Kapitel
- Einleitung und Begrüssung
- Gedanken über Eskapismus
- Kritik an alternativenlosen Meinungen
- Sorge um Krieg und Frieden in Europa
- Kritik an internationaler Politik
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Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie aus dem stets friedensbewegten und friedensbeflissenen Institut für fortgeschrittene Gegenwartskunde und angewandte Wirklichkeitsstudien. zur internationalen Ausgabe von Weltwoche Daily. Die andere Sicht unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Donnerstag, dem 25. Juni 2026. Heute mit der gedruckten neuen Weltwoche im Doppelpack, noch mit einer sehr schönen Beilage zu den Zauberinseln. Auch dem Eskapismus muss gehuldigt werden. Es braucht Fluchtwege aus der Gegenwart. viele Themen, viele Meinungen, Standpunkte, Recherchen, Artikel, die Sie so in deutschen Zeitungen nicht lesen können. Die andere Sicht gegen Steuer. Nichts ist gefährlicher für die Demokratie, als wenn es nur noch eine Meinung geben soll. Das ist ja das grosse Problem der Inquisitorengesichter, dieser Schissscharten-Augen, die sich da hinstellen, produzieren, aufplustern und Ihnen und uns einreden wollen, Es gäbe nur... eine Meinung, die sei alternativlos. Abfahren, aufhören, das ist Sabotage der Demokratie. Demokratie ist die Staatsform der Alternativen. Die Alternativlosigkeit, das ist die Domäne der Diktatur. An den Worten kann man sie erkennen. Das sind gefährliche Entwicklungen. Leider, leider, man muss es so deutlich sagen, versagen die Journalisten. Sind die deutschen Medien viel zu sehr Komplize in dieser allgemeinen Hirnwäsche, in dieser täglichen Bedröhnung, vor allem bei dem Thema, das das Wichtigste und das Gefährlichste ist, nämlich Krieg und Frieden in Europa. Das, meine Damen und Herren, ist meine grösste Sorge. Das ist das, was auf meine gute Laune schlägt, allerdings nur vorübergehend, weil man dann doch Im eigenen Hirn wieder spürt, wie da Mechanismen laufen, eben der Zuversichtsermittlung. Und diese Stimmen da, in den hoffentlichen Weiten des eigenen Grosshirns, die flüstern einem ein. Komm, sieh es nicht so düster, mach mal ein bisschen halblang, musst nicht so stark aufdrehen. Aber meine Damen und Herren, auch gegen diese inneren Stimmen drehe ich auf, lege ich nach. Ich mache mir grösste Sorgen. Ich glaube nicht, dass wir uns entfernen von der Möglichkeit eines Krieges in Europa, sondern ich glaube, wir steuern auf einen grossen Krieg in Europa zu. Die Eskalationsleiter wird beschrieben, die wird vorangebracht, die Eskalationsspirale dreht sich und es sind nicht Schlafwandler. die da auf der Bühne agieren. Es sind Leute, die leider, ich komme zu diesem Schluss, ganz genau wissen, was sie tun, die sehenden Auges, die Gefahren in den Wind schlagen und die Kriegsgefahr heraufbeschwören, wie sie unsere Generation zum Glück nie erlebt hat. Aber heute. Ist die Gefahr akut und es tut mir sehr leid, dass ich Ihnen da nicht Entwarnung geben kann, aber das ist meine allergrösste Befürchtung, die ich habe. Und diese Befürchtung wird nicht nur genährt dadurch, dass ich die Zeitungen lese und mir diese allgemeine kriegerische Rhetorik anhöre, sondern, und das ist besonders beunruhigend, erhalten wir hier in der Schweiz bei der Weltwoche, das ist jetzt kein Witz, Telefone. von deutschen Armeeangehörigen, Offizieren, die sich ernsthaft die Frage stellen, wie