Kapitel
- Begrüssung und Einleitung
- Interviews mit Zeitzeugen
- Interview mit Wladimir Solovyov
- Gespräch über Fluchtwege zum Frieden
- Live-Read und Werbeanzeige
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Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie aus dem hellwachen Institut für fortgeschrittene Gegenwartskunde und angewandte Wirklichkeitsstudien zur internationalen, zur Horizont erweiternden Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Freitag, dem 17. Juli 2026. Verpassen Sie nicht die zahlreichen Interviews, die wir in hoher Kadenz lancieren, mit interessanten, mit provokativen und vor allem mit intelligenten Zeitzeugen, darunter der frühere NATO-General Harald Kujat. Mit dem habe ich mich anderthalb Stunden unterhalten über die Gefährlichkeit der aktuellen Lage. Aber wir haben auch über mildende Umstände für deutsche Politiker gesprochen, die ja auch von mir zum Teil sehr dezidiert kritisiert werden. Aber man muss aufpassen, dass man ihnen auch nicht Unrecht tut. Denn gerade für die Bundesrepublik, ist das, was jetzt geopolitisch abläuft, ein Stahlbad, eine ganz schwierige Situation. Und die Deutschen sind im Grunde auf das zurückgeworfen, was sie sich vor allem im westlichen Teil des Landes abtrainiert haben, nämlich auf die eigenen nationalen Interessen. Und da muss man zuerst einmal ein eigenes Vokabular wiederentwickeln, eine eigene... Vorstellung von dem, was man eigentlich sein will und was man will, das sind also relevante Aspekte. Dann Wladimir Solovyov, die russische Stimme, die laute, die stärkste, die unbequeme, aber auch die laserstrahlmässig intelligente und scharfe russische Stimme. Ebenfalls im Interview, wir sprechen über die Eskalationsgefahr aus russischer Sicht. Darüber, wie Solovyov, der Mann, der Millionen von Russen als Publikum jeden Abend und in allen seinen Programmen an sich bindet und sozusagen denen aus der Seele spricht. Er blickt auf die Situation, auf die Zuspitzung und vor allem erklärt er, warum er denn für ausweglos hält die aktuelle Situation, beziehungsweise warum für... ihn ein grosser Krieg in Europa nahezu unausweichlich erscheint. Eine zwangsläufige Entwicklung sozusagen, die niemand wünscht, die aber in ihrer Schrecklichkeit Gestalt annimmt. Mit General Kujat versuche ich dann dieses Szenario auch gewissermassen produktiv dahingehend zu verwerten, dass wir uns fragen, wo sind denn noch Fluchtwege zum Frieden, wo sind noch Auswege? Aber starten wir jetzt mit einem Live-Read mit einer gesprochenen Werbeanzeige. Heute schauen wir auf einen ausserordentlich dynamischen Wachstumsmarkt, der aber weitgehend unsichtbar ist, auf Rechenzentren. Allein in der Schweiz soll sich deren Kapazität bis 2030 verdoppeln. Genau darum ist Silber ein gesuchter Rohstoff. Wegen seiner elektrischen Leitfähigkeit wird es in jedem Datenzentrum und überhaupt in jedem Hightech. Produkt verbaut, dennoch ist der weltweite Silbermarkt kleiner als die Marktkapitalisierung des Chip-Herstellers NVIDIA. Käufer in Asien sind bereit, satte Aufpreise zu bezahlen, um an physisches Silber zu gelangen. Sie wissen, seit acht Jahren übersteigt die Nachfrage das Angebot. Früher oder später wirkt sich das auf den Preis aus. Warum nicht den aktuellen Silberpreis nutzen, um einzusteigen? So geht das ganz einfach. Mit dem S-Deposito von BB. Wertmetall. Es verbindet die Vorteile von physischem Silber mit der Flexibilität eines Depots. Ihr Geld fliesst direkt in reines Silbergranulat, den Grundrohstoff, aus dem alle Silberprodukte entstehen. BB Wertmetall verwahrt es im Kundennamen und zu 100% versichert in einem Schweizer Zollfreilager. Und jetzt kommt das Beste. Eröffnen Sie jetzt ein S-Deposito und erhalten Sie eine Unze Silber geschenkt. Sie verpflichten sich lediglich zu einem Anlageziel von 100 Unzen und einer Ersteinzahlung von 1'000 Franken