Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Freitag. 18. Juli 2026. Ich starte mit einem Live-Read mit einer gesprochenen Werbeanzeige. Heute schauen wir auf einen ausserordentlich dynamischen Wachstumsmarkt, der aber weitgehend unsichtbar ist auf Rechenzentren. Allein in der Schweiz soll sich deren Kapazität bis 2030 verdoppeln. Genau darum ist Silber ein gesuchter Rohstoff. Wegen seiner elektrischen Leitfähigkeit wird es in jedem Datenzentrum und überhaupt in jedem Hightech-Produkt verbaut. Dennoch ist der weltweite Silbermarkt kleiner als die Marktkapitalisierung des Chip-Herstellers Nvidia. Käufer in Asien sind bereit, satte Aufpreise zu bezahlen, um an physisches Silber zu gelangen. Sie wissen, seit acht Jahren übersteigt die Nachfrage das Angebot. Früher oder später wirkt sich das auf den Preis aus. Warum nicht den aktuellen Silberpreis nutzen, um einzusteigen? So geht das ganz einfach mit dem S-Deposito von BB Wert Metall. Es verbindet die Vorteile von physischem Silber mit der Flexibilität eines Depots. Ihr Geld fliesst direkt in reines Silbergranulat, den Grundrohstoff, aus dem alle Silberprodukte entstehen. BB Wert Metall verwahrt es im Kundennamen und zu 100% versichert in einem Schweizer Zoll. Freilager auf und jetzt kommt das Beste. Eröffnen Sie jetzt ein S-Deposito und erhalten Sie eine Unze Silber geschenkt. Sie verpflichten sich lediglich zu einem Anlageziel von 100 Unzen und einer Ersteinzahlung von 1000 Franken respektive Euro. So funktioniert es. Gehen Sie auf s-deposito.swiss s-deposito.swiss und geben Sie den Code WW3-26 ein. WW3-26, die Ws jeweils grossgeschrieben, Ende des Live-Reeds, Ende der gesprochenen Werbeanzeige. Ja, das Drama um den Küsnachter Chinsky, in dem eine Kindergärtnerin angezeigt wurde, weil sie ihre Kindergärtler «Schwarzer Peter» spielen liess, beschäftigt nach wie vor, schüttelt die Schweiz. Wir leben in Zeiten des Wahnsinns. Und nicht weit von Güsnacht entfernt, auch am Zürichsee, und zwar in Stäfa, hat ein Buschauffeur, ein betender Buschauffeur, für Aufsehen gesorgt. Da ist nämlich in den öffentlich-rechtlichen Busbetrieben plötzlich ein Fahrzeug angehalten. Der Fahrer steigt aus, rollt einen Teppich aus und betet Richtung Mekka. Ein muslimischer Busfahrer, der hier die Verkehrs- und vor allem Arbeitsregeln beziehungsweise seinen Arbeitsalltag unterbricht, um eben in Richtung der heiligen Städten der muslimischen Welt zu beten. Das löst jetzt natürlich arge Verklemmtheit aus bei den zuständigen Stellen, weil sie möchten ja nicht rassistisch oder religiös diskriminierend sein. Und deshalb getraut man sich da nicht etwas zu sagen, beziehungsweise einzugreifen. Aber das sind Vorgänge. Die gehen so nicht. Ich meine, du kannst nicht deine religiösen Praktiken aus einer fremden Kultur über deine Verpflichtung, pünktlich und kontinuierlich den Busbetrieb sicherzustellen, das kannst du einfach nicht darüber hinwegsetzen. Aber das passiert und das ist eben Ausdruck auch der Unfähigkeit oder der Unwählichkeit in der Schweiz, unsere Regeln durchzusetzen. Muslime. Andersgläubige, die in die Schweiz kommen, die muss man ja nicht zwingen und kann sie auch nicht zwingen, ihren Glauben aufzugeben. Aber wichtig ist, dass wir unsere Regeln durchsetzen, dass eben diese religiösen Praktiken, die in der islamischen Welt gang und gäbe sind, die können hier eben nicht alltagsrelevant werden. Was einer subjektiv glaubt, was sein innerstes Verhältnis zum Allmächtigen ist, da Bleiben wir in einem säkularen Staat draussen, da kann der Behördendruck nicht erzeugt werden, um jemanden zu einem bestimmten Glauben zu zwingen oder zu nötigen. Das wäre eine totalitäre Verirrung des Staates. Nein, es geht darum, die eigenen Regeln, die Alltagspraxis durchzusetzen. