Natürlich haben die Schweizer durch Gewalt... und kriegerische Auseinandersetzung ihre Unabhängigkeit zuerst einmal erkämpfen müssen. Simon Michel hatte geschlafen im Geschichtsunterricht, meine Damen und Herren. Sembach, Moorgarten, die Burgunderkriege, die Befreiungskriege, westfälischer Frieden, Bürgermeister Wettstein aus dem Zürcher Oberland, der dann in Basel Furore machte, der brillant ausgehandelt hat. Beim westfälischen Frieden nach dem Dreissigjährigen Krieg, die formelle Unabhängigkeit der Schweiz vom Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, hat man da geschlafen. Auch schon mal was gehört vom freisinnigen Bundesrat Ulrich Ochsenbein, der den Franzosen angedroht hat, wenn sie weiterhin die Schweiz behelligen und nach der Bundesstaatsgründung 1848 diese demokratische Republik nicht akzeptieren. Dann werde man mit zwei Divisionen den Franzosen schon noch zeigen, was schweizerische Unabhängigkeit bedeutet. Ich meine, es ist doch einfach unglaublich, was für eine Geschichtsvergessenheit, was für einen Mangel an Bildung dabei gewissen Politikern in der Schweiz zum Tragen kommt. Natürlich, Simon Michel, haben sich die Schweizer verteidigt. Natürlich haben die Schweizer auch gekämpft für ihre Unabhängigkeit und auf der Grundlage dieser Unabhängigkeit. Haben sie dann natürlich Verträge abgeschlossen, aber nicht solche idiotischen Verträge, die der Simon Michel jetzt der Schweiz aufs Auge drücken muss. Einen Vertrag, der festschreibt, dass am Schluss Brüssel, dass Frau von der Leyen die Gesetze in der Schweiz machen kann. Meinen Sie, die Eidgenossen haben Verträge unterschrieben, an deren Ende der Habsburger Kaiser die Gesetze in der Schweiz gemacht hat? Auch schon mal etwas vom Bundesbrief gehört? Simon Michel, 1291. Dämmert es da irgendwo im Hinterstübchen? Oder ist das in den kommunikationswissenschaftlichen Studien an der Hochschule St. Gallen irgendwie auf der Strecke geblieben? Es ist doch einfach unglaublich, was da erzählt wird, meine Damen und Herren. Das muss man mal deutlich aussprechen. Weil die sind ja auch unzimperlich, die Simon Michels im Austeilen und im Verunglimpfen. Simon Michel hat von der Schweizer Geschichte nicht die geringste Ahnung. Schauen Sie sich das mal an auf dem LinkedIn-Posting, das er da gemacht hat. Dass hier übrigens auch rege kommentiert wurde, übrigens von einem früheren Eishockey-Spieler, den ich in höchstem Ansehen halte, vom EHC Kloten, nämlich von Edi Rauch. Bravo Edi Rauch Edi Rauch sieht viel klarer als Simon Michel die Essenz der schweizerischen Geschichte. Und all diese Studierten von der HSG, ja wir haben eben zu viele Studierte und zu wenig Gescheite, die haben hinten und vorne nicht den geringsten Schimmer. Ja, die Schweiz hat Verträge unterschrieben, Simon Michel. In ihrer Geschichte. Aber erst nachdem es die Schweiz als handlungsfähiges internationales Subjekt gegeben hat, nach bestehend opferreichem Bestehen dieser Befreiungskriege. Und übrigens hat die Schweiz auch im Zweiten Weltkrieg und im Ersten Weltkrieg, nicht zuletzt bekräftigt durch ihre immerwährende, bewaffnete, umfassende Neutralität, ihre Unabhängigkeit behauptet, ist dafür auch nach dem Zweiten Weltkrieg von keinem Geringeren als Winston Churchill belobigt worden. Das wird komplett ausgeblendet von diesem Kapitulationsfreisinnigen, von diesem Unterwerfungsfreisinnigen, der die Schweiz, der EU unterjochen will. Wissen Sie, was die alten Eidgenossenschaften