kann ich meinen Diensteid, meinen Soldateneid einhalten und Widerstand leisten gegen diese verantwortungslose Kriegstreiberei, auch und gerade auf der Seite der Europäischen Union, auf der Seite Berlins, auf der Seite der Vereinigten Staaten von Amerika. Und wir müssen uns einmal vor Augen halten. Der amerikanische Präsident Trump ist schon einer, der rhetorisch den Frieden beschwört. Aber unter ihm sind natürlich nach wie vor auch Kräfte zugange, Neokonservative. Leute, die nicht bereit, nicht willens sind, mit Russland eine konstruktive Einigung zu finden. Und die sind noch so froh, wenn sie da auf dem fernen Kontinent einen Stellvertreterkrieg führen können mit den dummen Europäern, die sich da selber wirtschaftlich ans Messer liefern und eine Ukraine, die sich verheizen lässt in einer Auseinandersetzung. zwischen zwei slawischen Brudervölkern und zwei ehemaligen Sowjetrepubliken. Und wir, die Verrückten vom Dienst, machen uns diesen Konflikt auch noch zu eigen, reden uns ein, es gehe da um eine Art Entscheidungsverteidigungsschlacht der westlichen Zivilisation und wollen gar nicht realisieren, dass wir uns mitverheizen lassen, verblödet und geblendet durch irgendwelche Vorstellungen, die mit der Realität überhaupt nichts zu tun haben. Und das ist der Grund, warum ich in meiner gestrigen Sendung dermassen vehement auf dieses Buch hier Bezug genommen habe. Hitler's Strategie, Politik und Kriegführung 1940 bis 1941. Die Habilitationsschrift des Historikers Andreas Hilgruber, einem der klügsten Historiker, den der Spiegel, den Rudolf Augstein im Historikerstreit... Fertig gemacht, hat so fertig gemacht, hat ihn als konstitutionellen Nazi bezeichnet. Den grossen, zutiefst demokratischen, friedliebenden Historiker Andreas Hillgruber, der sich einfach geweigert hat, hier den Unsinn nachzubeten, der damals in linken Kreisen während des Historikerstreits in Deutschland verbreitet wurde. Und an dieser Verfehmung, an dieser Verdammung ist Andreas Hillgruber buchstäblich gestorben, ist erkrankt geworden. und hat sich nicht mehr erholt. Und das hier ist eine Habilitationsschrift. Und wenn man diese Schrift eines akuten, brillanten, deutschen Historikers liest, vor dem Hintergrund seiner späteren Verdammung durch den linken Mainstream im Spiegel, dann ist das einfach eine Schande. Denn hier tritt uns ein Historiker mit einem unglaublich subtilen und differenzierten Urteilsvermögen entgegen, der diesen schlimmsten aller verbrecherischen Angriffskriege, den Vernichtungskrieg der Wehrmacht gegen Russland, also wirklich auf dem Objektträger eines Elektronenmikroskops aufs Genaue deserziert. Und das Beklemmende, das Beunruhigende ist, auch wenn die Zeitumstände ganz andere sind und man das nicht in den gleichen Topf werfen kann, zum Glück sind die heutigen deutschen Militaristen nicht mehr in der Lage, einen solchen Militärapparat in der Weltgeschichte herumzuschieben. Aber die gleichen Denkmuster des Grössenwahns und der Geringschätzung des Gegners, die erkennen wir heute auch. Ja, der Russe, der liegt doch schon am Boden. Die Russen sind geschlagen. Zelensky mit seinen Drohnen, der heizt den Russen ein. Und Putin, wenn er am Morgen aufsteht und in den Spiegel schaut, dann sagt er sich, es war ein Fehler. Und er wird dann irgendwann nach Berlin auf den Knien gerutscht kommen und sagen, sorry Freunde, ich habe mich geirrt. Das sind