respektive Euro. So funktioniert es. Gehen Sie auf s-deposito.swiss und geben Sie den Code WW3. W3-26 ein. WW3-26. Die Ws bitte grossgeschrieben. Ende des Live-Reads. Ende der gesprochenen Werbeanzeige. Ja, grosses Tohuwabohu, grosser Zirkus in den deutschen Medien um einen AfD- Auftritt. Da soll die DDR-Hymne gesungen worden sein und zwar durch keinen geringeren als den AfD-Ko-Vorsitzenden Tino Chrupalla, der sich prompt in der Bild-Zeitung jetzt wehrt und sagt, auf jeden Fall darf man diese DDR-Hymne noch singen, da geht es nämlich auch um die Friedensbotschaft, die in dieser alten Staatshymne eines Staates, den es nicht mehr gibt, enthalten ist. Ja, nie wieder eine Mutter soll ihren Sohn beweinen, das sind ja Zeilen, das sind sozusagen Inhalte aus dieser Hymne, wie ich lese, wie ich höre und das hat ja durchaus seine Berechtigung, wieder in Erinnerung. gerufen zu werden. Auch der Uwe Steimle wird jetzt fertig gemacht, dieser Anarchokabarettist aus dem Osten, weil er mit ziemlich rabiaten Pointen aufgetreten ist. Aber nichts an dem, was der Uwe Steimle sagt, kommt auch nur annähernd an die Verunglimpfungen heran, mit denen ein Böhmermann laufend und zwar öffentlich-rechtlich finanziert um sich wirft. Und diese ganze Geschichte, diese Berichterstattung zeigt einfach, dass die deutschen Medien falsche Prioritäten setzen. Ihr seid da im Modus der Selbstverfleischung, liebe Freunde. Und die ganze AfD-Berichterstattung, dieses AfD-Bashing, ist im Grunde ja auch Ausdruck eines journalistischen und parteipolitischen Unbehagens an Deutschland. Denn wenn man dermassen auf eine Partei einprügelt, die ein unglaubliches... demokratisches Erfolgsphänomen ist, von unten nach oben gewachsen, ein Produkt der deutschen Wiedervereinigung. Millionen von deutschen, ehemaligen SPD-Wählern, CDU, FDP, vielleicht auch Linkswählern, die geben heute ihre Stimme der AfD. Und wenn man das runterstampft, wenn man das so fertig macht, wie das die deutschen Medien machen, ja dann ist man im Unbehagen an Deutschland gefangen. Da drückt sich ein Unbehagen an Deutschland, ein Selbstmisstrauen der Deutschen, der etablierten Deutschen, oder der sich etabliert wähnenden Deutschen gegenüber dem deutschen Wähler, aus dem deutschen Wähler, der sein demokratisches Grundrecht auf eine andere Meinung in Anspruch nimmt. Und die Medien machen mit, sie heizen an und sind deshalb nicht verantwortlich für diese Allgemeine geistige Verwirrung, die da erzeugt wird, und vor allem für eine Ablenkung von den wahren grossen Themen. Und das grosse Thema in Europa ist die Eskalation des Ukraine-Kriegs, in die man sehenden Auges nicht einfach nur hineingerissen wird, sondern die man auch noch aktiv vorantreibt, im Glauben dadurch den Frieden näher zu bringen. Wir schaffen das, selbstverständlich. jetzt schaffen wir es wirklich, jetzt schaffen wir uns ab. Nein, ich meine, es ist fast nur noch mit der Komödie diesem Wahnsinn beizukommen, aber wir versuchen auch, informationsmässig da ein paar Perspektiven draufzuwerfen. Russische Desinformationskampagne zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Klar, Putin steckt jetzt auch hinter den Wahlen in Sachsen-Anhalt. Da ist die Paranoia die neue Leitschnur. in der medialen Begleitung dieser hochinteressanten Entwicklungen. Ja, die Anti-AfD-Reflexe, in denen drückt sich ein Unbehagen an Deutschland aus. Gespräch mit Harald Kujat, ich habe es bereits erwähnt, das ist ein Highlight für mich jetzt gewesen in den letzten Wochen, sehr interessant, auch ein Militär mit historischem Wissen. Wir kommen zu sehr düsteren Lagebeurteilungen, was die Situation der Eskalation angeht, die Gefahr eines grossen Krieges in Europa, dieses Risiko steigt täglich. Wo sind die Lichtblicke? Nüchtern realpolitisch betrachtet, wir sprechen dann insbesondere über die Rolle der USA und Chinas, aber eben