mit einem aus ihren Reihen gemacht hätten, der das tut, der sich den fremden Souveränen unterwirft? Wissen Sie, was ein freisinniger, ein urfreisinniger Schriftsteller wie Gottfried Keller geschrieben hätte, wenn er das lesen würde? Was da der Simon Michel von sich gibt. Gottfried Keller 1841 in seiner berühmten Schrift «Ein Schweizer ist übrigens nicht der, dessen Vorfahren bei Simbach und Morgarten gekämpft haben.» Das ist nicht das entscheidende Kriterium. Das entscheidende Kriterium war für den Gottfried Keller, dass ein wahrer Schweizer sich mit der unabhängigen demokratischen Staatsform in diesem Land identifiziert und sich nicht unter den Gesetzen eines fremden Souveräns wohler fühlt. Simon Michel fühlt sich unter den Gesetzen, unter dem Souverän der Europäischen Union wohler. Also ist er nach der Definition von Gottfried Keller kein Schweizer mehr. Punkt. Wenn man schon über Geschichte spricht, Simon Michel, ohne eine Ahnung zu haben. Nein, das ist unglaublich. Unterwerfung überall. Und da sind wir gleich beim nächsten Kapitel. Brillanter Aufsatz, brillanter Artikel von Katharina Fontana heute Morgen in der Neuen Zürcher Zeitung. Strengere Regeln für Konzerne in der Europäischen Union. Der Bundesrat kommt der Initiative zur Konzernverantwortung sehr weit entgegen. Minutiös. deckt hier Katharina Fontana auf, wie der Schweizer Bundesrat, angeführt von Beat Janswieder, diesem Totengräber der Schweiz im Justizdepartement, wie man jetzt der Initiative auf eine Neuauflage der Konzernverantwortung einen bundesrätlichen Gegenvorschlag entgegenstellt und dass dieser Gegenvorschlag des Bundes noch weiter geht als die Regeln der Europäischen Union und das ist pures Gift. für die Schweizer Wirtschaft. Und das wird hier hart klein dargelegt. Ausgerechnet in Zeiten von Zollwirren und massiven Druck will die Landesregierung auf die Wettbewerbsfähigkeit schärfere Regeln für Unternehmen, mehr Bürokratie und höhere Kosten aufnötigen. Das sorgt in der Wirtschaft und bei den bürgerlichen Parteien für Konsternation zu Recht. Ein ehrgeiziges Regelwerk sei da vom Bundesrat ausgebrütet worden. Ein Spezialgesetz über die nachhaltige Unternehmensführung. Die Vorlage umfasst 46 zum Teil sehr umfangreiche Artikel, den Anhang nicht eingerechnet. Darin geht es um Sorgfaltspflichten, die grosse Schweizer Unternehmen weltweit über die ganze vor- und nachgelagerte Aktivitätskette von Produkten bis Vertrieb und Kundenservice einhalten müssen um eine ausgebaute Nachhaltigkeitsberichterstattung, um eine nationale Aufsichtsbehörde und vieles mehr. Und es geht um die zivilrechtliche Haftung von Unternehmen für ihre juristischen selbstständigen Auslandtochter für den Fall, dass Sorgfaltspflichten verletzt werden. Als wenn irgendeine Tochterfirma oder irgendwo beteiligt an dem schweizerischen Wertschöpfungsprozess in Togo, in Neuguinea oder in Timbuktu einen Umweltstandard von Balthasar Glättli. aus der Sozialwohnung in Zürich einen seiner Standards nicht einhält, dann kann die Schweizer Firma verklagt werden, zur Kasse gebeten werden. Ich meine, diese Konzernverantwortung, das ist eine Milchkuh für all diese NGOs, die ja gar keine NGOs sind, Non-Governmental Organizations, sondern wie Christoph Schaltecker von der Universität Luzern brillant aufgedeckt hat. Die werden ja vom Staat gepäppelt und vom Staat finanziert. Das sind staatlich subventionierte Geldbeschaffungsmaschinen auf Kosten der Schweizer Wirtschaft. Und