Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie aus der unglaublich geschichtsträchtigen, aber auch leidgeprüften deutschen Stadt Magdeburg in Sachsen-Anhalt zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig... kritisch gut gelaunt und zuversichtlich am Mittwoch, dem 9. September 2026. Vielleicht haben Sie es mitbekommen, es hat sich ja etwas herumgesprochen. Am Wochenende haben hier Wahlen stattgefunden mit einem ziemlich aufsehenerregenden Resultat. Gewonnen haben nicht die machtgewohnten Etablierten, sondern es gab einen Erdrutschsieg für die Opposition, für die AfD und dies natürlich zum allergrössten Entsetzen des bundesrepublikanischen... Mainstreams, das Lager der Verlierer, der Geschlagenen versinkt jetzt in Selbstzerknirschung, in schlechter Laune und in kreidebleicher Fassungslosigkeit. Ja, die Talkshows ein aufgeregtes, geradezu Gegacker, das man da gehört hat, wenn ich denke an die Sendung von Markus Lanz. Allerdings natürlich auch hochinteressant, das ist Demokratie. Ich meine, das ist eine Sternstunde der Demokratie gewesen und die Sachsen-Anhalter, die haben mich beeindruckt. Warum? Weil sie die Kraft gehabt haben, gegen eine Monsterwelle der versuchten Bevormundung, der Vorkauung und der Einmischung, dass sie eben die Kraft bewiesen haben, unabhängig ein Veto einzulegen und zu sagen, nein, wir wollen eine andere Politik, wir möchten eine Alternative. Demokratie ist ja die Staatsform der Alternativen, ob es die Neuen dann bringen. ob die AfD da diese wunderbaren Versprechungen und die schönen Auftritte tatsächlich in eine vernünftige Politik umsetzen kann. Es sieht ja jetzt so aus, als würde sie eine Regierung bilden können, vielleicht mit dem Bündnis Sarah Wagenknecht, BSW, wobei ich weiss gar nicht so genau, ob das Bündnis noch so heisst oder schon umbenannt worden ist. Auf jeden Fall verspricht so eine Konstellation oder würde so eine Konstellation versprechen, eine ziemlich würzige neue politische... Variante, warum das nicht mal ausprobieren in der festgefahrenen und sich jetzt allmählich auflockernden und vervielfältigenden Politlandschaft Deutschlands. Ja, das ist Demokratie und das kann eben passieren, dass die Leute nicht einverstanden sind mit dem, was die da oben machen, ein schweizerisches Moment gleicher Massen. Und das war natürlich auch das Thema meines Vortrags gestern vor vollbesetzten Rängen im Alten Theater, übrigens einer ehemaligen Wehrmachtskaserne, das zeigt eben, dass die Weltgeschichte gelegentlich auch in die richtige Richtung geht, von der Kaserne, von einem Epizentrum des militärischen Wehrmachtskasernes, dann natürlich in der Sowjetzeit, in der DDR-Zeit, haben da die sowjetischen und DDR-Streitkräfte ihre Übungen entsprechend veranstaltet. ist das ein Schauplatz der Kultur und eben der Friedensdiskussionen. Wunderbar, der Zivilisationsprozess, es gibt ihn eben doch, beziehungsweise eine gewisse Befriedungsleistung aus historischer Erfahrung ist da zu beobachten. Und da sind wir natürlich auch bei der historischen Erfahrung der Stadt Magdeburg. Für alle Schweizer, die sie nicht so gut kennen, die damit nicht vertraut sind, Magdeburg, eine der schönsten deutschen Städte, Keinmal. gewesen, muss man sagen, aber eben auch immer wieder überfahren. Man könnte sagen, durch den Fleischwolf gedreht der Weltgeschichte. Kriege hat es hier gegeben, grösse Glanz, auch monarchische Prachtentfaltung der deutschen Kaiser, weit, weit in die Geschichte zurückreichend, aber ein einschneidendes Datum, 1631, 30-jähriger Krieg und eine mordende Soldateska. hat hier die Stadt aufs Schrecklichste verwüstet. Und dann ein weiteres Datum zum Ende des Zweiten Weltkriegs haben hier die Alliierten noch einmal tonnenweise Bomben abgeworfen und die Stadt vor allem in ihren historischen Zentren mehr oder weniger dem Erdboden gleich gemacht. Und wenn es eine Botschaft gibt, die Magdeburg in die Welt hinaus sendet, nicht nur an Deutschland, an die ganze Welt, dann ist es doch wohl die nie. Wieder Krieg und alles Unternehmen, alles versuchen, um einen Krieg zu verweiden, insbesondere auf europäischem, auf deutschem Boden. Diese Botschaft hat ja an Aktualität. Überhaupt nichts verloren. Im Gegenteil, sie wird immer aktueller und das war natürlich auch das Thema gestern Abend. Ja, vollbesetzte