auch über die Rolle Russlands. Und das ist vielleicht das Entspannungsmoment in dieser sehr versp... und sich immer mehr verspannenden, brandgefährlichen Lage. Das Lichtblick-Element in dieser ganzen Finsternis ist die Tatsache, dass die Amerikaner kein Interesse haben, diesen Ukraine-Krieg ausarten zu lassen, weil dadurch Russland und China immer näher aneinander gedrückt werden. Und die Amerikaner wollten ja nicht, dass die Deutschen mit den Russen zusammenspannen. Das war ja ein unglaubliches Erfolgsduo. Deutschland und Russland, deutsches Know-how, russische Rohstoffe. Und das haben die Amerikaner immer hintertrieben. Und darum stecken sie direkt oder indirekt auch hinter diesen Nord Stream Sprengungen. Die Amerikaner wollten nie, dass die Deutschen und die Russen zusammenkommen. Vor allem diese Pipelines waren ihnen immer ein Dorn im Auge. Allerdings, der Druck, dieses geopolitische Powerplay gegen Russland, hat die Russen jetzt wiederum an die Seite der Chinesen gedrückt. Und wenn man gewissermassen die romantische Beziehung zwischen Deutschland und Russland ausmerzte, um eben hier einen möglichen Powerplayer gar nicht erst entstehen zu lassen, dann ist das ja eine Übertrumpfung im Schlechten, wenn man die Russen und die Chinesen in eine Art Zwangsehe der Not hineinmanövriert, aufgrund einfach der ganzen aussenpolitischen, geopolitischen Situation. Also die Amerikaner wissen, dass mit dem Ukraine-Krieg eine Situation heraufbeschworen wird, eine Allianz zwischen China und Russland, die nicht im Interesse der USA sind. Das ist eine gute Nachricht für all jene, die nicht wollen, dass dieser Krieg zu einem Weltkrieg wird. Dann die Russen, die arbeiten gerne mit den Chinesen zusammen, aber sie fluchen auch über die Chinesen. Und sie würden lieber mit den Europäern zusammenspannen. Vor den Chinesen haben sie Respekt, da sind sie Juniorpartner. Gegenüber Europa können sie auf Augenhöhe auftreten. Die Chinesen wiederum, die... Sie möchten nicht, dass Putin den Krieg verliert. Sie möchten allen Seiten ihre Drohnenprodukte verkaufen. Aber sie wollen keinen Weltkrieg, weil das gefährdet ihre wirtschaftlichen Interessen als globaler Superpowerplayer. Also auf der Stufe dieser drei Leviathane der Grossmächte gibt es doch ein beträchtliches Interesse, diesen Krieg entsprechend einzuhegen. Selenskyj. und seiner Regierungsumbildung. Da sind offenbar gröbere Turbulenzen zu beobachten. Jetzt auch der Verteidigungsminister rausgekegelt. Es gibt Korruptionsskandale. Das lodert hoch bis ins unmittelbare Umfeld des Präsidenten. Sein früher enger Mitarbeiter Jermack, der an jeder internationalen Konferenz auftrat, ist bereits in Gewahrsam genommen. Sehr viel Unruhe in der Ukraine. Und einmal mehr die Frage, die man sich stellen muss, Auch darüber rede ich mit... Harald Kujat, wie ist es zu erklären, dass die Deutschen nicht mal eine Diskussion darüber führen, ob das wirklich in ihrem nationalen Interesse ist, sich dermassen nibelungentreu hinter die Ukraine zu stellen? Was springt dabei eigentlich für die Deutschen raus? Nichts. Es kostet nur, es kostet Milliarden und es beschwört eine Kriegsgefahr herauf. Deutschland ist... Kriegspartei gegen Russland. Deutschland rückt sich mit dieser Politik ins Visier von Eskalationsschlägen Russlands, die Russland aber nicht macht, weil Russland den Krieg eskalieren will, sondern weil eben die westliche Eskalationsstrategie, die Russen, das ist die Logik des Krieges, nötigt, ihrerseits entgegenzuhalten. Und es gibt ja diese 120 Ziele. Also was springt denn da genau für die Deutschen raus? Was ist das Interesse? sich dermassen da einzumischen, sich auf die Barrikaden zu werfen für die Ukraine, für einen Staat, der weder besonders demokratisch ist, rechtsstaatlich auch nicht, der zu terroristischen Massnahmen greift, siehe den Anschlag von Monaco, oppositionelle