unser Bundesrat, Entschuldigung, entblödet sich nicht in Zeiten höchsten Drucks auf die Schweizer Wirtschaft, auf die Wettbewerbsfähigkeit. Schaut ihr eigentlich auch mal über die Landesgrenze nach Deutschland und werdet euch mal klar, was da draussen abgeht. Ausgerechnet in diesen Zeiten, das schreibt Katharina Fontana richtig, Legt man da noch eine Bleiplatte drauf und man argumentiert, man begründet das mit dem Satz, ja, die Schweiz müsse sich eben bei diesen Standards, den internationalen, vor allem den EU-Gepflogenheiten anpassen. Man wolle gleich lange Spiesse, ja gleich lange Spiesse, die man in sich selber hineinstösst. Mit so einer Regelung, mit so einem Gesetzesmonster, mit so einem Paragrafenungeheuer, in das man da die Schweizer Wirtschaft hineinsteuern will. Das ist eine Ritterrüstung, eine festgeschraubte, zur Unbeweglichkeit verdammte Ritterrüstung, die man da an Regulatorien aufzieht. Aber mehr noch, es ist auch eine Art Angriffsrampe, die da hochgezogen wird und die eben all diesen linken und grünen Organisationen die Möglichkeit bietet, Schweizer Unternehmen massiv zu verklagen. Und natürlich geht das auch... Vor allem gegen die Rohstoffindustrie, gegen die besonders international tätigen Unternehmen. Und mit solchen Vorhaben zerstört der Bundesrat die Grundlagen des Wohlstands in der Schweiz. Das muss man sich hier einfach in aller Deutlichkeit vor Augen halten. Anschlussfähige Lösungen. Jetzt zeigt aber Katharina Fontana, dass diese anschlussfähige Lösung, nur schon das Wort anschlussfähig, Wer will denn anschlussfähig sein? Wollen wir anschlussfähig sein bei der vor unseren Augen scheiternden Europäischen Union? Sind wir eigentlich schon in geistiger Sklaven... Mentalität angekommen, in einer Art geistigen Geiselhaft gegenüber dieser Europäischen Union. Die Schweiz müsse international abgestimmt vorgehen und sich an dem orientieren, was die EU in Sachen Nachhaltigkeit beschliessen werde. Nur hat die EU jetzt ihr Konzernverantwortungskonstrukt abgerüstet, vor allem im Bereich der Haftung, das hat man ausgeschaltet. Da geht aber die Schweiz voll drauf. Der Bundesrat geht mit seinem Vorschlag über das hinaus, was die EU in Sachen Haftung heute verlangt. Es sind nicht gleich lange Spiesse. Wir wollen doch nicht gleich lange Spiesse. Wir wollen längere Spiesse. Und vor allem wollen wir nicht Spiesse, mit denen wir uns selber aufspiessen. Und das ist so ein Spiess der Selbstaufspiessung, diese Konzernverantwortung. Hat doch nichts mit Verantwortung zu tun. Das ist die Arroganz der dekadenten Mitteleuropäer, die ihre Rechtsordnung, ihre Umweltstandards auf die ganze Welt ausdehnen und besehen, was es dort in den Ländern bedeutet. Das ist die reine Gesinnungsethik, ohne Verantwortung, ohne Kosten-Nutzen, ohne Rücksicht auf die Konsequenzen. Also die Schweiz geht weiter. Nicht gleich lange Spiesse, sondern eine Benachteiligung der hiesigen Unternehmen gegenüber jenen in der Europäischen Union. Das ist doch eine Ungeheuerlichkeit. Hier jetzt ein Beispiel. Verstösst eine in Ghana, Peru oder Australien ansässige Tochterfirma eines Schweizer Konzerns gegen eine Umweltvorschrift, oder gegen eine Menschenrechtsnorm und kommt es zu einem Schaden, können die Betroffenen in der Schweiz Klage führen. Es gilt nicht das Recht von Ghana, Peru oder Australien, sondern das Schweizer Recht. Die haben doch den GW, den Grössenwahn. Diese linken Wirtschaftszerstörer. Sie glauben, mit unserem