die Vorstellungen, die nicht nur in Deutschland und in der EU durch die Birnen einiger Politiker geistern, sondern das ist auch die offizielle Doktrin, die man zum Teil im amerikanischen Generalstab hören kann, zumindest unter hochrangigen aktuellen und ehemaligen amerikanischen Militärs. Und ich hatte in dieser Hinsicht Gelegenheit, wieder einmal mit einem hohen amerikanischen Offizier ein Off-the-Record-Gespräch zu führen. Und da ist einfach das Beängstigende, das Frostbeulen erzeugende, meine Damen und Herren. dass für diesen Amerikaner, aber er ist ja entschuldigt, er ist Amerikaner, ist die Vorstellung, dass es einen grossen Krieg geben könnte, dass die Russen nicht so schwach sind, wie die Amerikaner schon im Oktober 2022 behauptet haben, dass diese Russen vielleicht genötigt sein könnten, wenn denn diese Untergangsszenarien tatsächlich stimmen, die man jetzt zur Selbstberaustung herumbietet in der Europäischen Union in Amerika, wenn es dann tatsächlich so ist, was ich gar nicht glaube. Aber wenn es denn so ist. Dann wird es erst recht gefährlich, meine Damen und Herren. Dann steigt die Neigung der Russen, die ganz grosse Waffe einzusetzen. Und dann hören wir von den Amerikanern, ja das ist doch lächerlich. Und auch von den deutschen Medien. Das ist doch Witz, das ist Kreml-Propaganda. Das ist doch nicht so blöd, eine Atombombe auf die Ukraine zu schmeissen. Dann werden ja die nuklearen Schwaden die Russen selber treffen. Ja gut, die wären vielleicht noch so blöd da, dieser besoffene Generalstaat mit den korrupten Generälen. Die sind doch überhaupt nichts wert. Freunde, wer sagt denn eigentlich, dass sie ihre Bomben auf die Ukraine werfen werden? Was macht eigentlich diese Leute da in Berlin und in Brüssel so sicher, dass diese Überschallraketen, womöglich auch ohne Atomsprengköpfe, das ist ja schon schlimm genug, zum Beispiel eine Rüstungsfirma in München treffen, die Drohnen herstellt und damit auch prahlt für die Ukraine? Was macht eigentlich diese Weltmeister der Sorglosigkeit, der frivolen Leichtsinnigkeit so erdbebensicher, dass nicht schon längst die russischen Zielcomputer Ziele erfasst haben, die die Versorgungslinien, die Nachschublinien der Ukraine betreffen? Meine Damen und Herren, man macht sich doch hier überhaupt keinen Begriff davon, wie ernst es den Russen ist. Und natürlich... Man kann russisches Roulette spielen und kann sagen, wir, die ja so brillante Politik gemacht haben in den letzten Jahren, die eine grossartige, eine zukunftsweisende Migrationspolitik hingekriegt haben, die, die wir doch bei der Klimarettung uns höchste Verdienste erworben haben und unsere Verkehrs- und Energiepolitik, das ist ja das allergrösste, wie wir beispielsweise die deutsche Automobilindustrie zu neuer Blüte führten, da ist es doch ein leichtes... noch so nebenbei einen Krieg gegen Russland zu orchestrieren, gegen diese Russen, die ja überhaupt nichts auf die Reihe kriegen, während wir alles auf die Reihe kriegen. Meine Damen und Herren, merken Sie etwas? Da haben sich doch ein paar Politiker komplett aus der Wirklichkeit verabschiedet. Es fehlt die Bereitschaft und es fehlt offensichtlich auch das Hörvermögen. sich wenigstens einmal damit auseinanderzusetzen, was die anderen sagen. Stattdessen gefällt man sich in einer Pose der Unangreifbarkeit, streitet man sich in einer entfesselten Egonarzistik darüber, wer denn nun