Parteien verbietet, keine Journalisten, kritische Journalisten ins Land lässt, sogar Kirchen geschlossen hat, Kleriker verhaftet hat und so weiter. Das ist doch keine Verkörperung westlicher Werte. Und wo ist da das deutsche Interesse, sich dermassen ins Visier der Russen zu rücken, für einen Staat, der hochproblematisch ist? Ich meine, dass die Ukraine hochproblematisch ist, rechtfertigt nicht den Angriff der Russen. Und ich kann ja die Empörung verstehen und nachvollziehen, die man hatte, als die Invasion damals lanciert wurde. Aber irgendwann muss man ja mal die Emotionen etwas abkühlen. Die Lava muss zurückgedrängt werden. Und die nüchterne, die Neonlichtbetrachtung hat wieder Einzug zu halten, aber in Deutschland ist das Denken in nüchternen Interessen offensichtlich überhaupt nicht mehr vorhanden, überhaupt nicht mehr erwünscht. Dann haben wir eine spannende Zuschrift, ich habe in der Schweizer Ausgabe etwas länger darüber gesprochen, es geht um den Hitzesommer, die Hitzerekorde. Es gab schon Hitzerekorde im Jahr 1540, damals, das ist wohl dokumentiert, elf Monate lang kaum Niederschläge, Dürren, die Flüsse mehr oder weniger ausgetrocknet, alles vor dem Industriezeitalter. Also auch hier interessante historische Phänomene. Dann ein Aufreger. Ein Kinderwunsch begründet keinen Anspruch auf den Körper einer Frau, schreibt Frederik Schindler in der Welt. Und Auslöser ist das Familienglück von Jens Spahn, der homosexuelle Fraktionschef der CDU und dessen Ehemann Daniel Funke, sind Eltern geworden. Dazu ist zu sagen, dass sie ein Kind haben austragen lassen im Ausland von einer Leihmutter. Nun schicken mir zahlreiche Zuschauer dieser Sendung Belege und Hinweise, dass Jens Spahn gegen die Legalisierung der Leihmutterschaft eingetreten ist und dass die CDU diese Leihmutterschaft in Deutschland nicht zulässt, während aber führende CDUler und hier eben auch der Fraktionschef offensichtlich trotzdem für ihre eigene Familie diese Leihmutterschaft in Anspruch nehmen. Und das ist natürlich ein Fall von doppelten Massstäben. Da machen sich die Politiker einfach unglaubwürdig. Meine persönliche Meinung zu diesen Reproduktionstechnologien ist, ich bin sehr liberal, was die Erzeugung von Leben angeht, die Lebensermöglichung. Das finde ich etwas Grossartiges. Ich bin ein Skeptiker, ich bin eher nicht liberal, wenn es um Sterbehilfe und diese Dinge geht, wenn es um die Tötung, um die Beendigung des Lebens geht. Allerdings mit den Leihmutterschaften und homosexuellen Paaren, auch vor dem Hintergrund, dass es schwierig ist, Kinder zu adoptieren etc., da zucke ich immer etwas zurück, weil man muss ja irgendwo auch die biologischen Konsequenzen ziehen aus einer Partnerschaftssituation. Wenn zwei Männer zusammenkommen, dann sind sie biologisch nicht in der Lage, Nachwuchs zu zeugen, vielleicht hat jemand aus einer früheren Beziehung noch ein Kind, das kann er einbringen, aber dass man dann auf Teufel komm raus noch Kinder will, obwohl es ja eigentlich biologisch gar nicht gegeben ist, man muss dann eben zu solchen Konstruktionen greifen, da sträubt sich etwas in mir. Allerdings beobachte ich, dass die reine Machbarkeitsmöglichkeit und die Chance, das zu tun, hier natürlich meine Bedenken überwältigen. Dann ebenfalls ein Aufregerthema, ZDF. Sie arbeiten jetzt auf die Vergangenheit der schurkischen Moderatoren, Achtung, Ironie, Harald Schmidt und Thomas Gottschalk. Und jetzt kommt eine freudlose Feministenrunde, unter anderem mit Hella von Sinnen. Und die schauen sich da alte Pointen von Harald Schmidt und Gottschalk an und finden das ganz empörend und frauenfeindlich und sexistisch. Und ganz vorne dabei in dieser Empörungsmafia natürlich die unverzichtbare Dunja Hayali, die Moderatorin, die ZDF-Moderatorin, die wie eine moralische Scharfrichterin auftritt, immer mit diesem Weltschmerzblick, mit