Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde. Ich begrüsse Sie aus dem Institut für fortgeschrittene Gegenwartskunde zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht. Unabhängig, kritisch, gut gelaunt am Freitag, dem 18. Juli 2025. Die Schweiz ist ja relativ verschont von den Wogen des Wahnsinns. die um uns herum hochschlagen. Wir stellen immer wieder verwundert fest, dass die Verwerfungen, dass die Probleme aus der Nachbarschaft in der Schweiz nicht so sehr durchdringen, sich nicht so verheerend und so fühlbar auswirken, als das in anderen Ländern der Fall ist. Natürlich gibt es auch bei uns Missstände. Selbstverständlich machen wir, macht unsere Politik viele der Fehlentwicklungen mit, die wir im Ausland... Erkennen zum Teil verspätet, aber meistens und in der Regel sind eben die Folgen, die Auswirkungen bei uns nicht so präsent und eben nicht so durchschlagend wie anderswo. Und das, meine Damen und Herren, müssen wir immer wieder in Erinnerung rufen. Das ist kein Zufall, das hat wesentlich damit zu tun, dass die Schweiz unabhängig ist, dass die Schweiz selbstbestimmt ist. dass wir über unsere Gesetze bestimmen, dass wir uns nicht diktieren lassen aus dem Ausland, was wir zu tun haben. Die Schweiz ist ein kleines, verwundbares Land, sie ist zur Weltoffenheit verdammt. Wir können nicht einfach bei uns selber stehen bleiben, aber es ist eben wichtig, dass wir selber unseren Garten pflegen können, weil wir eben besser wissen als Schweizer, was für die Schweiz gut ist, als beispielsweise Funktionäre im... fernen Brüssel und zu dieser Unabhängigkeit, zu dieser Ungebundenheit, die eben auch die Voraussetzung der Weltoffenheit ist, zu der gehört auch die Neutralität. Das heisst, dass man nicht mitmacht bei Friedensbündnissen, bei Kriegsbündnissen, dass man sich heraushält aus den Händeln der anderen und zwar umfassend, nicht einfach opportunistisch, je nach geografischer Lage, je nach Opportunität, nein, grundsätzlich umfassend, immerwährend und Das heisst, man macht nicht mit in militärischen Auseinandersetzungen, man macht nicht mit im Wirtschaftskrieg, man hält sich auch mit verbalen Urteilen zurück. Jetzt nicht als Schweizer, als Bürger, als Politiker auch, als Milizler. Nein, das gilt vor allem für den Staat, für unsere Regierung. Die Schweiz hat sich da diskret zu verhalten, stille zu sitzen. Und dieses ganze Paket von Errungenschaften hat dafür gesorgt, dass die Schweiz erstaunlich erfolgreich durch die Geschichte gekommen ist. Und das gilt es gerade heute wieder in Erinnerung zu rufen, das anzumahnen, denn es droht immer wieder in Vergessenheit zu geraten. Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Folge von guten Tagen. Und das ist auch der Grund, warum ich so vehement gegen die institutionelle Unterwerfung der Schweiz unter die Europäische Union bin. Ich meine, es gibt viele Gründe und manche argumentieren, mit der real existierenden Misere in der Europäischen Union, den Wirtschaftsproblemen, den Migrationsproblemen, den Demokratieproblemen. Und deshalb seien wir gehalten, da überhaupt nicht mitzumachen, uns da nicht hineinziehen zu lassen. Das ist alles richtig, aber das genügt nicht. Man kann die Unabhängigkeit der Schweiz nicht einfach nur mit dem Taschenrechner verteidigen. Es geht ums Grundsätzliche, um die Frage, will man eigentlich ein... Land sein? Will man unabhängig sein? Will man sein Schicksal selber in die Hand nehmen? Oder geben wir den Löffel ab, vielleicht auch in der Hoffnung, ein bisschen Trinkgeld dafür zu bekommen? Das ist die Argumentation vieler Euroturbos, auch in der FDP vor allem, zum Beispiel der Simon Michel, der Unternehmer Ipsomed, Milliardenkonzern, der versucht, die Leute auf dieser Spur zu verführen, in die EU hineinzu... Er sagt, wenn wir das nicht machen, dann