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Dann apropos Hitzerekorde. Da schreibt mir ein Christian, wenn über Hitzerekorde gesprochen wird, müsse man unbedingt das Jahr 1540 in den Blick nehmen. Damals, in historischen Quellen wird berichtet, Herrschte während nahezu elf Monaten eine andauernde Dürre in weiten Teilen Mitteleuropas, viel zwischen Februar und Dezember, kaum nennenswerter Niederschlag. Verantwortlich war vermutlich eine aussergewöhnlich stabile Hochdrucklage, die Regenfronten über Monate hinweg von Mitteleuropa fernhielt. Mehr als 300 zeitgenössische Chroniken schildern die dramatischen Folgen. Der Rhein, die Elbe und zahlreiche Nebenflüsse führten so wenig Wasser, dass sie an manchen Stellen zu Fuss durchquert werden konnten. Quellen und Brunnen versiegten, Wassermühlen standen still, Wälder und ganze Ortschaften gerieten in Brand. Mindestens 33 Städte wurden durch Feuer zerstört, eine aussergewöhnlich hohe Zahl für Friedenszeiten. Die Landwirtschaft erlitt enorme Schäden, Getreide verdorrte auf den Feldern, Weiden trockneten aus, Vieh veränderte als Durst und Futtermangel, gleichzeitig verschlechterte sich die Trinkwasserversorgung so stark, dass sich Ruhr und andere Durchfallerkrankungen ausbreiteten. und zahlreiche Menschen sterben mussten. Die Preise für Brot und Getreide stiegen massiv. Während viele Bauern ihre Existenz verloren, profitierten einzelne Weinbaugebiete von einer aussergewöhnlich frühen und qualitativ hervorragenden Ernte. Der Würzburger Steinwein des Jahrgangs 1540 wurde später sogar als Jahrtausendwein bezeichnet. Die wissenschaftliche Rekonstruktion dieses Extremjahres stützt sich auf historische Wettertagebücher, Verwaltungsakten und Chroniken. Besonders bedeutend sind die Aufzeichnungen des Krakauer Gelehrten Martin Biem. Die Forscher Oliver Wetter und Christian Pfister veröffentlichten 2014 eine vielbeachtete Studie, wonach die Dürre von 1540 in Mitteleuropa möglicherweise extremer gewesen sein könnte als jene von 2003. Gleichzeitig gibt es andere Studien, die darauf hinweisen, dass einzelne Rekonstruktionen zu abweichenden Ergebnissen gelangen. Die Intensität des Ereignisses ist deshalb Gegenstand. von wissenschaftlicher Diskussion. Es zeigt aber, dass es extreme Wetterereignisse gegeben hat, schon vor der industriellen Revolution und vor dem Thema CO2. Ein wichtiges Thema, das knallt und knarzt und kracht jetzt im Gebälk, ist die Ukraine. Die Regierungsumschichtung von Präsident Zelenskyy scheint Ausdruck von gröberen Turbulenzen zu sein. Jetzt hat er auch den, ja, als beliebt gelten, hätten den Verteidigungsminister Fedorow ausgewechselt. Was ist da genau los? Die Ukraine ist ja ein Staat, von dem man gesagt hat, dass er sehr stark von Oligarchen regiert wird hinter der Regierung. Also so etwas wie das Russland der 90er Jahre, das eben Putin aufgeräumt hat, beziehungsweise die Machtkonzentration im Kreml wiederherstellte und so einer Tendenz entgegenwirkte, die eben zur Auflösung, zur Verwesung Russlands hätte beitragen können. Und in der Ukraine hat sich eben diese oligarchische Struktur gehalten und möglicherweise, aber das sind jetzt pure Spekulationen, ist jetzt Selenskyj hier ganz massiv beschäftigt, auch aus Gründen der Korruption, die sind ja, die Vorwürfe bis ganz nahe an ihn herangekommen, betreffend seinen früheren engsten Mitarbeiter Jermak, der mittlerweile ja in Gewahrsam genommen worden ist. Und möglicherweise, das halte ich nicht für ausgeschlossen, könnte der Präsident selber jetzt von diesen Turbulenzen erfasst werden. Das wirft natürlich die Frage auf einmal mehr, warum eigentlich auch die Schweiz sich dermassen hinter diese Regierung stellt, hinter dieses Land, mit Milliardenzahlungen, obwohl wir unsere eigenen Probleme haben in den Sozialwerken, bei der AHV, aber auch bei der IV neuerdings, die Scheininvalidität, die Ver- Pulverung von Sozialgeld, grosses Thema in der Schweiz. Wir haben zu wenig Mittel für unsere eigene Armee, aber wir schieben Milliarden in die Ukraine. Wir investieren in eine Regierung, die dabei ist, einen Krieg zu führen, einen Krieg zu eskalieren gegen Russland mit unabsehbaren Risiken. Darüber spreche ich in meinen Dailies oft und auch in den Sondersendungen. Viele Interviews dazu mit Wladimir Solowjow oder mit dem früheren NATO-General. Harald Kujat, das wird dann heute im Laufe des Tages aufgeschaltet, das Solowjow-Gespräch. Aus russischer Sicht eine Beurteilung der Kriegslage, sehr wichtig auch für die Schweiz