Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

«Verdacht auf Stimmenkauf»: AfD-Bundestagsabgeordneter erhebt gegen seinen eigenen Landeschef schwere Vorwürfe

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
«Verdacht auf Stimmenkauf»: AfD-Bundestagsabgeordneter erhebt gegen seinen eigenen Landeschef schwere Vorwürfe
«Verdacht auf Stimmenkauf»: AfD-Bundestagsabgeordneter erhebt gegen seinen eigenen Landeschef schwere Vorwürfe
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

In der AfD Nordrhein-Westfalen verschärft sich der interne Machtkampf: Der Bundestagsabgeordnete Manuel Krauthausen wirft dem Umfeld von Landeschef Martin Vincentz eine umstrittene «35-65-Regelung» bei Mitarbeiterbudgets sowie versuchten Stimmenkauf vor. Vincentz weist die Anschuldigungen zurück, berichtet die Welt.

In einem zehnseitigen Schreiben an die AfD-Bundesvorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla behauptet Krauthausen, ihm sei nach der Bundestagswahl 2025 vorgeschlagen worden, 35 Prozent seines Mitarbeiterbudgets für ausgeschiedene Funktionäre oder Mandatsträger zurückzuhalten. Vincentz und dessen damaliger Sprecher hätten ihm erklärt, dies sei nicht illegal, sondern eine «Grauzone». Krauthausen schreibt: «Die 35-/65-Prozent-Regelung kann sich des Schwarzkassenvorwurfs kaum erwehren.»

Daniel Löb/DPA/Keystone
AfD-Mitglieder mit Stimmkarten an einer Aufstellungsversammlung (Symbolbild)
Daniel Löb/DPA/Keystone

Nach seiner Darstellung sollten über solche Beschäftigungsverhältnisse auch Mehrheiten bei Parteitagen und Aufstellungsversammlungen gesichert werden. Bei ihm habe sich deshalb ein «Verdacht des Stimmenkaufs erhärtet». Er habe eine Beteiligung abgelehnt. Vincentz erklärte der Welt: «Krauthausens Vorwürfe sind Unsinn!» Er habe lediglich angeboten, bei der Mitarbeitersuche zu helfen. Sein früherer Sprecher bezeichnete die Anschuldigungen als grundlos.

Ähnliche Vorwürfe hatten zuvor weitere AfD-Mitglieder erhoben. Der Bundestagsabgeordnete Maximilian Kneller behauptete, Vincentz-Vertraute hätten von ihm 35 Prozent seines Mitarbeiterbudgets verlangt. Fünfzehn Bundestagsabgeordnete aus dem Vincentz-Lager widersprechen dem ausdrücklich. Auch 73 von 82 gewählten AfD-Landtagskandidaten erklärten, nie zu einer solchen Abgabe aufgefordert worden zu sein.

Bundestagsabgeordneten stehen monatlich bis zu 27.396 Euro für Mitarbeiter zur Verfügung. Die Bundestagsverwaltung zahlt die Gehälter direkt aus; eine Verwendung dieser Mittel für Parteiarbeit wäre rechtswidrig.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 06.10.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.