Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie aus dem Institut für vorgeschrittene Gegenwartskunde und angewandte Wirklichkeitsstudien zur internationalen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch. Gut gelaunt und zuversichtlich am Donnerstag, dem 16. Juli 2026. Heute mit der neuen gedruckten Weltwoche und einem, wie ich finde, sehr schön geratenen, antikisierten Postkarten-Stil-Cover. Mit einem Titel, der Sie vielleicht verblüfft. Bundesland Schweiz. Deutschland regiert die Eidgenossenschaft. Ja, der Einfluss, der leider nicht immer nur segensreiche Einfluss der Bundesrepublik ist in der Schweiz markant. Und jetzt bewege ich mich natürlich auf etwas dünnem Eis da vor einem deutschen Publikum, auch deutschen Publikum, aber es ist so. Die Schweiz ist im Sog, im Fahrwasser gewissermassen jener politischen Irrfahrt. Rot-Grün, etatistisch immer mehr Staat, die eben von Deutschland aus auch unser Land in Mitleidenschaft zieht. Der schweizerischen Politiker und Journalisten sind regelrecht hypnotisiert von dem, was da in Deutschland abgeht. Und es ist ja eine Irrfahrt. Das merken ja immer mehr Deutsche. Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Folge von guten Tagen. Wohlstand und Luxus, Narkose, allerdings der Wohlstand und der Luxus schwindet. Die Irrfahrt allerdings scheint mir ein treffendes Bild zu sein. Und es ist ein Bild, das auch zum heutigen Tag passt, denn heute... startet der monumentale Monumentalfilm «Odysseus» des britischen Regisseurs Christopher Nolan. Der Film wird mehr oder weniger überall massiv gelobt. Ich komme dann darauf noch zu sprechen. Auf jeden Fall werde ich mir den anschauen. Aber heute die Nachrichten ziemlich stark geprägt von «Odysseus», von diesem Grossstoff Homer, das Versepos aus der Antike. spielt im unmittelbaren Nachgang zum Trojanischen Krieg. Und Odysseus, der listenreiche Weltenfahrer und Weltenwanderer, kommt dann über viele Umwege nach Hause. Ich lese, den Film noch nicht gesehen, ich lese, dass Nolan den Odysseus gespielt von Matt Damon als einen von Krieg und seinen Illusionen und seinen Schuldgefühlen gebrochenen Antihelden inszeniert. Zu reden geben dann aber auch ein paar Zugeständnisse an den Woken Zeitgeist mit Trans-Schauspielern und auch entsprechenden Hautfarbenvariationen, die da eingesetzt werden, um die griechische Mythologie etwas zu brechen. Beziehungsweise vielleicht ist Nolan dann viel näher dran an diesem Mythos, weil natürlich die Die Beeinflussung der griechischen Kultur durch sogenannte nicht-europäische Kulturen ist eine Tatsache, die in der Geschichtsschreibung seit einigen Jahren intensiv aufgearbeitet wird. Bundesland Schweiz, Deutschland regiert die Eidgenossenschaft. Droht unser Land hier sozusagen zu einer Filiale der Bundesrepublik zu werden? Auch deshalb, weil natürlich die Zuwanderung aus der Bundesrepublik in die Schweiz, die jährliche Abstimmung mit den Füssen, eine für Deutschland vor allem beunruhigende Dimension angenommen hat. Grosse Interviews mit dem Leif-Erik Holm, Spitzenkandidaten Mecklenburg-Vorpommern der AfD. Darüber... Sprechen wir und vor allem auch über seine Prägungen, seine Werte, stellen Ihnen diesen Politiker das von unüblicher Seite her vor. Dann mein Gespräch mit Steven Seagal, hier jetzt auch schriftlich dokumentiert. Auf Video hatten wir es schon drin. Verschiedene weitere Themen und Aspekte in dieser Ausgabe. Wir beschäftigen uns auch mit der Fussball-Weltmeisterschaft, die allerdings als etwas schweizerischer wartet. Was sind die Nachrichten? Was sind die grossen Themen in Deutschland? Und was sind die Themen, die nicht vorkommen, die eigentlich vorkommen müssten? Messi führt Argentiniens Überlebenskünstler ins WM-Finale. Ein dramatisches Spiel. Auf den letzten Metern haben es die Argentinier noch gedreht. Bis zur 85. Minute. Lagen die Engländer in Führung, 1 zu 0. Und dann rasselte es, 1 zu 1. Und in der Nachspielzeit dann das 2 zu 1. Und schwer in der Kritik steht jetzt der deutsche Trainer, der Engländer Tuchel. Er habe