mit Putin reden soll. So aus dieser Macho-Allüre. Noch aufgeputscht von Zelensky mit seinem Brief, der zunächst einmal Putin beleidigt und dann noch hohnlachend ihm eine diplomatische Konferenz vorschlägt. Ich meine, das sind doch alles Kapitalfehler einer Nicht-Diplomatie der absoluten, aber durch nichts zu rechtfertigenden Arroganz und Überheblichkeit. Das ist die Arroganz der Inkompetenz, meine Damen und Herren. Und man muss das einfach mal deutlich sagen. Und wenn man den Amerikanern zuhört, wie sie da in ihrer fundierten Sorglosigkeit und mit diesem typisch amerikanisch naiven Willen, mit dieser Neigung, mit diesem Heisshunger zur Selbstüberschätzung, der ja irgendwo auch die Grösse der Amerikaner ausmacht. Wenn man denen so zuhört, dass alles im Griff ist, dass die... Ukraine da natürlich gewinnen, die Russen keine Chance haben, dann plötzlich meldet sich da auch so eine kleine Stimme im Hirn zu Wort, die sagt, ja und wenn es dann nicht so ist, wenn der Russe jetzt nicht nach dem Drehbuch sich verhält und die Amerikaner, die ja weiss Gott nicht über das absolute Musikgehör verfügen bei der Einschätzung ihrer jeweiligen Kriegsgegner. Das ist ja das Problem der Amerikaner. Die sind schnell dabei, wie die Cowboys, in irgendwelchen Weltgegenden Kriege zu führen. In Vietnam, in Nordafrika, in Afghanistan, Stellvertreterkriege in der Ukraine. Wenn es nicht mehr läuft, dann sind sie schnell weg. Aber wo sollen denn eigentlich die Deutschen hinrennen? Wo sollen die Osteuropäer hingehen, wenn es hier mal wieder knallt? Meine Damen und Herren. Die Hauptkampfzone eines neuen europäischen grossen Kriegs, auf den wir zusteuern, diese Hauptkampfzone ist die Bundesrepublik. Ist man sich dessen bewusst? Überhaupt nicht. Und man kann sich ja in den Talkshows schon vorstellen, wie da diese Schießschartenaugen, diese Inquisitionsgesichter, diese freudlosen Rechthaber, Wie die dann reagieren, wenn jemand wie ich beispielsweise so einen Satz sagen würde? Ja, aber Herr Köppel, um Himmels Willen, kriegen Sie sich mal ein. So geht es dann also gar nicht. Diese Kreml-Propaganda hier, die sind dermassen hypnotisiert von ihrer eigenen Propaganda. Dass eben die wahre Gefahr darin besteht, dass man diese Eventualitäten, diese Risiken gar nicht mehr zu berücksichtigen bereit ist. Und deshalb ist das ganz wichtig, mit der russischen Seite auch zu sprechen. Und das ist einer der Gründe, einer der wichtigen Gründe, warum ich mich entschieden habe, etwas zu machen, was ja weltweit einzigartig ist. Nämlich einmal die Woche mit dem Profiliertesten, wie es bei uns heisst. Propagandasprachrohr mit dem Megafon der verwundeten russischen Seele zu sprechen, mit dem hochintelligenten, begnadeten Polemiker, aber auch differenzierten Denker Wladimir Solowjow, der sehr viel sagt, was uns überhaupt nicht gefällt, der uns in einer brillant formulierten, zugespitzten Art und Weise, auch natürlich herrlich übertreibend, was ja die Deutschen nicht in Empörung versetzen sollte, in diesem Fach sind sie ja selber Weltmeister, allerdings meistens mit viel weniger Humor als Soloviov, der hält doch den Leuten den Spiegel vor. Und damit muss man sich auseinandersetzen. Man kann sich auch kritisch damit auseinandersetzen. Und unsere letzte Sendung, die vierte oder fünfte, das war die absolut beste bis jetzt. Ich habe gestartet mit dem Oper Unternehmen Barbarossa, mit diesem