erleiden wir grosse wirtschaftliche Nachteile. Das ist Unsinn, meine Damen und Herren. Das ist die Aufwärmung, das ist die alte Schaltplatte, die man schon gehört hat, 1992, als die Schweizer damals die Kantone und die Stimmbürger abgelehnt haben, in einer ersten grossen EU-Abstimmung die Mitgliedschaft im europäischen Wirtschaftsraum, EWR. Damals hat man auch gesagt, die Schweiz werde... zerstört. Die Schweiz werde untergehen wirtschaftlich, man werde auf den Knien nach Brüssel rutschen. Dieser ganze Unsinn, das Gegenteil ist passiert. Der Schweiz geht es wirtschaftlich besser, gerade weil sie nicht in der Europäischen Union dabei ist. Aber eben, das ist... Immer wieder zu vergegenwärtigen, das gerät in Vergessenheit, das wird verschlafen, das rückt in den Hintergrund. Und in der heutigen Diskussion sind diese Fragen so aktuell wie nie mit diesem sogenannten EU-Unterwerfungsvertrag, den wir hier in der Weltwoche auch schon oft thematisiert haben, ablehnend thematisiert haben. Über 1800 Seiten lang ist dieser Vertrag mit Zusatzberichten. allein der Umfang zeigt. dass die Beziehung, die hier geregelt werden soll, offensichtlich nicht geregelt werden kann, sonst müsste man nicht so einen riesigen Vertrag machen. Es ist ja in letzter Zeit auch eben im Zusammenhang mit diesem Umfang darüber gesprochen worden, dass der Schweizerische Bundesbrief von 1291, dass der lediglich ein paar Zeilen umfasst und die Grundlage, sozusagen die embryonale Urstufe, Urzelle unserer Staatlichkeit gelegt hat mit grossem Erfolg, nämlich aus... Diesem Bündnis 1291 geschlossen, hat sich evolutionär bis heute die Schweiz entwickelt. Mit erstaunlich wenig Brüchen sind wir durchgekommen. Da ist Glück dabei, da ist natürlich auch die segensreiche Mittellage an den Alpenpässen, aber es ist eben auch die kollektive, traditionelle Weisheit unserer Staatsgründer und Staatspfleger, die über die Jahrhunderte hinweg den Wirklichkeitssinn, den Realitätssinn bewahrt haben und deshalb eben die Schweizer Unabhängigkeit verteidigten gegen Anfechtungen, die es immer wieder gegeben hat. Und die Bundesberner Polit-Elite ist heisshungrig auf diesen Vertrag. Die Schweizer Medien spielen die Probleme. Wenn es nach den Parteien, nach dem Bundesrat ginge, mit Ausnahme der SVP und Teilen der Gewerkschaften, dann hätte die Schweiz das schon längst unterzeichnet. Dann wären wir mit wehenden Fahnen in diese EU-Unterwerfung hineingegangen. Nun ist es interessant, die SVP argumentiert schon seit Langem dagegen. Wir in der Weltwoche haben diese schleichende EU-Beitrittsbewegung auch seit über zehn Jahren kritisch im Blick. In den letzten Wochen hat nun auch die NZZ hier etwas Wachsamkeit demonstriert, allem voran Katharina Fontana, die frühere Bundesgerichtskorrespondentin, die zwischendurch auch mal bei der Weltwoche gearbeitet hat. Ich bilde mir ein, dass diese Erfahrung sie da auch massgeblich mitgeprägt hat. Also schön, dass das jetzt auch wieder zurückwirkt. Sie arbeitet neuerlich bei der NZZ und sie hat in den letzten Wochen hier wirklich tolle Artikel geschrieben. in denen sie auf die Gefahr und die Problematik der Rechtsübernahme hingewiesen hat, die viel weiter geht als das vom Bundesrat und den landläufig bekannten Euroturbos in Bern verlautbart wurde. Allen voran Erik Nussbaumer, der SP-Nationalrat, früher Nationalratspräsident. Er sagt in jeder Fernsehtalkshow, in jeder Arena, bei jedem Auftritt, dass diese Rechtsübernahme für die Schweiz überhaupt kein Problem sei. Die Schweizer, die Kantone könnten zu allem und jedem, was da aus der EU auf uns dann zukommen würde, mit diesem EU-Vertrag, den ich einen Unterwerfungsvertrag nenne, dass das noch abgelehnt werden könne. Also die Schweiz könne da immer Nein sagen. Und das stimmt nicht. Das sind Fake News. Und das hat