dieser Ernsthaftigkeit und dieser Tendenz zu Schiessschartenaugen. Wenn sie ihre Lieblingsinterviewpartnerin ist, natürlich Alice Weidel, der sie dann innerhalb... einer Frage gleich mal etwa fünf oder ein halbes Dutzend Unterstellungen da noch unterschiebt, während sie dann das Ganze in irgendeine Frage verpackt und du weisst gar nicht, auf welche dieser Unterstellungen du dann zuallererst reagieren musst. Also diese Dunja Hayali, die ist wirklich überall dabei, wenn es darum geht, den moralischen, den moralisierenden Zeigefinger auszurollen. Sigmar Gabriel, der frühere deutsche Aussenminister und Ex-Musterschüler des früheren Kanzlers Gerhard Schröder gibt ein bemerkenswertes Interview in der Neuen Zürcher Zeitung. Er sagt, man solle mit Putin reden, aufhören mit diesen Feindbildern. Und da scheint noch etwas alte sozialdemokratische Realpolitik auf. Wäre ja gut, wenn man sich dessen befleissigt. Dann Geschichte als Lehrmeisterin des Lebens. Der bedeutende deutsche Historiker Michael Stürmer ist totgestorben im Alter von 87 Jahren. Michael Stürmer. Er ist eine ganz grosse Persönlichkeit und es war für mich eine grosse Freude und Ehre, dass ich mit ihm zusammenarbeiten durfte als Chefredaktor der Deutschen Tageszeitung Die Welt. Michael Stürmer war damals unser Haushistoriker, auch ein diplomatischer Chefkorrespondent, wie die Funktion dann einmal genannt wurde, ein Gentleman, ein... Grand Seigneur der Geopolitik, der Realpolitik und des gepflegten Konservativismus, von ausgesuchter Liebenswürdigkeit und dank Michael Stürmer habe ich eine ganze Reihe von deutschen Nachkriegsgiganten kennenlernen dürfen. Wolf-Jobst Siedler, den Verleger, oder Joachim Fest, den ehemaligen Feuilleton-Chef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Wir haben stundenlang... miteinander verbracht und diskutiert, auch mit Michael Stürmer über den Historikerstreit damals, in dem auch er in Mitleidenschaft gezogen wurde, die Rolle des Kommunismus bei der Entstehung des Nationalsozialismus. Und da ist ja im Historikerstreit von konservativen Historikern zu Recht gesagt worden, dass es ohne Lenin keinen Hitler gegeben hätte. Aber die linken Historiker haben sich natürlich gewehrt. Sie haben gewonnen, auch dank der Unterstützung der Medien. und im Grunde ist... Bei diesem Historikerstreit vor exakt 40 Jahren, die entscheidende Weichenstellung zu diesem Wokismus und zu diesem Moralismus und auch zu dieser Selbstverfleischungsmentalität jetzt im deutschen Diskurs, diese Weichenstellung ist da vorgenommen worden. Und Michael Stürmer war auch ein Protagonist des Realismus und des vernünftigen patriotischen Selbstgefühls, dass er auch seinen geschichtlichen Betrachtungen zugrunde gelegt hat, eine ganz grosse... Figur und Ermöge in Frieden und Ruhe, für mich eine der beeindruckendsten Persönlichkeiten, mit denen ich in meiner beruflichen Laufbahn zusammenarbeiten durfte. Meine Damen und Herren, das war es von Weltwoche Daily International. Ich danke Ihnen sehr herzlich für die Aufmerksamkeit, verabschiede mich und wünsche Ihnen einen wunderschönen guten Tag und ein tolles Wochenende. Ich melde mich zurück aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Nach Russland jetzt die USA, 250 Jahre USA, schaue ich mir mal diese Geländekammer an. Und ja, da ist auch noch ein Termin, ein Sporttermin im Kalender angestrichen. Ein nicht uninteressantes Spiel steht da noch auf dem Programm. Lassen Sie sich überraschen, die Weltwoche immer am Ball. Und Ihnen wünsche ich ein tolles, ein erholsames Wochenende. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche, unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de, sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal bei Ihnen bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video.
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