Ränge auch nach Lübeck, jetzt Magdeburg, zuerst der Westen, jetzt im Osten. Grosse Begeisterung, ein nicht enden wollendes Diskussionsgeschehen. Wir haben also bis fast 23 Uhr diskutiert, Beginn 2020. Uhr hat sich aber ziemlich sportlich und schnell angefühlt, also melden Sie sich da an, auch wenn Sie aus der Schweiz an den Vorträgen in Deutschland teilnehmen, wollenweltwoche.de-vortrag wäre wunderbar. Und ich weise gleich auf eine zweite Veranstaltung der Weltwoche hin. Ich versuche das da auf meinem Bildschirm zu schaffen. Am 16. September 2026 veranstaltet die Weltwoche einen Live-Event mit Julia Mendel. Das ist hochinteressant. Julia Mendel ist die ehemalige Pressesprecherin von Volodymyr Selensky, dem ukrainischen Präsidenten. Organisiert wird das Ganze vom Prof. Dr. Hans Neuhoff, Mitglied des Europäischen Parlaments der AfD in Straßburg. Wir übertragen den Event Frieden wagen, Diplomatie statt Eskalation, live ab 18 Uhr auf dem Weltwoche-YouTube-Kanal. Merken Sie sich dieses Datum. Ich freue mich, wenn Sie dabei sind. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Julia Mendel. Jetzt aber zu den Nachrichten. Schlagzeilen. Das ist ja eine unglaubliche Geschichte, was da die Geschäftsprüfungskommission des Parlaments herausgefunden hat. Brandschwarze Lügen. Wobei in der Politik wird ja nicht gelogen. Man nennt das perspektivische Wahrheiten. Aber man würde das ehrlicherweise, wenn man die Gauner-Worte, die Gaunersprache verabschiedet, als Lüge bezeichnen. Es gab keinen Fixpreis für den F-35, den amerikanischen Kampfjet Viola am Herd. Die frühere Wehrministerin hat Martin Pfister einen Blindgänger hinterlassen und der ist nun explodiert, schreibt die Neue Zürcher Zeitung. Und in der Tat, es ist ja ein Skandal, was hier da alles erzählt wurde. Fixpreis, Fixpreis, Fixpreis. Man hat versucht, die Amerikaner blöd hinzustellen. Jetzt zeigt sich einfach, dass das Departement von Viola Ahmed mit der letztverantwortlichen Bundesrätin, die ja von den Medien hochgejubelt wurde für ihre angebliche Rüstungskompetenz. Das hat sich alles als Schall und Rauch entpuppt. Und was dem Fass den Boden ausschlägt, ist die Tatsache, dass nun diese GPK herausgefunden hat, dass nur wenige Persönlichkeiten, wenige Personen den Vertrag zu diesem Flieger überhaupt vollständig gelesen haben. Ich habe sogar gehört, nur eine Person hätte diesen Vertrag vollständig gelesen. Das ist ja unglaublich. Bei so einem Milliardengeschäft, man hat auch noch auswärtige Kanzleien beschäftigt, eine Person hat es gelesen oder ein paar wenige, die Bundesrätin, mit einer Blindgängerübung, Irreführung der Öffentlichkeit, also Demokratie ist die Staatsform des institutionalisierten Misstrauens, muss es sein. Glauben Sie nichts, was Ihnen Ihre Regierung sagt. Aber was eigentlich... Noch viel beunruhigender ist jetzt an dieser Feststellung, dass diesen F-35-Vertrag, der etwas über 100 Seiten hat, dem Vernehmen nach, dass diesen Vertrag also fast niemand gelesen hat im Bundeshaus. Ich habe mich dann einfach gefragt, ja wie ist denn das mit den EU-Verträgen, mit den Unterwerfungsverträgen? Das sind ja über 2000 Seiten. Glaubt da im Ernst jemand, dass all die Bundesräte, all die Politiker, all diese EU- die jetzt für diesen Vertrag weibeln, dass die diesen Vertrag gelesen haben, dass die wissen, was da drin steht. Sicher nicht. Also das glaube ich keine Sekunde. Und das zeigt ihnen natürlich die durchschlagende Unseriosität dieses ganzen politischen Zirkus, den wir da erleben. Also meine Damen und Herren, bleiben Sie wachsam, schauen Sie da den Leuten auf die Finger. Iran-Krieg, US-Militär zerstört fünf iranische Tanker. Wo sind eigentlich da die Sanktionen? Wo sind denn da all die Neutralitätsabschaffer, die sagen, die Schweiz muss ein internationales Zeichen setzen. Wir dürfen doch nicht zulassen, dass das Völkerrecht gebrochen wird. Ja, wo sind all diese Völkerrechts-Champions jetzt da im Iran-Krieg? Wo waren sie, als die Amerikaner Venezuela überfallen haben? Keinen Pieps haben wir von ihnen gehört. Wir hören überhaupt nichts. und da sehen sie einfach die... durchschlagende Unglaubwürdigkeit einer nicht neutralen schweizerischen Aussenpolitik, sofort das Angetrieben von einem Bundesrat. Ja, das sind doppelte Massstäbe. Und damit macht sich die Schweiz nicht