Katharina Fontana jetzt in zwei grösseren Artikeln davon ein Interview dargelegt. dass eben diese Rechtsübernahme zum Teil direkt in die Schweizer Verfassungswirklichkeit erfolgt, ohne dass man da ein Referendum, einen Interventionsprozess überhaupt noch starten könnte. Einzig und allein, wenn in den zuständigen Ausschüssen die abdelegierten Beamten aus der Schweiz realisierten, was da auf die Schweiz zukommt, wenn sie Alarm schlagen, dann könnte man vielleicht noch eine... Verzögerung erwirken oder eine Korrektur. Aber hier wird die direkte Demokratie ganz massiv ausgehebelt, ausgeschaltet. Der Stimmbürger, die Kantone haben nichts mehr zu sagen. Und diese Berichterstattung scheint nun auch ausserhalb der SVP in Bern einige Wirkung zu entfalten, denn wir lesen, ich habe das jetzt auf der Homepage des Schweizer Fernsehens gesehen, dass vor allem die Mitte-Partei mit Gerhard Pfister, dem Nationalrat und früheren Parteichef, sich überlegt, dagegen nun eine... Initiative zu ergreifen, beziehungsweise sich auflehnt gegen diese Art der unmittelbaren Rechtsübernahme, des Rechtsdiktats aus Brüssel. Und auch die Grünliberalen mit der Ständerätin Tiana Moser sind da kritisch. Also sie scheinen da etwas zu merken. Natürlich, da ist auch viel Taktik dabei, denn diese Politiker sind nicht dumm. Sie wissen natürlich, dass mit diesen Enthüllungen, mit diesen Darstellungen und Klarstellungen die Chancen dieses Vertrags an der Urne ganz markant gesunken sind. Und deshalb dient dieser Widerstand natürlich auch dazu, die Annahmefähigkeit, sozusagen die Verführungskraft dieses Vertragsmonsters zu erhöhen. Aber ungeachtet all dessen, es gibt hier ein vernehmliches Rumoren in Bern, eine Unzufriedenheit, die doch auch eine Folge... der kritischen Berichterstattung ist, jetzt in der NZZ, die wiederum natürlich ausgelöst wird durch die auch jahrelange Gegenwehr, die da von Seiten der SVP und anderer Medienhäuser dann auch getätigt wurde. Jetzt verspätet sich auch noch die Patriot-Lieferung. Trump lässt die Schweiz warten. Ja, die Amerikaner wollen ihre Patriot-Abwehrraketensysteme nun zunächst an die Ukraine. weiterliefern, bezahlt von den Europäern, während die Schweiz auf ihre Lieferungen warten muss. Einfach so viel zum Thema. Und für all jene, die in der Schweiz immer wieder der NATO-Anbindung das Wort reden, die predigen, dass wir uns näher der NATO anschliessen sollten, den Amerikanern in Verteidigungsfragen. Sie sehen jetzt an solchen Beispielen, dass sie sich auf diese Partner nicht verlassen können. Und der Glaube, dass die Schweiz, sollte es mal zum Kriegsfall kommen, durch die Kavallerie aus den USA gerettet würde, das ist doch vollkommen realitätsblind. Viel wahrscheinlicher ist es, dass wir, wenn wir näher an die NATO rücken, dass eben andere für uns bestimmen, was im Kriegsfall passiert und was eben nicht passiert. Und vor allem erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Schweiz in Kriege hineingezogen wird. Und je näher sie sich annähert, da jetzt eben an eine NATO, an eine Europäische Union, an Kriegsparteien, desto grösser, desto... höher rückt sie sozusagen auf der Abschussliste Russlands. Die Russen werden sich ja schon überlegen, wer ist da jetzt unser Feind, wie positioniert sich ein vormals neutrales Land und so weiter. Also diese Sicherheitspropheten, sie predigen eine Politik, die mehr Unsicherheit in der Schweiz produzieren wird. Das sehen wir jetzt an diesen Beispielen. Man kann sich auf die NATO nicht verlassen. Die Schweiz Braucht eine Armee, das ist richtig, die Schweiz muss sich verteidigen können, aber sie braucht eine eigene Armee und nicht eine fremde Armee. Krieg in der Ukraine, die Slowakei gibt den Weg für Russlands Sanktionen der EU frei, das ist interessant, Ministerpräsident Vizo, dem ja auch