Recht die ganze Welt beglücken zu können. Das ist dieser fatale Fortschrittsmythos, dieser Fortschrittsglaube, dass man sich auf der richtigen Seite der Geschichte wähnt. Das ist eine fürchterliche... Verblendung, meine Damen und Herren, der man da obliegt und damit untergräbt, unterläuft man die Grundlagen der Wohlfahrt, übrigens auch der sozialen Errungenschaften, die man ja sonst gar nicht bezahlen könnte, ohne diese Wirtschaftsleistungen, auf denen alles beruht in diesem Land. Aber wissen Sie, wenn Sie heute Morgen die Zeitungen aufschlagen, schlägt Ihnen dieser Geist der Kapitulation, des Einknickens überall entgegen. Zum Beispiel lese ich im Blick, erhält die Schweiz Klimakontrolleure auf Druck des Europarats, soll die Schweiz eine unabhängige nationale Stelle einrichten, deren Aufgabe darin besteht, die Klimapolitik des Landes zu überwachen. Sie müssen sich mal so etwas vorstellen, ein Europarat, der gegründet worden ist, um Menschenrechte einzuhalten. Der gibt heute Empfehlungen ab, und die Empfehlungen von heute sind die Zwänge und Diktate von morgen, dass man eine Klimakontrollbehörde installieren soll, in der natürlich diese Grünen, die man sonst in der Wirtschaft kaum verwenden könnte, sichere Staatsstellen vom Steuerzahler finanziert bekommen können. Das ist ein Speckgürtel, ein grüner Speckgürtel, der da mithilfe von internationalen Organisationen Konzernverantwortung usw. aufgezogen werden soll. Das ist Sozialismus, meine Damen und Herren. Das ist der schleichende Sozialismus. Das ist die Ausplünderung und Überregulierung der Wirtschaft. Das ist die Planwirtschaft ohne Plan. Das ist die Kommandowirtschaft, wo Funktionäre, Kontrollgremien, Aufsichtsbehörden am Schluss faktisch die Kontrolle über die Schweiz übernehmen. Über uns, über unseren Alltag. die uns dann befehlen werden, was wir noch essen dürfen, was wir in unserem Kühlschrank haben dürfen. Und ins gleiche Kapitel fällt dieser Verkehrsterror in der Stadt Zürich. Es ist unglaublich, was da passiert, meine Damen und Herren. Wir lesen... Zum Beispiel sogar im Tagesanzeiger. Denen wird es zu bunt bzw. zu grün. Der Stadtrat belohnt Regelverstösse. Stefan Häne, bravo, ein grossartiger Kommentar. Und im Tagesanzeiger hat das Gewicht, wenn er das festhält, das zumindest, bilde ich mir ein, noch als traditioneller Zeitungsleser. Der Stadtrat belohnt Regelverstösse. Am Neumühle-G werden Velofahrende geschont. Immer diese Gerundivform, die Velofahrenden, diese Gendersprache. Abfahren. Da hat man eine Autospur jetzt beseitigt und die Velofahrer, die sich offensichtlich an keine Verkehrsregeln halten lassen, mit der Folge, dass eben der Verkehr unsicherer geworden ist. Und die Regelverstösse, die Gesetzesverstösse der Velofahrer werden da toleriert. Und das ist ja sowieso in der Schweiz immer zu beobachten, dass man das von A bis Z durchlässt. Die Polizei ahndet... Verfehlungen von Autofahrern mitleidlos, mitleidlos. Aber die Velofahrer dürfen sich alles erlauben, fahren über Fussgängerstreifen, erwarten, dass man ihnen Vortritt gibt, obwohl sie den nicht haben, wenn sie mit dem Velo über den Fussgängerstreifen fahren. Sie bedrohen Fussgänger, sie fahren auf den Trottwars, sie halten sich an keine Rotlichter. Das ist unglaublich. Aber durch diese Verhätschelung des Velofahrers, dem jetzt Autobahnbreite Strassen zur Verfügung gestellt werden, Gleichzeitig wird der automobile Individualverkehr komplett diskriminiert. Das sind