da die falsche Strategie gewählt. Er habe sich zu früh defensiv eingemauert. Auch die Einwechslungen hätten keinen Sinn ergeben. Und das ist halt etwas das Drama der deutschen Trainer, der Engländer. Hätten sie es in den Finals geschafft, wäre er natürlich ein Held gewesen. Jetzt ist er der grosse Sündenbock. Aber ein Trainer steht ja nicht auf dem Spielfeld. Das heisst, diese Superprofis, die hochbezahlten Cracks, wenn die einfach nichts mehr tun fürs Spiel, wenn die nicht mehr den Ball attackieren, wenn sie nicht mehr versuchen, Chancen zu kreieren, ja, natürlich ist der Trainer auch irgendwo... verantwortlich. Aber am Ende muss es ja der Spieler auf den Platz reissen. Die Leaderfiguren, die Harry Canes dieser Welt, die müssen es dann halt drehen. Und jetzt haben die Gauchos da, die Argentinier, die unter Denkmalschutz stehen an dieser WM, auch von den Schiedsrichtern her, die haben es jetzt noch einmal gepackt. Nolans Odyssee im Kino. Sein Held flieht vor einer gewaltigen Schuld. Christopher Nolans Verfilmung der Odyssee ist Die Hollywood-Produktion des Jahres. Bei Nolan wird die Irrfahrt zum Selbstfindungstrip. Sein Odysseus ist kein Held, sondern ein Getriebener, der sein Gewissen quält. Der grossartige Filmkritiker Andreas Kilp. Früher Zeit, heute Frankfurter Allgemeine Zeitung mit seiner grossen Deutung. Ja, der bisherige Film des Jahres, wenn wir etwas beim Kino noch verweilen, ist für mich ganz klar Michael. Also die Verfilmung des Lebens von Michael Jackson. Natürlich in die schwierigen, in die Dunkelkammern des Michael Jackson-Lebens dringt der Film nicht vor. Er beschwört den Mythos, aber es ist eben ein real existierender Mythos von Michael Jackson gewesen, diese unglaubliche Brillanz, dieses Talent, diese Kraft. Das wird da gefeiert und zelebriert und dann weniger das, was da auf dieser Neverland Ranch passierte, diesem Kinderparadies für Pädophile. Jetzt rein von den Einrichtungen her ziemlich bizarr und undurchsichtig, was da alles gelaufen sein soll oder gelaufen ist. Ich will mich jetzt da gar nicht damit beschäftigen, unqualifiziert. Aber der Film ist grossartig über Michael Jackson und es ist eben auch berechtigt, einen Künstler als Künstler zu würdigen. Aber ich bin nun sehr gespannt, ob die Odyssee mit diesem natürlich unsere Europa prägenden Stoff, ob das diesem Michael den Rang abläuft. Kanzler Merz, halbjahres Medienkonferenz, er ist zufrieden, die Bürger sind es weniger. Millimeter-Schrittchen in eine mutmasslich richtige Richtung. Die bürgerlichen Medien in Deutschland geben sich Mühe, das Ganze irgendwie positiv darzustellen. Ich schaue da von aussen drauf. Und was mir fehlt, jetzt in diesen etwas quälenden Detailbetrachtungen und Nabelschauen der deutschen Innenpolitik mit ihren Brandmauern und diesem... Parteiengezänk und diesen ganzen Lächerlichkeiten, die da abgeben. Aber das ist halt auch Politik und in dem sind interessant und da muss man durch. Und es ist ja manchmal etwas die Chemotherapie der Wirklichkeit, die da läuft. Aber was mir auffällt und was mir eben fehlt, auch in den Medien. ist der Blick auf die ganz grossen Linien, um was geht es eigentlich heute. Und Deutschland ist das wichtigste Land in der Europäischen Union, ist natürlich ein unglaublich wichtiges Land auch global, bis vor kurzem ein leuchtendes Vorbild wirtschaftlicher Tüchtigkeit und jetzt aufgrund Jahre Vielleicht jahrzehntelange Vernachlässigung, Staatswachstum, Überregulierung, weniger Arbeiten, Work-Life-Balance, all diese Dinge. Zufriedenstellung von unterschiedlichsten und immer mehr Anspruchsgruppen, offene Grenzen. Verdammte, diese Welt kommt her, wir pflegen und wir hatcheln euch, auch wenn wir längst kein Geld mehr dafür haben. Verschicken das Vermögen der Deutschen ins Ausland, in die Ukraine vor allem, beteiligen uns an Kriegen, die uns schaden, weigern uns, die nationalen Interessen zu betrachten. Das sind verschiedene Assoziationen, die da durcheinanderwirbeln, aber die ganz grosse Frage, die Geschichte, jetzt für Deutschland als