Interessenkonflikte nachgesagt werden. Offensichtlich soll es da verdeckte Beteiligungen an Gaslieferungen aus Russland in die Slowakei geben. Das ist in den slowakischen Medien ihm schon zum Vorwurf gemacht worden, dem früheren Kommunisten und jetzt Linkspolitiker, der allerdings in der ganzen Russlandfrage, in der EU-Frage, einen mässigenden Kurs gefahren ist und sich so auch den Respekt von Politiken wie Viktor Orban erarbeiten konnte. Sie haben jetzt Widerstand gereist in die Slowakei, jetzt allerdings geben sie nach. Und der Weg ist frei für ein neues Sanktionspaket gegen Russland. Die Strategie, die bis jetzt schon keinen Erfolg hatte, wird da weitergeführt, anstatt dass die EU aus der Erfahrung der Kriege, aus der Selbstbezeichnung eines Friedensprojekts, da auf Diplomatie setzen würde. In den USA vielleicht auch das noch zu erwähnen. Ich habe darüber gesprochen mit Leonard Fischer in unserer Sendung Schlagzeilen der Weltwirtschaft. Der amerikanische Präsident stichelt ja gegen den Nationalbank-Präsidenten Powell. Er möchte, dass er die Zinsen senke. Powell weigert sich. Jetzt jongliert Trump mit Aussagen, wie man Paul entlassen müsse, könne man ihn entlassen usw., während seine Leute auf ein eher diskretes Verfahren setzen und sagen, wir nominieren einfach den Nachfolger, weil Powell im nächsten Frühling sowieso gehen muss. Das wird dann einer sein, der die Zinsen senkt. Und wenn Sie da Polemiken hören aus der Europäischen Union, vergessen Sie es, denn die EU ist ja selber im gleichen Spitalkrank mit den tiefen Zinsen, mit den hohen Schulden und den gewaltigen Budgetverwerfungen. Wenn wir an diesem Punkt sind, auch wichtig für die schweizerische EU-Debatte, Sie haben es mitbekommen, die EU erhöht jetzt eigenmächtig ihr Budget von 1,2 Billionen auf 2 Billionen um 800 Milliarden Euro. gleichzeitig riesigen Tabubruch wie Ursula von der Leyen mit der EU Steuern erheben können. Das heisst, die EU hat einen akuten Geldbedarf. Und das ist natürlich auch der Grund, warum sie unbedingt die Schweiz institutionell sich unterwerfen wollen, weil sie damit auch leichteren Zugriff auf unsere Kassen, auf unsere Bankkontos bekommen. Da muss man Widerstand leisten, da muss man aufpassen. Die EU betreibt eine zutiefst unseriöse Schulden- und Haushalt. und vor allem ist damit verbunden auch eine zunehmende Machtanmassung, ein wachsender Zentralismus, der eben nicht mehr gebändigt wird durch die Briten, weil die Briten nicht mehr in der EU sind. Die Deutschen leisten wohl noch etwas Widerstand, aber wie verlässlich der ist unter der aktuellen Regierung, da kann man grosse Fragezeichen setzen. In der NZZ habe ich noch ein interessantes Interview gelesen mit dem obersten... Katholiken, dem Schweizer Präsidenten der Schweizer Bischofskonferenz, dem... Ich habe jetzt gerade den Namen nicht... hier verfügbar. Das ist ein interessantes Interview, auf jeden Fall. Die Namen spielen nicht so eine große Rolle, aber die die Thematik, die hier eben angesprochen wird, ist interessant. Also die Die Schweizer... Katholiken möchten da etwas mehr Unabhängigkeit von Rom sich erkämpfen. Und sie möchten, es ist auch interessant, dass die Institution der Kirche etwas an Bedeutung verliert. Also hier geht es fast etwas in Richtung des Protestantismus, geht es in Richtung etwas des reformierten Glaubens. Denn die Reformierten sind ja tatsächlich nicht so institutionengebunden, wie jetzt die Katholiken das sind. Also... Man sieht da interessante Bewegungen, interessante Entwicklungen. Wenn ich es schaffe, werde ich auch den Namen noch nachtragen, um diese ärgerliche Lücke hier zu füllen. Das Kopftuch ist das umstrittenste Kleidungsstück der Schweiz. Ich bringe hier mein Mantra, wie viel Islam verkraftet die Schweiz. Ich glaube, es gibt eine ganz ernsthafte Debatte