die Indizien einer spätmodernen, dekadenten Wohlstandsgesellschaft, die nicht mehr arbeiten will, die in verbilligten Sozialwohnungen lebt, die mit dem Tram ins Büro fährt, mit dem optimierten Work-Life-Balance, Betonung auf Live, und da muss man eben das Ganze zu einer Art Velozone, zu einem Velonirvana umbauen. Das ist eine rot-grüne Freiluft-Kolchose, die da aufgezogen wird, meine Damen und Herren. Und wissen Sie, die Richtung ist einfach falsch. Das ist die Richtung einer Generation von Menschen, zu der ich mich auch zähle, die im Wohlstand aufgewachsen ist und die in ihrer ganzen angeblichen Weltoffenheit aus diesem geschützten Ziergarten gar nie herausgekommen ist. Die wissen gar nicht, wie es da draussen in der Welt aussieht. aussieht, wie es da zu und her geht, beziehungsweise sie panzern sich ein, sie bunkern sich ein, da in ihrem fremdfinanzierten Schrebergarten einer grünsozialistischen Pseudoidylle. Und das ist gefährlich, weil das sind ja auch die Kreise mit den ganz tiefen Geburtenraten. Die denken nicht in kommenden Generationen. Und ich habe vier Kinder, ich mache mir Sorgen. wohin die Schweiz sich bewegt. Es gäbe noch weitere Beispiele. Zum Beispiel hören wir aus dem Kanton Watt, dass da zu Recht die Wattländer sagen, wir wollen unsere Pauschalbesteuerten, die Reichen, das wollen wir jetzt nicht alles öffentlich machen, was da für Deals herrschen. Weil das natürlich nur den Neid und all diese Dinge befördert, von jenen Leuten gefordert wird, die diese Steuerprivilegierung abschaffen. Aber ich finde das etwas Gutes, dass wir in der Schweiz diese Pauschalbesteuerung haben. Denn dort, wo es viele Reiche gibt, geht es auch den Armen besser. Das ist auch so ein Grundsatz, den da die Wohlstandsverwöhnten vergessen haben. Jetzt habe ich nicht gesprochen über ein Thema, das mich, wie Sie wissen, am meisten besorgt, nämlich die ganze Thematik des Ukraine-Kriegs und der Krim und der Berichterstattung auch in der Schweizer Medien. Eine Berichterstattung, die deshalb besorgniserregend ist, nach meiner Beurteilung. Weil sie die Möglichkeit eines Krieges komplett ausblendet. Eines grossen Krieges. Und es ist eine Jubelberichterstattung, die mit jeder erfolgreichen Selensky-Drohne sich bestätigt darin fühlt, dass auch triumphalistisch auslebt. Ja, seht ihr, wir haben immer gesagt, dass man diesen Russen da eins reinbrennen muss. Wir stehen ja auf der richtigen Seite der Geschichte. Wir sind ja die Guten. Wir sind in der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen. Sind wir die Verkörperung des Fortschritts, der Freiheit, der Demokratie? Und diese rückständigen Russen und diese Untermenschen im Osten, denen muss man die Demokratie und die Segnungen unserer Zivilisation zuerst einmal mit der Hellebarde einprügeln. Und diese zivilisatorische, nennen wir sie doch geschichtsphilosophische Arroganz, Dass man sich da sozusagen auf einem Fortschrittspfad anderen gegenüber als überlegend taxiert, das ist etwas ganz Gefährliches und das ist ein Denkmuster, das wir im Zweiten Weltkrieg auch schon einmal gesehen haben. Und es ist vor allem ein Denkmuster, diese geschichtsphilosophische Überheblichkeit, mit der die Vertreter, und die haben wir hier in der NZZ im Blick, im Tagesanzeiger, die Journalisten sind die Schlimmsten. Diese Fortschrittsprediger, diese Fortschrittsapostel, diese Gutmenschen, diese Bessermenschen, die fühlen sich eben so gut, dass sie sich erhaben fühlen über