Krieg hier, mit dem Buch von Andreas Hilgruber. Und ich habe... Gesagt, was für eine Fürchterlichkeit dieser Krieg war, was man heute daraus lernt. Und wie erschütternd es ist, dass eben heute in Deutschland man versucht, die Erinnerung an diesen Krieg etwas wegzutepexen. Man möchte das etwas wegdrücken. Der Spiegel hat zwar eine Titelgeschichte gemacht, aber nicht mit den Aspekten der deutschen Verantwortung und der Schuld, sondern im Gegenteil. Es findet gewissermassen eine Art Entrussifizierung der 26 Millionen Toten statt, der Sowjetbürger. die die Wehrmacht damals abgeschlachtet hat, im verbrecherischsten aller verbrecherischen Kriege in der Geschichte der Menschheit. Und dieser Krieg allein sollte ja den Politikern erschöpfend klargemacht haben, die ja sonst immer von der historischen Verantwortung reden, dass man vielleicht etwas die Klappe halten sollte, wenn es um Russland geht. Dass man da auch eine historische Verantwortung hat. Und dass da die Worte, diese nassforschen, präpotenten Macho-Begrifflichkeiten, dass diese Worte natürlich in Russland entsprechende Reaktionen auslösen. Aber die Deutschen in ihrem Siegfried-Syndrom, in ihrem Unverwundbarkeits-Syndrom, im Glauben, man sei da im Drachenblut des eigenen Wahnsinns badend unterwegs gewesen, bilden sich offensichtlich ein, dass ihnen überhaupt nichts passieren kann. Und das ist, ich habe es schon gesagt, natürlich eine Verantwortungslosigkeit gegenüber allen Ländern, die natürlich in Deutschland mit in die Bredouille gezogen werden. Also das sind die Gespräche mit Solowjow, die andere Perspektive. Und ich kontere dann natürlich, wenn er da vom Leder zieht, über die Nazis, über den im deutschen, im europäischen Wesen steckenden Hang zum Vernichtungskrieg. Dann analysiere ich natürlich und halte ihm entgegen, was eigentlich die Sowjetunion für einen Anteil hatte. Im Entstehen des Unheils des Nationalsozialismus. Reden wir mal über den Internationalsozialismus, über Stalin und über die Mördertaten der Bolschewiken, über die die Russen nicht reden wollen. In der neuen Weltwoche übrigens von Hubertus Knabe. Ein glänzender Artikel über diesen Heroenkult der Geschichte in Russland. Aber wissen Sie, Putin ist ein sachlich beherrschter und disziplinierter Kopf. Und ich habe es ja schon ein paar Mal gesagt, wir werden irgendwann noch einmal dankbar sein müssen, dass in diesen verrückten Zeiten im Kreml nicht ein Verrückter am Ruder sass, sondern natürlich auch kein Heiliger, keine Mutter Teresa, ein Machtpolitiker, ein grossrussischer Nationalist, ein autoritärer Herrscher, der aber von den Russen, ob es uns passt oder nicht, auch immer wieder gewählt wurde. Und die Vorstellung, dass in Russland so eine reine Nicht-Demokratie herrscht, alles komplett undemokratisch ist, das scherbelt natürlich gewaltig aus dem Mund von jenen, die nichts unversucht lassen, die Demokratie bei sich zu Hause durch Majestätsbeleidigungsparagrafen, Verfassungsschutz, Verfolgung von Andersdenkenden, Sanktionierung von Kritikern und auch einer verfassungsschutzmässigen Bespitzelung der grössten Oppositionspartei in Grund und Boden hineinzureiten. Wir sind also hier, oder die, die so tun und sich da ausspreizen, die sind überhaupt nicht berechtigt und irgendwo in der Lage, den Russen Vorträge über Demokratie zu halten. Also wir müssen hier auf ganz breiter Front falsche Vorstellungen abbauen. Und