wichtigstes Land in Europa, ist doch die folgende. Deutschland ist im Begriff, sich in einen Krieg gegen Russland zu verstricken. Dieser Krieg nimmt in meiner Beurteilung Züge eines zwangsläufigen, eines unvermeidlichen Verhängnisses an. Ich habe gestern darüber gesprochen, ein Interview aufgezeichnet, das wir heute aufschalten werden. Mit Wladimir Solowjow, der bei uns als russischer Kreml-Propagandist verschrien wird, man solle mit ihm gar nicht reden, in der Europäischen Union wird man bestraft, aber man muss mit den einflussreichen Stimmen in Russland reden. Ich habe es in der Schweizer Ausgabe schon gesagt. Der Westen, vor allem die Europäer, haben... Ihren Blick auf Russland zutappeiziert mit Feindbildern der eigenen Vorstellung. Und anstelle einer rationalen Diskussion haben wir eine Putin-Dämonologie, eine Verkätzerung, eine Verteufelung, mit der auch jedes Denken, jede kritische Hinterfragung der politischen Strategien abgewürgt im Ansatz verhindert wird. Und das ist brandgefährlich. Weil vor jeder wichtigen Entscheidung muss man eine ehrliche Lagebeurteilung machen. Und eine ehrliche und vollständige Lagebeurteilung können Sie nur dann machen, wenn Sie sich da nicht Ihrem Wunschdenken und der Propaganda ausliefern, sondern eben auch und gerade in Konflikt, in Kriegszeiten, sich mit dem Feind befassen. Genau schauen, was will der Feind, was ist der Feind, was macht der Feind. Weil wenn ich den Feind kontere, muss ich ja Strategien wählen, die diesem Feind, wenn er denn überhaupt ein Feind ist, gerecht werden sollen. Und Europa, ob Sie das jetzt hören wollen oder sehen wollen oder nicht, ist auf einem ganz gefährlichen Weg hin zu einem grossen Krieg in Europa, weil man mit Milliarden... Die Ukraine unterstützt, weil man sie mit Waffen unterstützt und weil man sie militärisch immer mehr unterstützt. Und weil man gleichzeitig die Russen unterschätzt. Man glaubt, diese Drohnenschläge würden Russland existenziell destabilisieren. Jetzt, ich habe auch keine Geheimsonde in den Kreml und ich überblicke auch nicht die ganze russische Realität. Aber dieser Befund, der bei uns... für eine Wahrheit gehalten wird, der auch diese Kriegsenthusiasten im Westen beflügelt und diese Russlandhasser, es ist ja ein eigentlicher Russlandhass, der hier auch brodelnd, tosend, tobend zum Ausdruck kommt. Und diese Unterschätzung verschärft natürlich die Kriegsgefahr in Europa erheblich. Weil die Europäer sind dabei, den Krieg zu eskalieren. Ich habe darüber gesprochen, auch in einer Sondersendung, die ich gestern noch aufgezeichnet habe. Und die Russen, das ist eben die Eskalationslogik des Krieges, die werden diese Eskalation früher oder später beantworten müssen. Und wir sprechen mit Solovjov über die 120 Firmen in Europa. die legitime Kriegsziele des russischen Militärs sind und er gibt diese Ziele an, sogar mit den Wohnadressen. In München zum Beispiel oder in anderen europäischen Städten, das sind legitime Kriegsziele. Und wenn man sich einbildet oder wenn die Politiker behaupten, ja, das können wir uns leisten, wir können da jetzt die Ukraine immer mehr unterstützen, uns immer mehr einmischen in diesen Krieg, mittlerweile auch mit NATO-Manövern an der polnisch-ukrainischen Grenze, einem gemeinsamen Raketenabwehrschirm. Wenn wir das machen und glauben, dass dann keine Vergeltung kommt, dann ist da eben sehr, sehr viel, und ich würde sagen, gefährlich viel Wunschdenken drin. Und da muss man aufpassen. Und die Frage, die man sich in der deutschen Politik überhaupt nicht stellt, ist eine Frage, die immer mehr Deutsche quält und plagt und auch in Zuschriften, die ich erhalte, natürlich zutage tritt. Das ist nämlich die Frage, ist das eigentlich richtig, was wir da tun? Sollten wir uns auf diese Art und Weise in einen Krieg einmischen? Und hat das Verhalten der Europäer, insbesondere auch der Deutschen, jetzt mit ihrer Ansage, die grössten konventionellen Streitkräfte in Europa aufzubauen, also einen regelrechten Aufrüstungswahn sich hineinzusteigen, ist nicht das auch