nur unglaubwürdig, sie macht sich auch unbeliebt und sie macht sich... Lächerlich, der Zwerg, der sich da aufspielt zum Moralriesen auf der internationalen Bühne und so tut, als interessiere es irgendjemanden, was unsere Politiker, an deren Namen sich sowieso niemand mehr erinnern kann, zu diesem oder jenem sagt. Also, stille Sitzen, das ist Neutralität, zurück zur Glaubwürdigkeit. Ein Paar sitzt wegen Missbrauchs an einer 14-Jährigen lange in Haft, Jahre später gibt es... gibt das angebliche Opfer dem Fall eine unerwartete Wendung. Das ist eine unglaubliche Story, die wir da lesen können in den Zürcher Zeitungen. Ein Fall, der zu denken gibt. Sind Zürcher Gerichte und Gutachter auf die Lügen eines Mädchens hereingefallen, das bloß etwas mehr Freiheit wollte? Das Verfahren wird neu aufgerollt. Offensichtlich ist es so, dass vor einigen Jahren die Tochter ihren Stiefvater, einen gebürtigen Türken, und ihre Mutter beschuldigt hat, sie sexuell missbraucht zu haben. Das Ganze führte zu einer Verurteilung, zu Gefängnisstrafen und dann sogar zum Landesverweis, zumindest zur Ausreise des türkischen Stiefvaters. Und jetzt hat das Gericht ein Telefon bekommen der mittlerweile 19-jährigen damaligen Schülerin, die zugibt, sie habe zu Unrecht ihre Eltern und Stiefeltern beschuldigt. Das habe sich überhaupt nicht so... zugetragen und jetzt muss der Fall neu aufgerollt werden. Was ich mir hier gelb angestrichen habe in der Berichterstattung ist Folgendes. Also nicht nur ist man erschüttert natürlich über diese neue Wendung, aber eine entscheidende Rolle bei der Verurteilung der Eltern spielte dabei ein Gutachten, das die Staatsanwaltschaft bei einem Psychiater und drei Psychologinnen in Auftrag gegeben hatte. Die Aussagen der Tochter seien mit hoher Wahrscheinlichkeit glaubhaft. Und diesen Psychiater und diesen Psychologinnen, denen sollte man also auch den Prozess machen. Das ist nämlich eine, glaube ich, wiederkehrende Matrix, die wir da sehen, dass eben Psychologen, Psychologinnen natürlich aufmunitioniert mit ihren Gender-Theorien, mit ihren sexuellen Missbrauchstheorien nur allzu gerne glauben, was ihnen da erzählt wird. Und all diese Seelenforscher und Seelenkundigen, da könnt ihr abfahren. Ich meine, wenn man... So gravierende Anschuldigungen, die falsch sind, wenn man das nicht durchschaut, dann musst du den Löffel abgeben, wenn das dein Beruf ist, wenn du sozusagen darauf spezialisiert bist, die Seele der Menschen, ihr tiefes psychologisches Empfinden durchschauen, analysieren zu können. Jetzt sagen die natürlich, ja nein, das ist nicht der Anspruch unseres Berufs etc. Man redet, man windet sich dann da irgendwie heraus. Aber diese Gutachten hatten einen wesentlichen Einfluss auf dieses Fehlurteil. Da mussten sie lange, lange ins Gefängnis, die Eltern. Eine unglaubliche Geschichte. Und die einmal mehr zeigt, dass in all diesen Fragen des Sexualstrafrechts, auch im Zusammenhang mit der MeToo-Bewegung, steht ja immer Aussage gegen Aussage, gibt ja keine Zeugen. Da muss man höllisch aufpassen. Und da haben auch die Medien eine grosse Mitverantwortung. Denn die Medien sind die Ersten, die stehen zuoberst, wenn es darum geht, Anschuldigungen zu erheben. Natürlich haben die Opfer immer recht, nur schon durch die Tatsache. dass sie angebliche vermeintliche Opfer sind. Das heisst nicht, dass es solche Vorfälle nicht gibt. Selbstverständlich gibt es diese Fälle. Und natürlich sind das Verbrechen. Aber mein Plädoyer ist, dass man dem alten Grundsatz im Zweifel für den Angeklagten hier entscheidender nachleben muss. Ich danke Ihnen ganz herzlich für die Aufmerksamkeit. Das war es von Weltwoche Daily Schweiz aus Magdeburg. Heute fahren wir nach Dresden weiter. Abitur aufmachen. Vortrag vor einem Wirtschaftsverein, einem Verband der Immobilienwirtschaft. Da freue ich mich drauf. Standortbestimmung aus schweizerischer Sicht und für mich auch eine Forschungsexpedition dadurch das spätsommerliche Deutschland. Wunderschöne Flachlandschaften. Endlich mal keine Berge. Man kann ziemlich weit da ausschweifend blicken. Ich danke Ihnen. Bis bald und alles Gute. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst... Niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal bei Ihnen bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video.