jede Kosten-Nutzen-Rechnung, meine Damen und Herren. Man fragt nicht, was sind die Konsequenzen der Politik, sondern man fühlt sich im Recht. Ja, wir stehen auf der richtigen Seite, also ist das, was wir machen, ist das natürlich richtig, wenn wir denen einen draufknallen. Das ist brandgefährlich, meine Damen und Herren, nach meiner Beurteilung. Das besorgt mich wirklich. Weil die einzig relevante Frage, die man sich stellen muss, ist die folgende. Was macht der Russe, wenn der Ukrainer dies macht und wenn wir das machen? Auf die Schweiz gemünzt, wir übertrumpfen noch die Sanktionen der Europäischen Union. Diese unrechtmäßigen Diskriminierungen, diesen Wirtschaftskrieg gegen Russland. Die Schweiz macht mit, wir sind Partei im Krieg. Und hört doch einmal auf, diesen Wirtschaftskrieg immer zu verharmlosen. Der hat darauf abzielt, eine Bevölkerung, ein Land auszuhungern. Das ist brandgefährlich. Und die Schweiz ist mittendrin. Und nur weil wir uns trösten und sagen, ja, wir geben ja keine Waffen. Wiegen wir uns eben auch in dieser fatalen Sicherheit, in dieser Überheblichkeit? Ja, die Russen sind ja so schwach. Und das Gefährliche, das Selbstmörderische, ist die totale Ausblendung der russischen Perspektive. Die wird ja sozusagen integral toxifiziert. Die wird gleich mal im Giftschrank auf der Sondermülldeponie abgelagert. Denn was die Russen sagen, das ist ja nur Propaganda. Das ist nur Propaganda. Herr Köppel, bringen Sie nicht immer diese Putin-Propaganda. Was wir sagen, ist die reine, ungefilterte, blütenweisse Wahrheit. Widerspruchsfrei. Vermutlich vom lieben Gott direkt uns ins Hirn gepflanzt. Wir vertreten das Wahre, Gute und Schöne. Und die andere Seite, das ist primitive Propaganda. Und verboten ist es nur schon suspekt, macht sich ja nur schon verdächtig. macht sich ja nur schon der. der da mal zuhört, der da mit denen redet. Was ist denn eigentlich mit Ihnen los, Herr Köppel? Da sind wir mit diesen Russen reden. Haben Sie da heimliche Sympathien für Putin? Werden Sie bezahlt von Putin? Hat man Ihnen Geld bezahlt? Wenn das ist die Haltung dieser geschichtsphilosophischen Arroganz, dass man gar nicht mehr in der Lage ist, eine andere Sichtweise wahrzunehmen, ohne sie gleichzeitig als korrupt, verbrecherisch, landesverräterisch, moralisch defizient, verbrecherisch. Kurzum, das ist eine betonkopfmässige Sturheit, eine Verbarrikadierung der eigenen Sicht durch die eigene Ideologie. Oder eben nennen wir sie die Geschichtsphilosophie, den Geschichtsmythos. Das ist nämlich ein Mythos des Fortschritts. Nein, meine Damen und Herren, wir sind nicht zivilisatorisch den Russen voraus. Sondern die Russen haben eine Regierungsform, mit der offensichtlich ein grosser Teil der Russen einverstanden ist. Und diese Regierungsform finden sie angemessen für die Probleme und Aufgaben ihres Landes. Und vielleicht kommen sie mal zum Schluss, dass sie eine andere Regierungsform wollen. Zum Beispiel wie jene der Schweiz. Und Deutschland ist auch nicht zivilisatorisch rückständig gegenüber der Schweiz, weil sie keine direkte Demokratie haben. Wir dürfen uns auch nichts einbilden da, die Helvetier, hinter ihren sieben Bergen. Aber es wäre umgekehrt auch nicht verboten, sich vielleicht mal an der Schweiz zu inspirieren, die vieles praktisch besser macht. Also Sie sehen das. Ich plädiere für eine eklektische Weltsicht, die sich verabschiedet von diesen rassistischen Denkmustern, von diesen Untermenschenschablonen, von