eine kriegsverschärfende Massnahme? Denn das kann natürlich in Russland so gedeutet werden, dass sich das Europa mit 500 Millionen Einwohnern und einer im Grunde immer noch überlegenen Industrie und Technologie gegenüber Russland jetzt dermassen unter die eigenen Zähne bewaffnet, dass dann natürlich die Pläne, die man jetzt schon am Werk sieht gegen Russland, nämlich der Versuch, Russland strategisch zu schwächen, dass dieses aufgerüstete, aufmunitionierte Europa, dann diese Politik der Russland-Zertrümmerung, die man jetzt... vollzogen sieht durch die NATO-Osterweitung, durch die ganze Ukraine-Politik, dann wird das noch einmal nachgedoppelt. Da fragen sich natürlich die russischen Strategen, sollen wir eigentlich warten, bis die Europäer sich dermassen aufgerüstet haben? Sie sagen es ja. Sie unterstellen uns, wir wollen Europa angreifen und mit diesen Angriffsfantasien rechtfertigen sie ihre Aufrüstung in sehr aggressiver Absicht und sie unterstützen die Ukraine. Aus der russischen Sicht ist das ein Angriff der NATO mithilfe der Ukraine. Das ist jetzt einfach die russische Deutung, ob sie uns passt oder nicht. Aber in dieser Logik wird dann natürlich ein Angriff auf Europa zur selbsterfüllenden Prophezeiung und zum rationalen Handeln der Kreml-Führung, weil kein Land kann warten, wenn ein anderes Land oder eine Gruppe anderer Länder hier entsprechend sich aufrüstet. betrunken von der Paranoia angegriffen zu werden, obwohl die russische Seite das immer dementiert. Aber das ist halt im Krieg so. Alle glauben, Recht zu haben. Und das schaukelt sich hoch und am Schluss haben sie einen Krieg, den niemand wollte. Darüber spreche ich natürlich auch mit Solowjow. Und die Deutschen müssen sich fragen, wollen wir uns an dieser Dynamik beteiligen oder wollen wir nicht raus aus dieser Dynamik? Und was bringt uns eigentlich, jetzt mal ganz nüchtern betrachtet, im Neonlicht der Interessenabwägung? Was bringt uns eigentlich diese Unterstützung der Ukraine? Eines nachweislich korrupten Staates, dessen Staatsführung nicht davor zurückschreckt, terroristische Mittel anzuwenden, z.B. gegen Energieinfrastrukturen, Stichwort Nord Stream, oder eben jetzt diese Terroranschläge in Monaco auf einen ukrainischen Geschäftsmann, der allerdings über Kreuz steht mit der Regierung in Kiew. Es gab einen Bombenattentat, er ist schwer verletzt worden, seiner Weggefährtin, seiner Lebensgefährtin, seiner Freundin sind beide Beine abgerissen worden und ein Kind ist, glaube ich, noch verletzt worden. Und man sieht Spuren in den ukrainischen Geheimdiensten. Und das ist ja auch unglaublich, wie da die eigene rechtsstaatliche Kultur verlottert. Stellen wir uns vor, was passiert wäre, wenn man einen solchen Anschlag auf die russischen Geheimdienste hätte zurückführen können. Dann wäre ja sofort der Botschafter einbestellt, vielleicht ausgewiesen worden. Riesenskandal in den Medien, bei uns wird das runtergespielt, keinerlei diplomatische Konsequenzen. Und mit so einem Staat macht man sich gemein und da behauptet man, dieser Staat sei gewissermassen der Vorpost der Rechtsstaatlichkeit, der Demokratie und der Freiheit in Europa. Ein Staat, der Kirchen verbieten lässt, der die Opposition verbieten lässt, der nach Verfassungsregeln Wahlen aussetzt. In Russland finden Wahlen statt. Vermutlich nicht Wahlen, wie sie in der Schweiz stattfinden, aber diese bequeme Unterstellung, dass Putin keinerlei demokratische Legitimation habe, das ist einfach falsch, das wird der russischen Realität nicht gerecht. Putin hat eine höhere demokratische Legitimität als mancher Ministerpräsident oder Bundeskanzler in Europa. Natürlich ist Russland ein autoritärer Staat mit einigen demokratischen Elementen. Aber man soll doch aufhören, alles so zu deuten, dass man selber als unfehlbar herauskommt. Also ist es im Interesse der Deutschen, ist es im Interesse Europas, diese Ukraine zu unterstützen? Was bekommen wir eigentlich dafür? Was ist der Nutzen von dem? Die Werte, aber diese Werte, die... werden ja da massiv mit