mit Blick auf die Neutralität. Also warum stellen wir... Wir uns auch in der Schweiz dermassen in den Dienst einer Regierung, die wankt, die schwankt. Prominent, schnell, eloquent und laut, Sascha Rufer ist Live-Kommentator und Reizfigur. Ja, ich finde den Sascha Rufer einen brillanten Moderator. Er hat zwar am Anfang, und da konnte ich ihm folgen, bin ich auch aufs gleiche Glatteis gerutscht. Im Spiel Schweiz gegen Argentinien hat er sich ja fürchterlich über den Schiedsrichter aufgeregt nach dieser roten Karte gegen Breel Embolo. Und in meiner ersten Reaktion habe ich ihm recht gegeben und gesagt, das ist ja unglaublich, dieser Portugiese, was der zusammenpfeift. Dann in einer zweiten nüchternen Nachbetrachtung bin ich dann doch zum Schluss gekommen, dass nicht der Schiedsrichter das primäre Problem ist, sondern der Schweizer Stürmer. Interessant, das ist schon gestern erschienen, aber ich habe es... Ausgeblendet aus Zeitgründen, aber jetzt möchte ich es nachtragen. Das Interview, das Kollegen der NZZ geführt haben mit Sigmar Gabriel, dem früheren Aussenminister Deutschlands der SPD, auf zwei Seiten ausgebreitet, Titel «Wäre Angela Merkel Kanzlerin geblieben, hätte es keinen Krieg gegeben», sagt Sigmar Gabriel. Ja, ist möglich, ist denkbar. Wichtig ist aber, dass er sagt, und das kann ich nur unterschreiben aus meiner Sicht, dass man unbedingt mit Russland wieder reden muss, mit Putin reden muss und dass hier die diplomatischen Beziehungen wieder herzustellen sind. Sigmar Gabriel gilt ja als eine Art Musterschüler des früheren Kanzlers Gerhard Schröder und es sind bei ihm noch Restposten dieser realpolitischen, sozialdemokratischen Gesinnung zu spüren. Dann haben wir ja das Thema nach wie vor dieser Lederhosen und der Neutralitätsinitiative, das Plakat der Zürcher SVP. Übrigens hat die SVP Schweiz jetzt ein neues Klartext-Extrablatt herausgegeben mit dem Schwerpunkt Neutralitätsinitiative, mit Aufsätzen unter anderem von Altbundesrat Christoph Blocher. Und die Zürcher SVP wirbt ja für die Neutralitätsinitiative mit einem nostalgischen, heidimässigen Alpenplakat, hier etwas die Nostalgie beschwörend. Und da haben sich jetzt ja findige Blogger und Politiker ins Rampenlicht gestellt, indem sie die Ästhetik, die KI-Ästhetik kritisieren, dass da eben die abgebildeten Personen in bayerischen Lederhosen zu sehen sind. Und das ergebe ja überhaupt keinen Sinn. Was soll das für eine schweizerische Errungenschaft mit ausländischen... Trachten zu werben und die Antwort von SVP-Zürich-Präsident Dominik Ledergerber ist nun auch nicht gerade besonders glücklich ausgefallen. Er hat gesagt, die Darstellung soll den länderübergreifenden Frieden im Alpenraum symbolisieren. Die gewählte Kleidung ist deshalb bewusst alpenländisch gehalten und nicht als Abbildung einer bestimmten regionalen oder nationalen Tracht gedacht. Ja... Lieber zugeben, wenn man einen Mist gemacht hat, als sich in windige Unmöglichkeiten zu versteigen. Entschuldigung, die Neutralität ist eine spezifisch schweizerische Errungenschaft. Wenn man sie mit einem Kleidungsstück vergleichen möchte, dann ist die schweizerische Neutralität eben eine schweizerische Tracht und nicht eine bayerische und auch nicht eine österreichische. Die österreichische könnte man noch hinzunehmen, denn die Österreicher... haben dann ab 1955 tatsächlich nach Schweizer Vorbild die Neutralität eingeführt. Aber mit diesen händeringenden Rechtfertigungsversuchen kommt man wohl nicht auf einen grünen Zweig rein. Die haben einen Fehler gemacht jetzt mit dieser Ästhetik, aber ist ja auch nicht so schlimm. Und sprecht nicht über die Dinge, die man euch vorwirft, sondern sprecht über die Botschaft. Sprecht über das entscheidende Thema. Meine Damen und Herren, Das in aller Kürze, die wichtigsten Nachrichten aus der Schweiz. Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit, melde mich gleich zurück mit der internationalen Ausgabe im Anschluss. Merci vielmals. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst... Niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. 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