dieser Verachtung. Wie sie schon einmal in Europa Regie führte, nämlich beim letzten Krieg gegen Russland vor 85 Jahren, der am 22. Juni losging. Es ist ganz gefährlich, dass auch in der Schweiz diese Verblödung mittlerweile den Standard bestimmt. In der Berichterstattung, die Krim wird für Putin zu Belastung. Völkerrechtswidrig annektierte Krim, ja diese verbrecherischen Russen, Territorialraub. Aber die erfolgreichen ukrainischen Militärschläge, die führen jetzt zu einer ganz massiven Veränderung. Deutschland hat die Lieferung des Marschflughäupers. etwas Taurus mit allerlei Ausflüchten verweigert. Was ist eigentlich mit der NZZ los? Das sind ja Kriegsverrückte, sind da am Schreiben, Andreas Rüesch. Der sitzt ja schon jeden Morgen am NATO-Geschützturm und zieht sich vielleicht schon auf einer Siegesparade auf dem Roten Platz und hinten wird Putin und Lavrov mit Ketten um den Hals vorgeführt, wie in einer römischen Siegesparade. Und da diese... Strategen da ihres Schreibtischs, das ist ja Andreas Rüesch, so wie sie heissen, die sind dann auf diesem Streitwagen und hinten mit einem goldenen Lorbeerkranz. Cäsaren-Wahn, meine Damen und Herren. Unter Ausblendung des Essentiellen, der zentralen Frage, Aktio, Reaktio, was sind eigentlich die Konsequenzen? Was passiert eigentlich, wenn diese... Jubelszenarien. Putin am Boden, Selenskyj triumphiert. Dieser Selenskyj-Kult. Ich meine Selenskyj, meine Damen und Herren. Sogar pro-ukrainische Anti-Putin-Leute geben Interviews. Die frühere Pressesprecherin sagt, dieses Regime sei zutiefst korrupt, Selenskyj würde nicht wiedergewählt, er wäre sofort weg. Das einzige, was den noch an der Macht hält, ist dieser Krieg, meine Damen und Herren. Und den vergöttert unsere Politik, den vergöttern unsere Medien. Man muss ihn ja nicht verteufeln, aber man soll ihm bitte auch nicht heilig sprechen. Und ist es denn richtig, ich frage nur, es besorgt mich, ist es denn richtig und vernünftig, wenn die Europäische Union ihre Aussenpolitik an die Ukraine delegiert, dass Herr Selenskyj die Kriegsführung bestimmt? Letztlich macht, was er will. Und er macht, was er will. Oder die anderen wissen nicht mehr, was sie wollen. Oder das, was sie wollen, kommt jetzt erst zum Vorschein. Denn noch bis vor kurzem hat man in Brüssel, hat man in Berlin gesagt, wir wollen nicht, dass dieser Krieg tief aufs russische Territorium ausgedehnt wird. Jetzt passiert das aber. Dieser Taurus, der damit ausflüchten, dieser Mittelstreckenflugkörper, mit hoher Zerstörungskraft, der tief fliegen kann. Der ist ja durch die Hintertür jetzt längst eingeführt. Der ist ja gar nicht auf dem neuesten Stand. Durch die Drohnen, die die Ukraine angeblich nur selber fabriziert. Auch so ein Mythos. Natürlich helfen da Firmen. Die prahlen ja damit. Helsing in München. Ja, wir helfen natürlich den Ukrainern. Wir bauen unbemannte Flugkörper, mit denen man den Russen den Garaus machen kann. Glauben Sie eigentlich, Putin wird da ewig zuschauen? Diese 6500 Atomraketen? Atomsprengkörper, diese weiss nicht wie viele ballistischen Hochgeschwindigkeitsraketen, diese Tausenden von Panzern, die lässt er da verrotten. Die haben ja noch nicht einmal den Kriegszustand erklärt in Russland. Glaubt man eigentlich, dass Putin den Nobelpreis für Geduld und Zurückhaltung anstrebt? Bei diesen Schreibtischstrategen, bei diesen Schreibtischgenerälen der NZZ und wie sie alle heissen. Putin hätte es natürlich in der