Füssen getreten. Das ist ja auch ein Selbstbetrug, wenn man das so sieht. Und dann diese Militarisierung und auch Zerstörung natürlich der ukrainischen Gesellschaft. Was kommt da nachher auf Europa zu? Eine Flüchtlingswelle von Ukrainern, die den Europäern ja jetzt schon vorwerfen, zu wenig zu tun. Dann hat man ja wieder ein schlechtes Gewissen, nimmt die auf. Kriege führen zur Verrohung von Gesellschaften, das führt dann auch zu verbrecherischen und kriminellen Auswüchsen, es wird dann arbeitslose Soldaten geben und so weiter, kommen die dann nach Westeuropa. Das sind alles Dinge, die man sich fragen muss. Gleichzeitig bedeutet diese Unterstützung der Ukraine natürlich auch die wirtschaftliche Zerstörung Europas, aufgrund der totalen Abtrennung oder fast totalen Abtrennung von russischen Energielieferungen. Also auch die Wirtschaft wird da... arg in Mitleidenschaft gezogen. Ist es vernünftig? Ist man bereit, diesen Preis zu zahlen? Eben dafür, mein Land zu unterstützen, das mit auch terroristischen Methoden sich einsetzt und das da in eine Position geschoben wird, eben als Inbild westlicher Werte. Und diesen Projektionen kann es ja gar nicht gerecht werden. Das hat ja gar nichts mit der Ukraine zu tun. Das ist sozusagen die selbsttäuschende... Selbstrechtfertigung der westlichen Seite. Führt man über das eigentlich eine Diskussion in den deutschen Medien? Nein, die deutschen Medien getrauen sich nicht einmal, diese Frage aufzuwerfen. Ob das eigentlich sinnvoll ist? The big picture. Und ich glaube, hier sind eine Reihe von ganz schwerwiegenden Fragen zu klären. Und an diese Fragen traut sich natürlich auch die Regierung nicht heran. Aber wenn die Medien sich auch im Klein-Klein... der Alltagsprobleme verlieren, dann ist eben auch die deutsche Regierung nicht am Kern der Sache. Und wenn ich mir da Reden anhöre von einem amerikanischen Präsidenten Trump, der geht da viel direkter drauf los und sagt, so, unser Land, wir müssen uns zusammenreissen, wir müssen das machen. Ja, man kann vieles kritisieren, was der da macht, aber der versucht zumindest aus seiner Sicht, das Steuer rumzureissen. Und sich auch Klarheit darüber zu verschaffen, was ist die Position Amerikas global auf dieser Welt? In welchen Konflikten treten wir in Erscheinung und in welchen nicht? Und bevor man sich jetzt daran die Schuhe abputzt, muss man sich in Deutschland zuerst einmal die Frage stellen, sind wir überhaupt an dem Punkt, wo wir uns diesen Fragen stellen? Oder betreiben wir nach wie vor eine Art Realitätsflucht in den Medien und in der Politik? Und mein Eindruck ist, dass man sich der Realität... eines auf Europa zurollenden grossen Krieges aufgrund dieser massiven, niebelungentreuen Verbrüderung mit der Ukraine überhaupt nicht bewusst gemacht hat. Und man führt keine Kosten-Nutzen-Diskussion, es ist genau das gleiche wie während Corona. Also das sind Themen, die die deutsche Politik meines Erachtens aufarbeiten sollte und nicht sich in solchen Klein-Klein-Dingen aufreiben. Meine Damen und Herren, das war's für heute. Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit. Eine Reihe von interessanten Interviews wartet auf Sie, werden aufgeschaltet im Laufe des Tages, auch morgen. Wir melden uns zurück, spätestens mit dieser Sendung, morgen früh. Und Ihnen wünsche ich einen Nachdenklichen Tag. Und die Frage, stellt sich die eigene Regierung eigentlich den Grundproblemen, den ganz grossen Zentralfragen unserer Zeit, Krieg und Frieden, Wohlstand, Rechtsstaat, Überleben in einer verrückten Welt? Oder verliert man sich im Labyrinth? der eigenen Verwirrtheit oder eben einer institutionalisierten Mutlosigkeit? Und wo sind eigentlich die deutschen Medien, die hier den Finger auf den wunden Punkt legen? Merci vielmals, einen schönen Tag. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch. Und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunt. Leser. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal bei Ihnen bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video.