das schafft man nur, Wenn man miteinander redet, also ich glaube, wir müssten eigentlich eine Art Nobelpreis bekommen, Entschuldigung, für dieses Diskussionsformat mit Solowjow. Ich weiss, das klingt jetzt völlig übertrieben und grössenwahnsinnig, ist es auch. Aber jemand muss ja diese Sendung loben, wenn es die anderen nicht machen. Also hier spüren die Westler, die Europäer, auch die Deutschen sich nicht mehr, Deutschland wird die Hauptkampfzone dieses Krieges. Und es ist ja auch ein Zeichen für den aktuellen grassierenden Wahnsinn, dass Holger Neumann, der Luftwaffengeneral, mit einer martialischen Sprache sich zitieren lässt im britischen Magazin The Telegraph, also wie dieser... Colonel Kilgore in Apocalypse Now, I love the smell of napalm in the morning, im gleichen Gang-Ho-Stil, mit dem wehenden Halsband des Luftwaffenkriegers, sagt an dieser Generalleutnant Neumann, Wir sind fight tonight, ready to fight tonight, wir stehen in Kampfbereitschaft, wir werden jeden Millimeter... des NATO-Luftraums verteidigen gegen diese aggressiven Russen. So hat er es sinngemäss gesagt und ausgestrahlt, hat es dann noch ein bisschen martialischer. So einen müsste man doch sofort zurückpfeifen von Seiten des Wehrministeriums. Wo ist denn da eigentlich Herr Pistorius? Wo ist die deutsche Friedensbewegung? Wo sind die deutschen Pazifisten? Aber offensichtlich feiert man das ab. Ist man begeistert? Das ist ja wieder diese neue Schneidigkeit, die einem da entgegentritt. Allerdings ohne irgendein welche rüstungsmässigen und militärischen PS auf den Boden zu bringen. Das ist wie der, der mit dem Tiger spielt, aber gar nicht davonrennen kann, sonst wird er gefressen. Den müsste man zurückpfeifen, abberufen. Aber sie machen es ja genau anders. Sie machen es anders mit dem Kai Achim Schönbach. Das ist der Name dieses Vize-Admirals, den ich Ihnen das letzte Mal nicht gesagt habe. Dieser Vize-Admiral, der damals gemahnt hat, Diplomatie, aufpassen, ja nicht. Die Russen jetzt da reizen und in eine Konfrontation gehen, den hat man abberufen. Den musste oder wollte man loswerden, weil er nicht eingestimmt hat in diese kriegerische Rhetorik. Und auch hier, meine Damen und Herren, wir haben doch so viele Militärhistoriker in Deutschland, die ganze Kompendien darüber geschrieben haben, wie ist es eigentlich möglich, dass diese heldenhafte Kriegerkaste der preussischen Offiziere sich hat einspannen lassen. in diesem Vernichtungs- und Verbrecherkrieg gegen Russland? Wo ist denn da eigentlich das soldatische Ethos geblieben? Und die Bundeswehr ist ja sozusagen auf der reinen Verneinung dieser Sklavenmentalität, dieser Befehlsausführungsmentalität aufgeboten worden. Aber wenn jetzt dort eben auch hohe Offiziere, die sich da so kriegstreiberisch äussern, wenn man die quasi mit Lorbeeren begrenzt, Und die Skeptiker, die die für den Frieden mahnen, die beruft man ab, dann ist das natürlich ein Sittenbild des Schreckens, das sich uns hier bietet. Wo ist die deutsche Friedensbewegung? Wo sind die deutschen Pazifisten? Wo sind die Sozialdemokraten? Wo sind die deutschen Politiker, die durch diese Sprache der Mässigung, die diese Kriegserfahrung noch in ihren Knochen trugen und so eben auch in ihrem Ganzen auftreten? Wenn nicht den Pazifismus. so doch zumindest den verteidigungsbereiten, brückenbildenden Friedenssound sich zu eigen gemacht haben. Das ist