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«Unterstützung für Ukraine lässt nach»: Appell Kiews bleibt von fast drei Viertel der Uno-Staaten ungehört

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«Unterstützung für Ukraine lässt nach»: Appell Kiews bleibt von fast drei Viertel der Uno-Staaten ungehört
«Unterstützung für Ukraine lässt nach»: Appell Kiews bleibt von fast drei Viertel der Uno-Staaten ungehört
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Die internationale Unterstützung für die Ukraine zeigt bei der Uno Risse: Nur 51 Staaten haben sich am Rande der Generalversammlung in New York einem Appell für verstärkte Unterstützung Kiews angeschlossen – fast ausschliesslich westliche Länder. Rund drei Viertel der Uno-Mitglieder blieben dem Aufruf fern, darunter auch die USA. Das Schweizer Fernsehen SRF schreibt: «Unterstützung für Ukraine lässt nach».

SARAH YENESEL / KEYSTONE
Wolodymyr Selenskyj an der Uno-Generalversammlung in New York
SARAH YENESEL / KEYSTONE

Der Schweizer Aussenminister Ignazio Cassis führt die wachsende Zurückhaltung vor allem auf andere Prioritäten vieler Staaten zurück. «Der globale Süden und viele Länder in der Welt haben inzwischen ihre eigenen, noch grösseren Probleme zu lösen», sagte Cassis dem Schweizer Fernsehen SRF. Grosse Länder wie China und Indien schenkten dem Krieg deshalb weniger Aufmerksamkeit als noch vor vier Jahren.

Frankreich, das derzeit den Uno-Sicherheitsrat präsidiert, hatte eine Sondersitzung zum Krieg einberufen. Während europäische Staaten mit ihren Aussenministern vertreten waren, schickte Washington seinen Uno-Botschafter Mike Waltz. Dieser forderte ein Ende des Krieges, vermied laut SRF jedoch eine entschiedene Verurteilung Russlands. Moskaus Aussenminister Sergei Lawrow wiederum machte die Europäer für den Krieg mitverantwortlich. Vertreter von Schwellen- und Entwicklungsländern beschränkten sich weitgehend auf Forderungen nach einem Ende der Kämpfe und betonten, es gebe keine militärische Lösung.

Dänemarks Aussenminister Lars Løkke Rasmussen warnte dagegen vor den weltweiten Folgen des Krieges und davor, Russland für seinen Angriff territorialen Gewinn zuzugestehen.

Die diplomatische Lage steht damit in deutlichem Kontrast zu früheren Jahren. Im Februar 2023 hatten noch 141 Staaten in der Uno-Generalversammlung eine Resolution unterstützt, die den Rückzug russischer Truppen aus der Ukraine verlangte. Die Schweiz hält an ihrem Engagement fest: Sie unterstützt derzeit unter anderem die ukrainische Landwirtschaft mit weiteren drei Millionen Franken.

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