zu führen, dass die... muslimische Religionsgemeinschaft, jetzt mal ganz pauschal formuliert, dass es dort eben doch tiefe Prägungen gibt, Glaubensüberzeugungen, mit denen man sich intensiv auseinandersetzen muss, weil diese Glaubensüberzeugungen nicht kompatibel sind mit unserer Gesellschaftsordnung. Das ist mein Gefühl, das ist meine Überlegung, das sind Gedanken, die mir da durch den Kopf gehen. Denn für Muslime, ganz einfach ausgedrückt, kann man nicht für alle sprechen. Und selbstverständlich sind da nicht alle muslimischen Zivilisationen und Gruppen gleichermassen betroffen. Aber in der Tendenz hat eben der Koran die höchste Bedeutung und ist wichtiger als beispielsweise eine schweizerische Bundesverfassung. Und das muss man sehr ernst nehmen. Und mit dieser Frage setzt man sich einfach zu wenig auseinander. Das heisst, auch... Migrationspolitisch ist hier, glaube ich, die Dosierung der Zuwanderung von eminenter Bedeutung. Eine gute Nachricht aus dem Kanton Zürich. Die Kantonalregierung scheint da klimapolitisch etwas auf die Bremse zu treten. Man meldet Vorbehalte an gegen ein neues Energiegesetz, das da die Klimaneutralität bis 2040. fordern und festschreiben wollte. Jetzt also die Zürcher Kantonalregierung legt gegen dieses Gesetz, beziehungsweise nicht das Veto ein, aber eine Empfehlung, dieses Gesetz dann beim Urnengang im nächsten September, glaube ich, nicht anzunehmen. In London formiert sich ein Dreierbündnis, um Europa zu verteidigen. Also die Militarisierung und die Parteibildung, die Kriegsparteibildung in der Europäischen Union schreitet voran. Ein weiteres Argument, warum die Schweiz... auf Distanz zur Europäischen Union gehen muss, will sie nicht noch mehr Kriegspartei gegen Russland werden. Ihre Dünnhäutigkeit ist exemplarisch. Nun äussert sich SVP-Nationalrat Christian Immark mit einem offenen Brief zu Altbundesrätin Doris Leuthardt der Huhnaffäre und den möglichen rechtlichen Schritten gegen ihn. Das ist eine skurrile Geschichte. Die ehemalige Bundesrätin Doris Leuthard hat sich in einem Interview mit den Aargauer CH-Medien dezidiert noch einmal gegen die Atomkraft ausgesprochen, hat gesagt, das sei absolut unrealistisch, niemand wolle in so etwas investieren. Und zu Recht hat dann Christian Niemark, der SVP-Energiespezialist, ihr, meines Erachtens eben zu Recht, widersprochen und gesagt, es ist ja ihre Politik gewesen, die die Kernkraft... wirtschaftlich so unattraktiv gemacht hat. Aber es gibt auch Länder wie die Vereinigten Staaten von Amerika, auch China, wo die Hürden heruntergefahren werden. Auch Japan übrigens, wo es diese Tsunami-Katastrophe gab von Fukushima. Also kann doch keine Rede davon sein, dass das irgendwie in Stein gemeißelt wäre, ob jetzt die Kernkraft wirtschaftlich tragbar ist oder nicht. Das ist eine gewollte Zerstörung der wirtschaftlichen Rahmen. In diesem Zusammenhang hat die Altbundesrätin als Huhn bezeichnet, hat das dann auf Nachfrage auch noch etwas ausgeschmückt. Das ist sicherlich nicht die charmanteste Form, sich da über eine ehemalige Bundesrätin auszudrücken. Aber jetzt reagiert sie also mit einem Glaskinn par excellence. Sie erwartet eine Entschuldigung, sie stellt ein Ultimatum, sonst werde sie damit rechtlichen Massnahmen drohen. Und hier konterte jetzt die Mark noch einmal und sagte, ja Entschuldigung, eigentlich sollte sie sich entschuldigen, denn all ihre Prognosen waren falsch. Sie hat ja unter anderem vorausgesagt, dass die Energiewende pro Haus ab 40 Franken kostet. Kostet ja ein Vielfaches davon. Aber eben, das zeigt, dass diese Magistraten hier ja eine Art von Majestätsgefühl der Staat bin ich kultivieren und mit unglaublicher Dünnhäutigkeit reagieren, ohne jegliche... Souveränität. Das ist also eine Peinlichkeit für die ehemalige Bundesrätin von der