alles weg. Und hier marschieren die Deutschen in ihrer Öffentlichkeit, in der offiziellen Öffentlichkeit, alle in die gleiche Richtung. Und da muss man den Medien riesige Vorwürfe machen. Habt ihr sie nicht mehr alle? Dass da kein Widerstand kommt? dass man hier nicht eine rote Karte zeigt, dass man denen nicht in die... Parade fährt. Das ist das ganz Entscheidende. Das ist eigentlich bestürzt, was da abgeht. Darum auch meine aufrüttelnden Worte. Aktualitäten. Was läuft? Über vieles haben wir gesprochen. Das Wichtigste, wir rücken einem Krieg näher und dieser Krieg wird in der Bundesrepublik ausgefochten werden. Schleunigste Friedensbemühungen. Mit Russland sind Pflichten, ich sage Ihnen gleich etwas. Ich weigere mich, in Russland einen Feind zu sehen. Und das ist der Hauptgrund, warum ich mit Solovjof rede. Ich finde auch manches schwer erträglich und selbstgerecht, was er sagt. Aber nicht unerträglicher als das, was ich in unseren Talkshows höre. Aber bilden Sie sich selber ein Urteil, schauen Sie selber. Ich höre, ich habe tolles Feedback, ich lese auch auf YouTube, das sei im Moment das interessanteste Programm, finde ich auch. Aber das klingt natürlich nach Eigenlob, wobei Eigenlob ist unter bestimmten Umständen erlaubt, wenn eben sonst gar niemand mehr lobt. Da muss ich eben auch etwas gegen Steuer geben, wenn auch augenzwinkend und auf Ihr Verständnis und auf Ihr Musikgehör, meine Ironie betreffend, vertrauend. Keine Ausnahme für Deutschland, die Bischofskonferenz will Frauen und Männern ohne Priesterweihe das Predigen erlauben. Der Vatikan lehnt ab, zu Recht, zu Recht lehnt er ab. Diese Zeitgeistkirche braucht niemand, wie sie hier an der Bischofskonferenz vorgeführt wird. Ärger auf dem Acker. Nach den grossen Protesten wurde es ruhig um die Bauern, aber ihr Unmut blieb. Der Union gelingt es nicht, ihn zu dämpfen. Der Zuspruch zur AfD wächst. Ja, die Bauern beginnen die AfD zu lieben, weil die AfD eben bodenständiger ist und die CDU, das sind eben die, die mit diesen Eurokraten im Bund stehen, die da ihre Drohnen schicken, um den Bauern in Deutschland, den Landwirten, da die Fruchtabfolge und ihre Gemüsekombinationen zu kontrollieren. Die CDU steht mittlerweile für dieses seelenlose Gefängnis der EU-Bürokratie. Kaya Callas, die ist nun etwas am Pranger, die ist ohnehin eine Reizfigur. Ich möchte nicht zu viel über sie sagen. Sie hat sich jetzt etwas unmöglich gemacht in der politischen Diskussion. Auch innerhalb der EU wird man langsam ungeduldig. Kann die AfD die Öffentlich-Rechtlichen zerschlagen? Ja, die AfD lanciert eine wichtige Diskussion. Ist es eigentlich der Auftrag der öffentlich-rechtlichen Fernsehens, sozusagen auch als zum Teil amtliches Denunziationsorgan für Andersdenkende aufzutreten? Ist das eigentlich der Leistungsauftrag? Diese Frage darf man ja wohl noch stellen. Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit. Das war es von der Wettwoche Daily International. Einen wunderschönen Tag. Bleiben Sie dran. Schreiben Sie mir. Anregungen, Kritik, ich freue mich, so kann ich meine Reden an die deutsche Nation täglich hoffentlich besser machen. Bis bald. Das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur, mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal bei Ihnen bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video. Musik
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