Hand, dem Spuk ein rasches Ende zu bereiten. Er müsste nur auf das ukrainische Angebot nach einem bedingungslosen Waffenstillstand eingehen. Er müsste ja nur aufhören, könnte auch kommen und sagen, Entschuldigung, NZZ, ich habe mich geirrt, Entschuldigung, EU, ich habe mich getäuscht. Was hat man eigentlich für Vorstellungen? Glaubt man, dass die Russen aus einer Art Laune heraus diesen Krieg begonnen haben? Hat man sich eigentlich mit den Kriegszielen Russlands, mit der tieferen Motivation, auseinandergesetzt? Wichtig Das heisst nicht, dass diese Motivation göttlich gerechtfertigt wäre. Aber es ist die Ernsthaftigkeit der Motive, die wir hier doch einmal zur Diskussion stellen müssen. Und Putin hat ja jetzt gerade eine Rede gehalten und hat gesagt, dieser Krieg Das Vordringen der NATO, das ist die Ursache dieses Kriegs, verfolgt das Ziel, Russland strategisch herabzustufen. Das ist das Gleiche, was die Nazis wollten mit der Operation Barbarossa. Aufteilung von Russland, das sagen die Amerikaner heute auch, Aufteilung von Russland, also das aussenpolitische Establishment, nicht Trump, Aufteilung von Russland, Installierung von westfreundlichen Regimen, dann sind die Rohstoffe uns und wir haben Russland. als Untertanenstaat in der geopolitischen Auseinandersetzung gegen China. Das ist die Strategie der US-Falken, die jetzt warten, bis Trump weggedrängt wird und dann kommen sie wieder und können diesen Plan verfolgen. Die Europäer, ob bewusst oder unbewusst, haben sich zum Sachwalter dieser Strategie gemacht, obwohl sie dem nicht gewachsen sind aufgrund ihrer militärischen Potentialität. Erwartet man, dass die Russen blöd sind, dass sie naiv sind? Die Russen sehen das. Und sie sagen, das wollen wir nicht, das sagt Putin. Sein oder nicht sein. Es gibt dann kein Russland mehr, wenn wir nicht mehr eine unabhängige Macht sind, die auch ihre Sicherheitsinteressen behaupten kann. Und hier sind die Sicherheitsinteressen tangiert. Und darum nützt es nichts, wenn die NZZ mit immer noch längeren Leitartikeln schreibt, ja, er müsste ja nur zum Verhandeln kommen, er müsste ja nur einen bedingungslosen Waffenstillstand hinnehmen. Das hat er übrigens schon mal gemacht, Putin. Hat man das schon vergessen? Und dann haben ihn Merkel und Hollande gesagt, ja, wir haben diesen Waffenstillstand nur gemacht, um die ukrainische Armee aufzurüsten, damit sie dann erst recht die Russen strategisch besiegen kann. Das ist die Situation und darum mache ich mir grosse Sorgen, weil das in unseren Medien, damit natürlich auch in der Öffentlichkeit, in der Politik überhaupt nicht zur Kenntnis genommen wird. Darum sage ich das hier sehr eindringlich. weil es mich echt besorgt und weil natürlich diese Einseitigkeit, diese Totalausblendung, dieser geschichtsphilosophische Wahnsinn, diese Arroganz, die hat natürlich dazu geführt, dass wir unsere Neutralität in der Schweiz preisgegeben haben. Ich danke Ihnen ganz herzlich für die Aufmerksamkeit. Das war es von Weltwoche Daily Schweiz. Heute ein bisschen länger als üblich. Ich werde versuchen, die internationale Ausgabe etwas kürzer zu halten. Besten Dank und einen wunderschönen guten Tag. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst... Niemand so unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de sowohl für Print als auch digital und maßgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal bei Ihnen bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video.