Leins. Zwei Billionen Haushalt, darüber haben wir in dieser Ausgabe schon gesprochen. Und noch ein Hinweis auf den Artikel von Christoph Mörgeli in der Weltwoche. Ich habe es gestern schon gesagt, aber ich möchte das unterstreichen. Der grosse Horizon-Schwindel. Horizon, das sind diese Forschungsprogramme der Europäischen Union, die von unseren Universitäten, den ETHs, ganz massiv in den höchsten Tönen besungen werden. Da ist zu wissen, von den jährlich 10 Milliarden Franken des EU-Forschungsprogramms fliessen nur 7,5 Prozent in effektive Projekte. Der Löwenanteil versickert in Brüssels Monsterbürokratie. Das sind die Tatsachen, das sind die Fakten in diesem Geschäft, die man nicht ausser Acht lassen sollte. Und jetzt trage ich Ihnen hier noch den Namen nach. wenn ich es denn finde, sollte sich nur noch um Sekunden handeln. Jawohl, jetzt dann gleich der Chef der Schweizer BISOFS-Konferenz Charles Morero. Charles Morero. Also haben wir den Namen hier auch noch in der Sendung nachgetragen. Ich danke Ihnen ganz herzlich für die Aufmerksamkeit. Das war es von Weltwoche Daily Schweiz. Jetzt melde ich mich dann gleich zurück mit der internationalen Ausgabe. Und noch ein letzter Hinweis, ein Buchtipp. Manchmal erlaube ich mir hier ja auch Hinweise auf kulturelle Errungenschaften und im Moment kann ich mich nicht losreissen von den James-Bond-Romanen des britischen Schriftstellers Ian Fleming. Ich lese mich jetzt da der Reihe nach durch und bin schon fast fertig mit dem ersten James-Bond-Roman «Casino Royale» von Ian Fleming hier in deutscher Übersetzung. und mir gefällt dieser Hard. Das ist interessant, wenn man all die Bond-Filme gesehen hat, sich das Original anzuschauen. Die Bond-Romane haben damals in den 50er und 60er Jahren massiv eingeschlagen. Kein geringer als John F. Kennedy zum Beispiel hat «Liebesgrüsse aus Moskau» als eines seiner Lieblingsbücher bezeichnet. Ian Fleming ist auch ein grossartiger Schriftsteller. Er hat einen temporeichen Stil. Interessante Figuren, natürlich dieses ganze James-Bond-Milieu politisch nicht den heutigen Woke-Zeitgeist, Verirrungen entsprechend, das nicht, aber hochinteressante Literatur und sehr gut geeignet, jetzt auch während der Sommerferien, sich da mal etwas unterhaltender Muse. hinzugeben, die James-Bond-Romane von Ian Fleming. Und dazu gibt es übrigens auch eine ganz tolle Biografie von Nicholas Shakespeare. Der hat vor ein, zwei Jahren wirklich ein Standardwerk über den James-Bond-Schriftsteller herausgebracht. Ian Fleming, der ja aus einer ganz berühmten Familie stammt, sein Grossvater Robert Fleming hat die Flemingsbank gegründet, hat in den USA, glaube ich, mit Dale Carnegie zusammen die Eisenbahnen aufgebaut, ist als Schotte aus ärmlichen Verhältnissen, stammend zu einem der reichsten Männer von Europa aufgestiegen. Ian Fleming, sein Enkel, profitierte natürlich noch vom Familienreichtum, hat sich dann aber auch mit seinen James-Bond-Romanen selber ein erhebliches Vermögen erarbeitet. Seine Bücher übrigens schrieb er in seinem Haus Goldeneye auf Jamaika. Daneben bewohnten die Flemings auch eine Reihe von herrschaftlichen... Landhäusern in Grossbritannien. Ian Fleming, 1908 geboren, 1964 bereits verstorben, im Alter von 56 Jahren, hat an den besten Schulen seine Ausbildung genossen, war in Sandhurst, war mal an der Militärakademie, war auch als Journalist tätig und hat selber Erfahrungen gesammelt im Geheimdienst. Also Ian Fleming, warum nicht? Alle kennen die Filme, aber wer hat die Bücher gelesen? Das ist noch eine Anregung hier. in die Sommerzeit. Jetzt aber möchte ich es beenden und freue mich, wenn Sie auch in den internationalen Nachrichten gleich im Anschluss wieder dabei sind. Machen Sie es gut, einen schönen Start in diesen Tag, wunderbares Wochenende. Ich melde mich zurück.